Post-EEG: PV-Anlagenbesitzer erwarten Infos von Netzbetreibern und EVU

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Bereits über die Hälfte der Besitzer älterer Photovoltaik-Anlagen hat sich bereits mit der Post-EEG Thematik beschäftigt. Das berichtet das Beratungshaus EuPD Research in seiner mittlerweile 9. Erhebung zum Endkundenmonitor, der Einblicke in die Kaufentscheidungen und Präferenzen von PV-Anlagenbesitzern und –planern gibt.

Nach Ablauf der 20-jährigen staatlich garantierten Einspeisevergütungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sehen sich die ersten PV-Anlagenbesitzer mit der Frage konfrontiert, wie die eigene Anlage zukünftig genutzt werden kann.

Auch wenn die Installationszahlen in den ersten Jahren des EEG noch gering waren, beträgt die Anzahl der PV-Kleinanlagen unter 10 kWp, die bis zum Jahr 2025 aus dem EEG ausscheiden, bereits etwa 80.000 Systeme, berichtet EuPD Research.

Quelle: EuPD Research

Vorläufige Ergebnisse des Endkundenmonitors 9.0 zeigen, dass PV-Anlagenbesitzer Informationen und Vorschläge zur weiteren Nutzung ihrer Anlagen nach Ende der Einspeisevergütung erwarten.

Die Hälfte der Befragten, die Ihre PV-Anlage vor 2010 errichtet haben, adressiert hierbei den Netzbetreiber (52 Prozent der Befragten, Mehrfachnennungen möglich) oder den Energieversorger (48 Prozent).

Weitere 40 Prozent erwarten Informationen und Vorschläge von Staatlichen Einrichtungen, gefolgt von Installateuren (34 Prozent), den Herstellern von Energiespeichern (24 Prozent) sowie den Komponentenherstellern von PV-Anlagen (12 Prozent).

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Anlage abschalten selten eine Option

Bisher speisen die Besitzer älterer PV-Anlagen den produzierten Strom hauptsächlich ein. Daher benötigen sie Informationen und Möglichkeiten, wie sie ihre PV-Anlagen nach Ablauf der Einspeisevergütung weiter nutzen können. Hier legen die vorläufigen Ergebnisse des aktuellen Endkundenmonitors offen, dass Altanlagenbesitzer den Wunsch haben, eine neue Abnahmeregelung für den Strom mit einem Stromanbieter zu schließen. Ebenso hofft ein Teil der Befragten auf eine staatliche Regelung. Die Anlage abzuschalten ist für die Besitzer nur selten eine Option.

Bereits zum neunten Mal in Folge analysiert das Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmen neben dem Kaufverhalten von PV-Besitzern sowie -Planern ebenfalls aktuelle und potenzielle Trends in diesem Bereich. Dabei sind die klassischen Themenfelder wie Markenbekanntheit, Markenwahl und Weiterempfehlung von PV-Modulen, Wechselrichtern sowie Batteriespeichern erneut Bestandteil der Studie. Zudem liegt der Fokus in diesem Jahr auf Digitalisierung und Post-EEG. Die Umfrage läuft noch bis Ende August.

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