Ökostromanteil am Stromverbrauch ist in letzten fünf Jahren um fast 13 Prozent gewachsen

ZSW und BDEW: Erneuerbaren-Anteil liegt 2017 bei über 36 Prozent

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Offshore-Windpark
Quelle: benoitgrasser - stock.adobe.com

„Der Ökostromanteil am Stromverbrauch ist in den vergangenen fünf Jahren um fast 13 Prozentpunkte gewachsen. In den vergangenen 15 Jahren beträgt der Zuwachs sogar 28 Prozentpunkte. Das ist in der Tat eine Erfolgsgeschichte”, erklärte Prof. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), das zusammen mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vorläufige Erneuerbaren-Zahlen für 2017 vorgelegt hat.

„Hinzu kommt, dass die aktuelle dynamische Entwicklung keine Erhöhung der EEG-Umlage zur Folge hatte – diese konnte für 2018 sogar leicht gesenkt werden. Jetzt sollte die Politik die Rahmenbedingungen so gestalten, dass auch die nächsten Ausbauziele erreicht werden”, so Staiß weiter. Das gelte insbesondere für die beiden anderen Sektoren Wärme und Mobilität. Dort stagniere der Anteil erneuerbarer Energien seit Jahren bei sechs Prozent (Verkehr) und 13 Prozent (Wärme).

Zum Jahresende fast 217 Mrd. kWh Ökostrom erzeugt

Die erneuerbaren Energien machen nach Einschätzung von ZSW und BDEW 2017 voraussichtlich über 36 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland aus. Demnach wurden zum Jahresende fast 217 Mrd. kWh Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt. Das wäre ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr: 2016 lag der Anteil der erneuerbaren Energien mit 188 Mrd. kWh noch bei 31,6 Prozent des Bruttostromverbrauchs.

Größter Anstieg bei Stromerzeugung aus Windkraft offshore

Prozentual gesehen verzeichnet die Stromerzeugung aus Windkraft offshore den größten Anstieg, heißt es. Sie steigt voraussichtlich um 49 Prozent auf gut 18 Mrd. kWh (2016: 12,3 Mrd. kWh). Nachdem die Stromerzeugung aus Wind onshore 2016 einen leichten Rückgang verzeichnete, legt sie 2017 voraussichtlich um 21 Mrd. kWh zu und erreicht gut 87 Mrd. kWh – das entspricht einem Anstieg von über 31 Prozent (2016: 66,3 Mrd. kWh).

Onshore-Windenergie bleibt stärkste Erneuerbaren-Quelle

Mit einem Anteil von über 40 Prozent an der Stromerzeugung aus Erneuerbaren bleibt die Windenergie an Land weiterhin mit Abstand die stärkste Erneuerbaren-Quelle. Auf Platz 2 und 3 folgen Biomasse mit fast 24 Prozent (davon fast 3 Prozent biogener Anteil im Abfall) und Photovoltaik mit über 18 Prozent. 

Nach Einschätzung von ZSW und BDEW ist die Stromerzeugung auf Basis von Photovoltaik im Jahr 2017 um über vier Prozent auf fast 40 Mrd. kWh (2016: 38,1 Mrd. KWh) gestiegen. Zudem wurden mittels Biomasse und Abfall (biogener Anteil) mit gut 51 Mrd. kWh etwas über ein Prozent mehr Strom erzeugt als im Vorjahr (50,9 Mrd. kWh). Die Stromerzeugung aus Wasserkraft geht aufgrund der geringen Niederschläge in der ersten Jahreshälfte 2017 um etwa vier Prozent auf knapp 20 Mrd. kWh zurück (2016: 20,5 Mrd. kWh).

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