Phoenix Solar meldet Insolvenz an

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Das Photovoltaik-Systemhaus Phoenix Solar mit Sitz im bayerischen Sulzemoos wird in der kommenden Woche beim Amtsgericht München die Insolvenz anmelden. Das gab das Unternehmen am frühen Nachmittag im Rahmen einer Adhoc-Mitteilung bekannt.

Als Grund gibt Phoenix Solar an, dass ein US-Kunde Akkreditive für ein Projekt gezogen hat. Daraus ergibt sich ein Erstattungsanspruch von 8 Mio. US-Dollar. Das Ziehen eines Akkreditivs zieht die unmittelbare Zahlungsverpflichtung einer Bank in diesem Falle gegenüber dem US-Kunden von Phoenix Solar nach sich. Mit den Erstattungsanspruch richten sich die ausstellenden Banken an Phoenix Solar. “Dies übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der Phoenix Solar AG, führt daher zu einer Zahlungsunfähigkeit und zwingt den Vorstand, Insolvenz anzumelden.”

Unternehmensführung erfolglos beim Versuch, mit Kunden und Banken zu einer Lösung zu kommen

Versuche der Unternehmensführung, mit dem US-Kunden und dem Bankenkonsortium in Deutschland zu einer Lösung zu kommen, seien erfolglos geblieben.

Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit wiederholt darauf verwiesen, dass es im internationalen Projektgeschäft immer wieder zu Umsatzverschiebungen kommt. Im August hatte das Unternehmen die Umsatz- und Ergebnisprognose für 2018 revidiert. Erwartet wurden Erlöse in einer Spanne von 140 bis 170 Mio. € und damit 20 Mio. € unterhalb des ursprünglich anvisierten Korridors. Auf der Ergebnisseite hatte Phoenix Solar ein EBIT zwischen -2,0 und +1,0 Mio. € in Aussicht gestellt. Zuvor hatte man ein Plus zwischen ein und drei Mio. € erwartet.

Phoenix Solar entwickelt, plant, baut und übernimmt die Betriebsführung von Photovoltaik-Großkraftwerken.  Mit Tochtergesellschaften auf drei Kontinenten hat der EPC-Dienstleister seit seiner Gründung eigenen Angaben zufolge Anlagen mit einer Gesamtleistung von 800 MWp geplant und schlüsselfertig errichtet.

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