Photovoltaik-Ausschreibungen: Weiter hohe Realisierungsraten

278
Solarpark (Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Hofkirchen-Edlham in Niederbayern im Landkreis Passau.
Symbolbild Solarpark (Quelle: Eberhard - stock.adobe.com)

Auch die in der fünften Runde der Photovoltaik-Freiflächenausschreibungen erteilten Zuschläge sind ganz überwiegend realisiert worden. Das gab die Bundesnetzagentur jetzt bekannt. Demnach sind die Zuschläge der vor zwei Jahren durchgeführten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächen zu 96,31 Prozent umgesetzt worden. Die geförderten Anlagen wurden bereits in Betrieb genommen.

Nur ein Zuschlag sei überhaupt nicht realisiert worden, heißt es bei der Netzbehörde. „Trotz sinkender Zuschlagswerte bleiben die Realisierungsraten konstant auf sehr hohem Niveau“, betont Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Zum Gebotstermin am 1. August 2016 wurden 125 MW ausgeschrieben, für 118 MW bezuschlagter Gebote wurde die Zweitsicherheit geleistet. Die Zweitsicherheiten dienten dabei als Pfand für die Realisierung der Anlage.

25 Förderberechtigungen mit einer Leistung von 109,5 MW ausgestellt

Die 22 Zuschläge hatten einen durchschnittlichen Zuschlagswert von 7,25 ct/kWh. Für die Zuschläge wurden 25 Förderberechtigungen mit einer Leistung von 109,5 MW ausgestellt. Die Bieter hatten bis zum 18. August 2018 Zeit, ihre Anlagen in Betrieb zu nehmen und eine Zahlungsberechtigung bei der Bundesnetzagentur zu beantragen. Mit dieser Berechtigung erhalten die Anlagenbetreiber von den Netzbetreibern Zahlungen.

Lediglich bei zwei Zuschlägen mussten Strafzahlungen erhoben werden, da ihre Zuschlagsmengen unter 95 Prozent realisiert wurden. Die Strafzahlung werden dem EEG-Konto gutgeschrieben wird, sie betragen 45 € pro kW bezuschlagter Gebotsmenge.

Realisierungsraten trotz deutlich sinkender Zuschlagspreise hoch

Die Bundesnetzagentur hat in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt sechs Ausschreibungen ausschließlich für Photovoltaik-Freiflächenanlagen durchgeführt. Bislang wurde jede Ausschreibungsrunde bis zum Ablauf der zweijährigen Realisierungsfrist zu mindestens 89,9 Prozent umgesetzt – zwei Runden wurden zu über 99 Prozent umgesetzt.

Das hohe Wettbewerbsniveau der Freiflächen-Ausschreibungsrunden habe sich in den Solarausschreibung der Jahre 2017 und 2018 fortgesetzt, so die BNetzA weiter. Die Zuschlagspreise sanken von 9,17 ct/kWh in der ersten Runde bis zu aktuell 4,59 ct/kWh in der Runde zum Gebotstermin 1. Juni 2018.

PV-Modulpreise: Branche rechnet nach Entscheidung aus Brüssel mit Preisverfall

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein