Power-to-Gas: Immer wieder fällt der Name der Technologie, wenn es um die Ausgestaltung der Sektorkopplung und die Lösung möglicher Probleme geht, die aus einer fortgesetzten „Dunkelflaute“ resultieren könnten. Aus heutiger Sicht ist Power-to-Gas aber weder günstig noch effizient, da im Rahmen der Umwandlung von „grünem“ Strom zu Wasserstoff (und ggf. Methan) erhebliche Mengen an Energie eingesetzt werden müssen, die am Ende nicht nutzbar gemacht werden können. Gleichwohl setzt auch – aber nicht nur – die Gasbranche große Hoffnungen auf Power-to-Gas.

Der Titel der jetzt erschienenen Ausgabe 9/2019 von EUWID Neue Energie widmet sich einer Studie im Auftrag der Gaswirtschaft, die für Deutschland ein Potenzial von 414 TWh regenerativer Gase in allen Sektoren ermittelt – je nach Menge der Biogasproduktion und der installierten PtG-Leistung. Aus Sicht der Gasbranche wäre der Ausbau von Power-to-Gas „deutlich kostengünstiger“ als der Weg einer reinen Elektrifizierung, da die bestehende Infrastruktur genutzt werden könnte.

Ein großes Power-to-Gas-Projekt wollen die Netzbetreiber Amprion (Strom) und Open Grid Europe (Gas) an den Start bringen. Die Anlage im Emsland soll über eine Leistung von 100 MW verfügen. Aber auch im kleinen dezentralen Bereich gibt es Leuchtturmprojekte wie das gerade in Betrieb genommene Power-to-Gas-Projekt in einer bestehenden Wohnanlage in Augsburg.

Post-EEG-Phase: Entwicklung der Börsenstrompreise macht Mut

Power-to-Gas könnte auch für Windenergieanlagenbetreiber in der Post-EEG-Phase eine Option darstellen. Insgesamt haben sich die Post-EEG-Perspektiven für die Bestandsanlagen in den vergangenen Monaten gebessert, da ein auskömmlicher Betrieb in der Zeit nach dem Ende der Förderung angesichts gestiegener Börsenstrompreise für eine wachsende Zahl von Anlagen möglich erscheint. Allerdings sind die Chancen nicht für alle Anlagen gleich groß – und erst einmal müssen Betreiber Geld in die Hand nehmen, etwa um erforderliche Gutachten erstellen zu lassen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht könnte ein großer Schaden entstehen, wenn eigentlich funktionsfähige Windenergieanlagen in der Post-EEG-Anlage aus dem Markt ausscheiden.

Post-EEG und sinkende Stromgestehungskosten: PPAs rücken immer mehr in den Fokus

Derweil rücken Power Purchase Agreements (PPA) als Post-EEG-Alternative zunehmend in den Fokus. Angesichts dramatisch gesunkener Stromgestehungskosten ist damit zu rechnen, dass PPAs auch im Bereich von Neuprojekten an Bedeutung gewinnen werden. In wenigen Tagen erscheint zum Thema Power Purchase Agreements ein neuer EUWID-Report, der den aktuellen Stand abbilden wird.

PPA: Praktische Tipps, Trends und Marktentwicklung in neuem Infopaket

Der Report befasst sich mit praktischen Fragen rund um PPA: Welche Fallstricke sind zu beachten? Wie sind PPAs im Vergleich zu anderen Post-EEG-Optionen zu bewerten? Für welche Projekte eignen sich PPAs? Neben einem kurzem Prüfschema mit Checkliste enthält der Report eine Vielzahl von Berichten, Analysen und Interviews, die jüngst im Brancheninformationsdienst EUWID Neue Energie erschienen sind. Neben PPA in der Praxis und alternative Modelle geht es insbesondere um die deutschlandweiten und internationalen Trends und die weltweite PPA-Marktentwicklung.

Neues EUWID-Infopaket zu Power Purchase Agreements


Der Report Power Purchase Agreements wird von EUWID im Einzelverkauf gemeinsam mit dem Zugriff auf das Online-Dossier „Geschäftsmodell Power Purchase Agreement (PPA): Potenzial zum Megatrend“ angeboten. Käufer des PPA-Infopakets erhalten die gedruckte Fassung des Reports und den Vollzugriff auf sämtliche Inhalte des Dossiers für einen Zeitraum von einem Jahr. Wer sich in den EUWID-Newsletter Neue Energie einträgt, wird informiert, sobald der neue Report verfügbar ist. Weitere Hintergrundinformationen und die Möglichkeit, das neue PPA-Infopaket bereits jetzt zu bestellen, finden Sie hier.

(Nachweis für Beitragsbild: thingamajiggs – stock.adobe.com)

Der Redaktionstipp: Was Sie diese Woche unbedingt lesen sollten

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