Österreich: Großes Potenzial bei Stroh, Klärschlamm, Biomüll und Holz

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Symbolbild Bioabfall
Quelle: eyetronic/Fotolia

In Österreich könnten biogene Abfälle und Nebenprodukte mengenmäßig erdölbasierte Stoffe um das 2,4-fache ersetzen. Das ergab eine Studie, die von alchemia-nova, ÖGUT, scenario editor und der Universität für Bodenkultur Wien im Projekt „ABC – Austrian BioCycles“ durchgeführt wurde. Bei einer Herstellung dieser Produktmengen aus primärer Biomasse wären dafür rund 2 Mio. ha Ackerland nötig – was der 1,5-fachen Agrarfläche Österreichs entspricht.

Im Rahmen des Projekts haben die Forschungspartner das gesamte Verwertungsspektrum biogener Stoffströme innerhalb etablierter Bioraffinerie-Konzepte betrachtet und die thermische Verwertung von Biomasse erst als letzter Schritt nach einer Nutzungskaskade berücksichtigt. Eine reale Verfügbarkeit sehen die befragten Experten und die erhobenen Daten vor allem bei Stroh, Abwasser bzw. Klärschlamm, Biomüll und Gülle. Die enormen Material-Mengen in der österreichischen Holzwirtschaft zeigten auch hier ein großes Potenzial, das aber vor allem mit der direkten Biomasse-Verbrennung in Konkurrenz stehe.

Der Endbericht steht unter https://nachhaltigwirtschaften.at/resources/nw_pdf/schriftenreihe/schriftenreihe-2020-13-austrian-biocycles.pdf zur Verfügung.

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