Ein gewisses Déjà-vu-Gefühl kann Beobachter im Bereich der Offshore-Windenergie schon heute erfassen: Eine Technologie ist in einer frühen Entwicklungsphase teuer, sehr teuer, und nicht wenige Skeptiker zweifeln an ihren Potenzialen für die Energiewende. Dann kommt die Technologie ins Rollen, die Kosten sinken dramatisch – und gerade, wenn sie ihre Vorteile im Zuge der Dekarbonisierung der Energiesysteme voll ausspielen könnte, stockt es plötzlich.

So oder so ähnlich ist die Geschichte im Bereich der Photovoltaik verlaufen, zuletzt auch im Bereich der Windenergie an Land. Die Ursachen sind durchaus vielschichtig, eine wichtige Rolle spielt aber in allen Fällen eine unzureichende oder zumindest ungeeignete Flankierung des Ausbaus durch die Politik. Wie es mit der Offshore-Energie weitergeht und welche eindringlichen Warnungen die Branche in Richtung der Politik äußert, damit befasst sich der Titelbereich der jetzt erschienenen Ausgabe 5.2020 von EUWID Neue Energie.

„Die Offshore-Windindustrie braucht klare Ausbauziele für die Zeit nach 2030“, heißt es aus der Branche. „Jeder weitere Zeitverlust führt zu zusätzlichen Arbeitsplatzverlusten.“ Und diese Arbeitsplätze liegen keineswegs nur an der Küste, wie eine aktuelle Analyse zeigt: Jobmotor in Sachen Offshore-Wind ist Baden-Württemberg.

Auf der einen Seite stockt der Ausbau der Erneuerbaren, auf der anderen droht der Abbau bestehender Anlagen. In Sachen Post-EEG wächst der Zeitdruck. Der Solarenergie-Förderverein (SFV) hat jetzt eine Petition gestartet, um den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Was sich Grüner-Strom-Label-Geschäftsführer Daniel Craffonara von der Regierung wünscht, lesen Sie im EUWID-Interview.

(Nachweis für Beitragsbild: benoitgrasser – stock.adobe.com)

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