Onshore-Windenergie-Ausschreibungen: BWE sieht ausreichend Wettbewerb

1623

Im Mai starten die ersten Ausschreibungen für Onshore-Windkraftausschreibungen und die Spannung steigt langsam. Bislang konnten sich Projektierer und Anlagenhersteller wie Nordex, GE, Vestas oder Enercon sicher sein, dass die geplanten Projekte bei Genehmigung auch realisiert werden. Künftig ist aber der Zuschlag in den Ausschreibungen dafür erforderlich – und wer leer ausgeht, der bleibt gegebenenfalls auf hohen Planungskosten sitzen.

Für die erste Ausschreibungsrunde sind die Chancen auf einen Zuschlag nicht allzu schlecht. Das zeigen die jetzt von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Genehmigungszahlen. Nach Angaben der Netzbehörde sind im Januar 2017 insgesamt 20,5 MW Genehmigungen für Onshore-Windkraft-Projekte erteilt und gemeldet worden. Im Zeitraum 1. Februar bis 10. April wurden Genehmigungen für weitere 153 Projekte mit einer Gesamtleistung von 495 MW gemeldet, von denen zwei MW auf Pilotwindanlagen entfallen.

Mindestens 988,5 MW Leistung bewerben sich für erste Ausschreibungsrunde

Eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz bis zum 10. April 2017 ist die Voraussetzung dafür. dass die entsprechenden Projekte an der ersten Ausschreibungsrunde Wind an Land teilnehmen können – soweit es sich nicht um Bürgerenergiegesellschaften handelt, für die eine Genehmigung nach den Regelungen des EEG 2017 für die Teilnahme an den Ausschreibungen nicht erforderlich ist, um die Risiken für solche Vorhaben zu beschränken. Wie der Bundesverband Windenergie (BWE) ausführt, stehen damit bei Berücksichtigung der etwa 475 MW, die bis zum 28. Februar 2017 gegenüber der Bundesnetzagentur für Ausschreibungen optiert hatten, mindestens 988,5 MW für die erste Ausschreibungsrunde Wind an Land bereit. Nicht klar ist, wie viele Projekte sich unter Nutzung der Sonderregelungen für Bürgerenergiegesellschaften um einen Zuschlag bewerben.

BWE: Branche geschult, um formale Fehler bei Teilnahme an Ausschreibung zu verhindern

„Für die erste Ausschreibungsrunde steht ein ausreichend hohes Volumen für eine wettbewerbliche Ermittlung der Vergütung bereit“, sagt Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie. Angesichts der langen Planungszeiten bei der Windenergie an Land von durchschnittlich fünf Jahren und den damit verbundenen hohen Vorlaufkosten würden alle Projektträger versuchen einen Zuschlag zu erzielen, um anschließend die Projekte zügig umsetzen zu können. Der BWE bereite die Branche seit Monaten auf das Ausschreibungssystem vor. Dabei konzentrierte sich der Verband vor allem auf formale Fragestellungen rund um die Gebotsabgabe. Verhindert werden soll, dass Akteure wegen formaler Fehler aus dem Verfahren ausgeschlossen werden.

Lesen Sie auch:

Ausschreibungen im EEG: Wie lässt sich die Systemdienlichkeit der Erneuerbaren integrieren?

Onshore-Windenergie: Startschuss für erste Ausschreibungsrunde nach dem EEG 2017

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein