PNE Wind AG will Geschäftsmodell erweitern und arbeitet an Senkung der Projektkosten

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Die PNE Wind AG arbeitet neben den geplanten Investitionen in die Erweiterung ihres Geschäftsmodells derzeit intensiv an einer Senkung der Projektkosten. Wie der Vorstandsvorsitzende des Windpark-Projektierers, Markus Lesser, anlässlich der Vorstellung der Finanzkennzahlen der ersten drei Monate 2017 erklärte, verliefen die ersten Gespräche unter anderem mit Herstellern von Windenergieanlagen vielversprechend. „Wir erwarten in diesem Punkt Fortschritte und sehen unsere Unternehmensgruppe insgesamt positiv aufgestellt. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir unsere Konzern-EBIT-Prognose für 2017 von 0 bis 15 Mio. €“, so Lesser.

Die Eckpfeiler der zukünftigen Wachstumsstrategie hat das Management unterdessen weiter konkretisiert. So plane die Unternehmensführung bis 2019/2020 den Aufbau eines europäischen Windparkportfolios mit einer Nennleistung von über 200 MW. Die dafür vorgesehenen Projekte befinden sich überwiegend in Deutschland und Frankreich. Dadurch könnte das Unternehmen zukünftig auch an den stetigen Erträgen aus dem Stromverkauf der laufenden Windparks partizipieren, heißt es in einer Mitteilung des Windenergie-Projektierers.

Das Unternehmen sichere sich zusätzlich zu dem margenträchtigen Projektierungsgeschäft eine weitere, stabile Einkommensbasis. Perspektivisches Ziel sei es, die Erlöse zu verstetigen. Neben einem verstärkten Eigenbetrieb strebe PNE WIND eine Ausweitung des Dienstleistungsangebots an. Mit einem hohen Liquiditätsbestand von 146,8 Mio. € zum Ende des 1. Quartals stünden dem Management ausreichend Mittel zur Finanzierung dieser Maßnahmen zur Verfügung.

Wichtige Erfolge im Offshore-Windenergie-Bereich

PNE WIND sei gut in das neue Jahr gestartet. Insbesondere im Offshore-Bereich seien im 1. Quartal 2017 wichtige Erfolge erzielt werden. Neben dem Verkauf des Projekts „Atlantis 1“ an den schwedischen Energiekonzern Vattenfall hat der von PNE WIND entwickelte Offshore-Windpark „Gode Wind 3“ als einer von nur vier Offshore-Windparks bei der ersten deutschen Ausschreibung für Windparks auf See einen Zuschlag erhalten.

Zuschlag für Gode Wind 3

PNE WIND bewertet das Jahr 2017 als ein Übergangsjahr, so Lesser: „Wir wollen in den kommenden Monaten umfangreiche Investitionen tätigen, um den Grundstein für eine nachhaltig positive Entwicklung zu legen.“ Doch auch an Land laufe das Geschäft. Derzeit baue PNE WIND Windparks mit 91 MW Nennleistung. In Deutschland befinden sich davon zum Ende des ersten Quartals bereits Windparks an Land mit 59 MW Nennleistung in Bau. In Frankreich werden Windparks mit rund 32 MW Nennleistungen für den international renommierten Investor John Laing Investments errichtet, heißt es. Insgesamt erzielte die PNE WIND Gruppe in den ersten drei Monaten 2017 Umsatzerlöse in Höhe von 20,4 (im Vorjahr: 11,9) Mio. €, eine Gesamtleistung von 24,6 (21,1) Mio. € sowie ein Betriebsergebnis (EBIT) von 0,3 (0,2) Mio. €.

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