Power-to-Gas: McPhy gewinnt Ausschreibung von Energiedienst

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McPhy Energy, ein französischer Hersteller von Produktionsanlagen für Wasserstoff, hat die Ausschreibung der Energiedienst AG für eine Wasserstoffproduktionsanlage am Wasserkraftwerk Wyhlen gewonnen. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, wird McPhy Energy eine Elektrolyseanlage mit einer Leistung von einem Megawatt liefern. Zudem wird das französische Unternehmen die in Rheinfelden ansässige Energiedienst AG langjährig bei der Wartung sowie bei der Vermarktung des Wasserstoffs unterstützen. Die Verträge dazu seien bereits unterzeichnet worden. Mit der Wasserstoffproduktion will Energiedienst einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten. Mit der Elektrolyseanlage soll im Wasserkraftwerk erzeugter Strom in Überschusszeiten zu Wasserstoff verarbeitet werden. „Den erzeugten Wasserstoff planen wir vor allem für Brennstoffzellenfahrzeuge einzusetzen“, sagte Irene Knauber, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung von Energiedienst. Das Projekt wird durch das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im Rahmen eines Leuchtturmprojekts gefördert. Das Programm soll unter anderem Antworten auf die Frage liefern, wie der weltweit stetig anwachsende Anteil erneuerbarer Energien sinnvoll gespeichert werden kann. McPhy Energy hat mit der Energiedienst-Ausschreibung bereits sein drittes Power-to-Gas-Großprojekt im Jahr 2016 gewonnen. Zuvor hatte sich das Unternehmen bei Projekten in der chinesischen Provinz Hebei und gemeinsam mit GRTgaz in Frankreich durchgesetzt. Nach Anschluss der Projekte wird McPhy insgesamt mehr als 13 MW installierte Elektrolyseleistung gebaut und installiert haben, wodurch dem Unternehmen zufolge über 52 Tonnen Wasserstoff erzeugt werden können. Die Energiedienst-Gruppe, Laufenburg, betreibt am Hochrhein zwischen Waldshut und Basel drei eigene Wasserkraftwerke und ist an weiteren Wasserkraftwerken am Hochrhein und im Kanton Wallis, Schweiz beteiligt. Seit 1999 erhalten alle Haushaltskunden ausschließlich Ökostrom der Marke „NaturEnergie“. Seit 2011 ist klimaneutrales Gas im Angebot. Zudem bietet die Unternehmensgruppe Dienstleistungen im Bereich Wärme und dezentraler Erzeugung an. Zur Energiedienst Holding AG gehören die Energiedienst AG, die ED Netze GmbH, die NaturEnergie AG, die EnAlpin AG im Wallis sowie die Tritec AG. An der Holding AG ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG zu 67 Prozent beteiligt. Weitere 15 Prozent entfallen auf die Services Industriels de Genève (SIG) und die restlichen 18 Prozent auf Drittaktionäre.

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