Wenige andere Energie(wende)-Konzepte werden so kontrovers diskutiert wie Power-to-Gas. Einerseits bietet die Technologie eine Vielzahl von Vorteilen, könnte als Langzeitspeicher dienen, den Strommarkt an die Sektoren Wärme und Verkehr koppeln und auch im industriellen Bereich fossile Energieträger ersetzen. Andererseits ist Power-to-Gas bis heute teuer.

Und es ist verglichen mit anderen direktelektrischen Sektorkopplungstechnologien wie Elektromobilität und Wärmepumpen weniger effizient, da nur ein Teil der eingesetzten Primärenergie nach den Umwandlungsschritten Elektrolyse und ggf. Methanisierung als Nutzenergie erhalten bleibt.

Power-to-Gas in Linz: Wirkungsgrad von 80 Prozent angestrebt

EUWID Neue Energie befasst sich auf dem Titel der aktuellen Ausgabe mit der Errichtung der Power-to-Gas-Anlage zur industriellen Wasserstofferzeugung im österreichischen Linz. Mit einer Leistung von 6 MW handele es sich um die bislang größte Anlage zur Erzeugung von „grünem“ Wasserstoff, heißt es seitens der Projektpartner, zu denen neben dem Industriekonzern voestalpine auch Siemens, Verbund sowie Austrian Power Grid zählen.

Mit dieser Anschlussleistung könnten stündlich 1.200 m³ Wasserstoff hergestellt werden. Angestrebt wird ein Wirkungsgrad von 80 Prozent bei der Wasserstoffproduktion.

Europäische Kommission steuert zwei Drittel der erforderlichen Investitionsmittel bei

Im Rahmen des wissenschaftlich begleiteten 18-Mio.-€-Projekts – die Europäische Kommission steuert zwei Drittel der Fördermittel bei – sollen auch praktische Erfahrungen mit Demand-Side-Management gewonnen werden, wenn der PEM-Elektrolyseur als dynamische Regellastkomponente zum Einsatz kommt.

Wohin steuert die Bundesregierung in der Energiepolitik?

Ein weiterer Schwerpunkt in der neuen Ausgabe von EUWID Neue Energie ist den energiepolitischen Plänen der Bundesregierung gewidmet, die gegenwärtig heiß diskutiert werden. Das Bundeswirtschaftsministerium legt dem Anschein nach einen Schwerpunkt auf den Netzausbau und baut darauf, dass die erneuerbaren Energien auf ihrem Kostendegressionspfad voranschreiten und bald ohne Förderung auskommen.

Diskussion um mögliche Verlängerung der Laufzeiten einzelner AKW löst Irritation aus

Angesichts der anstehenden Herausforderungen des Klimaschutzes fordert nicht nur die Erneuerbaren-Branche mehr Gestaltungswillen auf Seiten der neuen Bundesregierung. Neue Fragen wirft zudem die von Seiten des BMWi eröffnete Diskussion über eine mögliche Verlängerung der Laufzeiten einzelner AKW auf. Mehr dazu lesen Sie hier.

EUWID Neue Energie

EUWID Neue Energie 17/2018 ist am 25. April erschienen und umfasst 52 Nachrichten, Berichte, Analysen und zahlreiche Tabellen und Graphiken auf 28 Seiten. Kernfragen der redaktionellen Arbeit des Teams von EUWID Neue Energie sind:

  • Wie gelingt der Umbau der traditionellen Energiewirtschaft hin zu einem auf regenerativen Quellen basierenden Energiesystem der Zukunft?
  • Und wie können die Akteure am Markt den Umbauprozess für sich ökonomisch und gewinnbringend gestalten?

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(Quelle für Beitragsbild: voestalpine)

3 Themen, die wir Ihnen in EUWID Neue Energie 17/2018 besonders ans Herz legen wollen:

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