OMV und Verbund errichten größte PV-Anlage Österreichs

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V.l.n.r.: Wolfgang Anzengruber (Vorstandsvorsitzender Verbund), Elisabeth Köstinger (Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen & Tourismus), Rainer Seele (Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der OMV), Stephan Pernkopf (Landeshauptfrau-Stellvertreter) Bildquelle: OMV AG

Zwei Energiekonzerne in Österreich errichten gemeinsam die größte Photovoltaikanlage in Österreich. Die Anlage wird auf einem Areal des Öl- und Gaskonzerns OMV in Schönkirchen-Reyersdorf errichtet. Partner von OMV ist die Verbund-Gruppe. Die Solaranlage wird in einer ersten Bauphase eine Größe von 11,4 MWp erreichen. Die 34.600 PV-Module werden Ost-West Ausrichtung aufgestellt und sollen eine Stromproduktion von 10,96 GWh Sonnenstrom erreichen, teilten die beiden Konzerne mit. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende November 2020 geplant.

In der Endausbaustufe wird die Anlage um weitere 10.400 PV-Module ergänzt, berichten OMV und Verbund. Damit steigt die Gesamtleistung auf 14,85 MWp bei einer Erzeugung von 14,25 GWh. „Der Ausbau von Photovoltaik in Österreich ist für die Erreichung der österreichischen erneuerbaren Stromziele zentral“, betonte die österreichische Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. „Es freut mich ganz besonders, dass OMV und Verbund gemeinsam die größte PV-Anlage Österreichs errichten und damit auch ihre Bergbau-Aktivitäten in der Region mit grünem Strom versorgen.“

Quelle: OMV AG

Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender von Verbund, erinnerte daran, dass die Stromerzeugung in Österreich 2030 bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll. Mit 131 Wasserkraftwerken sei man bereits Österreichs größter Stromerzeuger. Man wolle künftig auch bei den „neuen erneuerbaren Energien“ deutlich wachsen.

Die Umsetzung des Projektes stärke die strategische Zusammenarbeit von OMV und Verbund. Seit 2017 arbeiten beide Unternehmen zusammen, als OMV einen 40-prozentigen Anteil am E-Mobility Provider Smatrics erworben hat, an dem auch Verbund 40 Prozent hält. Die übrigen 20 Prozent gehören Siemens. Gemeinsam habe man die Raffineriestandorte in Österreich und Deutschland zur Erhöhung der Versorgungsqualität und -sicherheit evaluiert, heißt es bei OMV und Verbund. Im Bereich grüner Wasserstoff arbeiten die beiden Unternehmen im Projekt UpHy zusammen, in dem es um die Herstellung von Wasserstoff für die Anwendung in der Mobilität und im Raffinerie-Prozess geht.

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