Positive Zwischenbilanz für TerraNova Ultra Verfahren zur Klärschlammbehandlung

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TerraNova Ultra Anlage Jining
Quelle: TerraNova Energy

Nach über einem Jahr Betriebserfahrung in der chinesischen Millionenstadt Jining hat das Düsseldorfer Unternehmen TerraNova Energy GmbH eine positive Zwischenbilanz für sein „TerraNova Ultra Verfahren“ zur Klärschlammbehandlung gezogen. Die Anlage in Jining in der ostchinesischen Provinz Shandong, die jährlich ca. 14.000 Tonnen mechanisch entwässerten Klärschlamm durch Hydrothermale Karbonisierung (HTC) verwertet, konnte die Vorteilhaftigkeit gegenüber klassischen Trocknungsverfahren im Dauerbetrieb belegen, teilte TerraNova Energy mit. Es würden 80 Prozent weniger Energie benötigt und damit pro Jahr etwa 7,5 Mio. kWh Primärenergie eingespart.

Bei der HTC wird der Klärschlamm bei einer Temperatur von ca. 200 Grad und einem Druck von 20 bis 35 bar unter Luftabschluss und Zugabe eines Katalysators innerhalb von wenigen Stunden „karbonisiert“, also zu einem braunkohleartigen Brennstoff verwandelt. Dieser Brennstoff enthält im Vergleich zum Klärschlamm kaum noch Wasser und kann deshalb aufgrund seines hohen Energiegehalts zur Energieerzeugung in Braunkohlekraftwerken oder zur Verringerung des Energiebedarfs in Zementwerken oder Müllverbrennungsanlagen verfeuert werden.

Das abgetrennte Schlammwasser produziert zusätzliches Faulgas und kann zur Phosphorrückgewinnung genutzt werden. Das dadurch zurückgewonnene Phosphorprodukt entspreche den Vorgaben der neuen Klärschlammverordnung sowie den geplanten Qualitätskriterien der Neufassung der europäischen Düngemittelverordnung.

Das Projekt treffe in China auf großes Interesse, berichtet das Unternehmen. Eine Expertenkommission der Stadt Peking habe das TerraNova Ultra Verfahren in ihren Maßnahmenkatalog zur Energie- und CO2-Emissionseinsparung als fortschrittliche Technologie aufgenommen. In einer aktuellen Studie des Schweizer Ingenieurbüros Holinger AG, die im Auftrag der Shandong- Provinzhauptstadt Jinan durchgeführt wurde, werde zudem das Verfahren zur zukünftigen Klärschlammbehandlung für drei Millionen Einwohner empfohlen.

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