Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung von Iberdrola sprach Ignacio Galán, CEO von Iberdrola, erstmalig zu einem leeren Plenum im Torre Iberdrola. Mehr als 600.000 Aktionäre nahmen dafür via Videoschaltung an der Versammlung teil. Thematisch stand die Rede von Galán ebenfalls ganz im Zeichen der Corona-Pandemie.

Um der aktuell schwierigen Situation in der Wirtschaft entgegenzutreten kündigt Galán an, die geplanten Investitionen des Unternehmens zu beschleunigen. Konkret bedeute dies, dass mindestens die Hälfte der derzeit im Bau befindlichen 9.000 MW neuer Kapazität noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden soll. Weltweite arbeitet Iberdrola an 30 Solaranlagen, 50 Onshore-Windparks und neuen Offshore-Windparks wie Saint Brieuc in Frankreich, Baltic Eaglein Deutschland und Vineyard in den USA.

5.000 Neueinstellungen geplant

Der Investitionsrekord des vergangenen Jahres soll dabei mit einer Investitionssumme von mehr als 10 Mrd. € gebrochen werden. Investiert werde dabei sowohl in die gesamte Lieferkette von Iberdrola, als auch in neue Mitarbeiter. 5.000 Neueinstellungen soll es im Jahr 2020 geben, wobei ein Teil davon auch auf Iberdrola in Deutschland entfällt.

In den letzten Tagen seien zudem Bestellungen in Höhe von über 3,8 Mrd. € für Tausende von Lieferanten vorgezogen worden, berichtet Iberdrola. Die laufenden Einkäufe für Lieferungen bis 2023 beliefen sich auf mehr als 20 Mrd. €.

„Lokomotive der Wirtschaft“

„Iberdrola ist bereit, seine Rolle als Lokomotive der Wirtschaft zu übernehmen, sobald wir die gegenwärtige Situation überwunden haben. Unsere Aktivitäten werden sich auch sehr deutlich auf die öffentlichen Finanzen auswirken und allen Bürgern der Länder, in denen wir präsent sind, zu Gute kommen“, sagt Galán zu den Vorhaben. Allein im Jahr 2019 habe sich der Steuerbeitrag von Iberdrola auf 14 Mrd. € belaufen.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung präsentierte Galán auch die Ergebnisse aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2019. Iberdrola erzielte einen Nettogewinn von 3,4 Mrd. € (+13 Prozent gegenüber 2018). Diese positive Entwicklung führt der Konzern vor allem auf die Rekordinvestitionen von 8,16 Mrd. € in 2019 zurück (+32 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Das Ebitda erreichte 10,1 Mrd. €, was einem Anstieg von 8,1 Prozent gegenüber 2018 entspricht. Der Cashflow stieg um 10 Prozent auf 8,06 Mrd. €.     

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