Die Bioenergie hat es im aktuellen politischen Umfeld nicht leicht – und manches Urteil über den Sektor wird vorschnell gefällt. Aus dem Auge verliert der ein oder andere Kommentator, welche Rolle die Bioenergie für die Energiewende schon heute spielt.

41 Tage könnte die EU sich mit dem Beitrag der Bioenergie versorgen, hat der europäische Biomasseverband Aebiom errechnet. Gleichzeitig nehmen dem jetzt vorgelegten Statistischen Bericht von Aebiom zufolge Waldflächen und Bewuchs in der EU zu.

Großteil der Bioenergieanlagen Kleinanlagen – Großteil der Biomasse wird aber in großen Anlagen energetisch genutzt

Die jetzt erschienene Ausgabe von EUWID Neue Energie stellt die Erkenntnisse von Aebiom auf dem Titel und in einem Sonderbereich vor. Die Analysen der Bioenergiebranche zeigen auch, dass es eine große Zahl kleinerer Anlagen zur energetischen Nutzung der (festen) Biomasse gibt – auch wenn ein großer Teil der eingesetzten Brennstoffe in Großanlagen mit einer Leistung von 20 MW und mehr verbrannt wird.

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Ausgabe 43/2017 von EUWID Neue Energie ist am 25. Oktober erschienen.

Ob die Stadtwerke Berlin in die Bioenergie investieren wollen, war Teil einer Frage, die wir dem Chef der Berliner Stadtwerke, Andreas Irmer, gestellt haben. Das Thema sei noch offen, sagt Irmer. Aber wenn man es angehe, dann nur mit erfahrenen kommunalen Partnern, wofür im vorliegenden Fall die Berliner Wasserbetriebe oder die Berliner Stadtreinigung in Frage kämen. Das gesamte Interview zu den Investitionsplänen des Berliner Versorgers lesen Sie hier.

“Technologieoffene” Wärmewende bietet auch der Bioenergie Chancen im Gebäudebereich

Welche Perspektiven sich für die Bioenergie im Gebäudesektor stellen, das ist auch eine Frage der Ausgestaltung der Sektorkopplung. Eine aktuelle Studie der dena und weiterer Partner macht sich jetzt für eine „technologieoffene“ Lösung stark, in der nicht allein auf Elektrizität gesetzt werde. Was unterschiedliche technologische Pfade für die Kosten der Wärmewende bedeuten würden, können Kunden von EUWID Neue Energie hier nachlesen.

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Die Energiewende in strukturierter Form: Alle Themen von EUWID Neue Energie 43/2017 im Überblick

EUWID Neue Energie bietet jede Woche die entscheidenden Entwicklungen rund um die Energiewende aus ökonomischem Blickwinkel. In Ausgabe 43/2017 wollen wir Ihnen diese Themen besonders ans Herz legen:

1. Kleine Anlagen zur energetischen Nutzung fester Biomasse überwiegen

Entgegen der landläufigen Meinung sinkt durch die Nutzung von fester Biomasse weder der Waldbestand in der EU, noch handelt es sich überwiegend um Großfeuerungsanlagen. Das zeigt der Aebiom-Jahresbericht 2017.

2. EUWID-Interview Berliner Stadtwerke: „Ja, natürlich sprechen wir mit Start ups“

Die Berliner Stadtwerke haben in den kommenden Jahren viel vor und wollen bis 2023 insgesamt 230 Mio. € investieren. Wir haben uns mit Stadtwerke-Chef Andreas Irmer über die Pläne des Versorgers unterhalten.

3. „Für Energiewende im Gebäudesektor sind Pfade technologieoffen zu gestalten“

Mit „erstmals realistischen Pfaden für eine marktwirtschaftliche Energiewende im Gebäudebereich“ soll eine neue Gebäudestudie der dena einen Beitrag für die politische Debatte leisten. Wir stellen das Papier vor.

4. Intelligentes Lademanagement von E-Autos kann Lastspitzen spürbar glätten

Bereits heute ist absehbar, dass es Möglichkeiten gibt, die Lasten aus dem E-Mobilitätsbereich fein zu steuern. Einen Beleg dafür bietet das Forschungsprojekt ePlanB, dessen Endbericht jetzt vorliegt.

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