Für den Offshore-Windpark Triton Knoll hat die innogy SE mit Ørsted einen Stromlieferungsvertrag (Power Purchase Agreement – PPA) über 15 Jahre unterzeichnet, in dessen Rahmen das Unternehmen 100 Prozent des vom Windpark Triton Knoll erzeugten Stroms abnehmen wird. Der PPA ergänzt die Förderung, die Triton Knoll im Rahmen des „Contract for Difference“ erhält, indem Marktpreisrisiken während der ersten 15 Betriebsjahre des Windparks minimiert werden.

Ferner gab innogy bekannt, dass der Financial Close für das Offshore-Windprojekt Triton Knoll erreicht und die erforderliche Projektfinanzierung gesichert wurde. Das geplante Investitionsvolumen beträgt rund zwei Mrd. britische Pfund (2,22 Mrd. €). Damit seien für das Offshore-Windprojekt alle Weichen gestellt, um im September mit dem Bau des landseitigen Netzanschlusses zu beginnen, so innogy.

Ein Konsortium aus 15 internationalen Banken stelle eine Finanzierung in Höhe von rund 1,75 Mrd. britische Pfund (1,94 Mrd. €) bereit, um die Realisierung des Offshore-Windparks 20 Meilen vor der Küste von Lincolnshire mit einer geplanten Kapazität von 860 MW zu sichern.

Japanische Energieversorger werden Partner des Offshore-Windparks

Mitte August hatte innogy bestätigt, dass sie das Projekt Triton Knoll mit zwei neuen Partnern vorantreiben will. Die neuen Gesellschafter werden J-Power (25 Prozent) und Kansai Electric Power Co., Inc. (16 Prozent). Die Mehrheitsbeteiligung (59 Prozent) bleibt bei innogy. innogy wird sowohl Bau als auch Betrieb und Instandhaltung des Windparks im Namen der Projektpartner steuern.

Turbinenliefervertrag mit MHI Vestas über 860 MW geschlossen

In Vorbereitung auf die Bauphase seien nun alle Verträge mit Hauptlieferanten geschlossen worden. Die Hauptlieferanten sind: MHI Vestas, 3SF (Sif Netherlands B.V. und Smulders Projects Belgium N.V), NKT und Boskalis Subsea Cables and Flexibles (vorher VBMS), GeoSea, J Murphy & Sons, Siemens Transmission and Distribution, Seaway Heavy Lifting. Das Herzstück des Windparks sollen 90 Windenergieanlagen vom Typ V164 der Firma MHI Vestas werden. Die Turbinen haben eine installierte Leistung von je 9,5 MW.

Der Turbinenliefervertrag sehe vor, dass MHI Vestas die vollständige Vormontage der Turbinen im britischen Hafen Teesside durchführen wird. Allein die im Hafen anfallenden Arbeiten können nach innogy-Angaben mehr als 100 überwiegend regionale Arbeitsplätze stützen und neue Investitionen in die Hafenanlage in einer Größenordnung von bis zu 16 Mio. britische Pfund (17,76 Mio. €) sichern.

Bau des landseitigen Netzanschlusses beginnt in Kürze

Die vorbereitenden Arbeiten zur Bereitstellung des landseitigen Netzanschlusses seien bereits angelaufen. Dazu zählten die Verlegung einer 57 Kilometer langen unterirdischen Kabeltrasse, die Errichtung von Anlandungsinfrastruktur sowie die Konstruktion einer neuen Onshore-Umspannanlage bei Bicker Fen in Lincolnshire. Die eigentliche Bauphase soll im September beginnen. Die Errichtung der Windkraftanlagen startet voraussichtlich Ende 2019 / Anfang 2020. Nach aktueller Planung soll im Jahr 2021 mit der Inbetriebnahme des Windparks begonnen werden.

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