Der Countdown läuft: In weniger als zwei Jahren fallen die EEG-Anlagen der ersten Stunde aus dem Förderregime des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Zwei Jahre sind schnell vorbei und die Zeit drängt, sowohl für Anlagenbetreiber, als auch für die Politik, die den Rahmen für die Phase nach dem Ende der Förderung stecken muss. 

Eines ist klar: Ein Selbstläufer wird der Weiterbetrieb der EEG-Anlagen nach dem Förderende nicht werden. Im Bereich der Biomasse etwa dürfte es in den wenigsten Fällen gelingen, die Aufwendungen für den Anlagenbetrieb ausschließlich aus den Markterlösen erwirtschaften zu können. Das Bild ist aber facettenreich. Für viele Anwendungsfälle gibt es bereits Lösungen und die Energiebranche wendet sich den betroffenen Anlagenbetreibern mit einer wachsenden Zahl von Post-EEG-Services zu.

EUWID Neue Energie stellt das Thema in den Mittelpunkt der Berichterstattung. Im Dossier  „Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderung?“ werden die Ergebnisse der Recherchen strukturiert aufbereitet. Wer ist betroffen? Welche Konzepte bieten Lösungsansätze? Welche Dienstleister am Markt können adressiert werden? Das Dossier wird von EUWID als digitales Produkt im Einzelverkauf (ohne Aboverpflichtung) zur Verfügung gestellt.

Die folgenden neun Zitate werfen ein Schlaglicht auf die vielschichtige Post-EEG-Phase:

 

1Andere Rahmenbedingungen erforderlich

Bildquelle: BEE / Laurence Chaperon

Die Erneuerbare-Energie-Anlagen, die nun sukzessive nach 20 Jahren das Ende der EEG-Förderung erreichen, werden für die erfolgreiche Weiterführung der Energiewende und zur Erreichung der Klimaschutzziele dringend benötigt. Für einen erfolgreichen und guten Weiterbetrieb der Anlagen sind aber andere Rahmenbedingungen erforderlich als derzeit vorhanden.
– Simone Peter, Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE)

2Biogasanlagenpark bedroht

Unter den aktuellen Voraussetzungen und dem unklaren politischen Kurs wird sich der Biogasanlagen-Park in Deutschland nicht erhalten lassen
– Horst Seide, Fachverband Biogas

3Altholz: Geförderte Anlagen konkurrieren mit nicht geförderten Anlagen

Zwischen 2020 und 2026 läuft die EEG-Förderung für Altholzkraftwerke aus. Durch diesen zeitversetzten Ausstieg kommt es zu der Situation, dass geförderte gegen nicht mehr geförderte Kraftwerke konkurrieren
– Dieter Uffmann, Bundesverband der Altholzaufbereiter und –verwerter (BAV)

4Perspektiven: Ohne Bestand sind Ziele nicht erreichbar

Niemand kann sich auf dem Weg zu 65 Prozent Erneuerbare Energien bis 2030 einen Einbruch der installierten Kapazität leisten
– Hermann Albers, Bundesverband Windenergie (BWE)

5Relevante Anreize im Windbereich

Insgesamt bestehen aus Betreibersicht auch nach 2020 relevante Anreize, ihre Windenergieanlage über die Entwurfslebensdauer hinaus zu betreiben 
– Deutsche Windguard / BWE

6Gegenwärtig kein Anspruch auf Vergütung mit Monatsmarktwert

Nach gegenwärtiger Rechtslage besteht jedenfalls nach dem EEG kein Anspruch darauf, dass der Netzbetreiber nach Ablauf des Förderzeitraums den eingespeisten Strom mit dem Monatsmarktwert vergütet
– Clearingstelle EEG/KWKG
Lumenaza-CEO Christian Chudoba
Christian Chudoba (Bildquelle: Lumenaza)

7Zwei Jahre sind nicht lang

Für 18.800 Solar-, 5.400 Windkraft- sowie 2.200 Wasserkraftanlagen gehen 20 Jahre der gesetzlich garantierten Förderung zu Ende. Es dauert natürlich noch zwei Jahre, bis die Förderung ausläuft, jedoch ist dies aus unserer Sicht genau der Zeitraum, der nötig ist, um die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen.
– Christian Chudoba, Lumenaza

8Energiespeicher: Rahmen anpassen

Spätestens in der Post-EEG-Ära und unter dem Credo der Digitalisierung muss erkannt werden, dass in Zeiten der Digitalisierung und der Möglichkeit der messtechnischen Separierung von ‚grünem’ und ‚grauen’ Strom das EEG-Ausschließlichkeitsprinzip nicht mehr zeitgemäß ist
– Bundesverband Energiespeicher (BVES)

9PPA mit großem Post-EEG-Potenzial

Aus unserer Sicht bieten PPAs im Vergleich zu anderen Post-EEG-Optionen derzeit die größten Potenziale. PPAs werden sich in den nächsten Jahren zunehmend als standardisierte Produkte durchsetzen. Sie bieten durch ihre unterschiedlichen Typen und flexible Gestaltungsmöglichkeiten zudem eine ideale Vermarktungsoption, um recht individuelle Vertrags- und Vergütungslösungen für jede Art von Erneuerbare Energien-Anlage zu finden
– Maximilian Uibeleisen, Simon Groneberg, Ashurst LLP

10Post-EEG-Infopaket: Print + Digital – Alles, was Sie wissen müssen

Post-EEG-Anlagen: Report + Dossier im Einzelverkauf
Wissensvorsprung in der Post-EEG-Phase
EUWID bietet einen neuen Informationsservice an. Die Inhalte des EUWID-Dossiers zur Post-EEG-Phase können ab sofort ohne Abo-Verpflichtung im Einzelverkauf erworben werden. Das entsprechende Paket besteht aus dem digitalen Vollzugriff auf alle Berichte (und spätere Aktualisierungen) im Dossier für einen Zeitraum von einem Jahr und der Printausgabe des EUWID-Reports: „Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderung?“, der Ende 2018 erschienen ist. Weitere Informationen zum Post-EEG-Paket finden Sie hier.

 

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