Nordex SE: Ilya Hartmann übernimmt Finanzressort von Christoph Burkhard

Delta4000-Baureihe macht 81 Prozent der Aufträge in Q4.2020 aus

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Ilya Hartmann übernimmt ab 1. März 2021 das Finanzressort bei Nordex. Hartmann ist CEO der Division Europa und seit 1. Januar 2021 Mitglied des Vorstands. Derzeitiger CFO der Nordex SE, Christoph Burkhard, beendet seine Tätigkeit für das Unternehmen aus persönlichen Gründen vorzeitig und wird sein Vorstandsmandat zum 28. Februar 2021 niederlegen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Burkhard wolle sich künftig neuen beruflichen Herausforderungen stellen, heißt es.

„Wir bedauern die Vertragsauflösung mit Christoph Burkhard sehr, die im besten gegenseitigen Einvernehmen erfolgt. Herr Burkhard hat in den vergangenen vier Jahren wesentlich zur erfolgreichen Transformation und strategischen Neuausrichtung von Nordex beigetragen. Wir danken ihm ausdrücklich für seine hervorragende Arbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg“, sagt Wolfgang Ziebart, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Nordex SE.

Ilya Hartmann hat seit 2017 verschiedene Führungspositionen im Konzern wahrgenommen und gehört als CEO der Division Europa bereits seit 2018 der erweiterten Konzernleitung an. Vor seinem Einstieg bei Nordex war der promovierte Jurist über zehn Jahre lang in operativer Verantwortung in der Industrie der erneuerbaren Energien, unter anderem in Spanien und den USA, tätig.

Update 15. Januar 2021: Hohe Nachfrage zum Jahresende über 491 WEA mit Gesamtleistung von 2.261 MW

Eine hohe Nachfrage zum Jahresende sicherte der Nordex Group im vierten Quartal 2020 Aufträge über 491 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 2.261 MW (Q4.2019: 1.477 MW). Im Jahr 2020 erhielt das Unternehmen damit insgesamt feste Bestellungen über 1.331 Windturbinen mit einer Leistung von 6.020 MW und erreichte trotz einzelner Verzögerungen durch die Corona-Pandemie nahezu den hohen Auftragseingang des Vorjahres (2019: 6.207 MW). Der Anteil der Delta4000-Windenergieanlagen stieg im Gesamtjahr auf 81 Prozent (2019: 44 Prozent).

Allein 877 MW der Neuaufträge entfielen auf die erst 2019 eingeführte Anlagenvariante N163/5.X. Im Schlussquartal 2020 verteilten sich die Aufträge zu 49 Prozent auf Europa und zu 28 Prozent auf die USA (Region Nordamerika). Mit dem 518-MW-Projekt „Ventos de Santa Eugenia” in Brasilien entfielen 23 Prozent auf die Region Lateinamerika.

Nordex stattet größtes Windparkprojekt von Statkraft in Brasilien aus

Der Auftrag von Statkraft Energias Renovéveis, der brasilianischen Tochtergesellschaft von Statkraft, umfasst 518 MW. Die Nordex Group wird den Windpark „Ventos de Santa Eugenia“ mit 91 Turbinen des Typs N163/5.X ausstatten. „Ventos de Santa Eugenia“ ist den Angaben zufolge das bisher volumenstärkste Projekt für die Nordex Group mit Anlagen des Typs N163/5.X seit Markteinführung 2019 und der erste Auftrag außerhalb Europas. Kunden in Brasilien können künftig auch Projekte in der 5-MW-Klasse mit der N163/5.X realisieren.

Der Windpark wird in der Nähe von Uibaí im Bundesstaat Bahía im Nordosten des Landes errichtet. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2023 vorgesehen. Die Turbinen werden in einem optimierten Betriebsmodus von 5,7 MW geliefert und auf 120 Meter hohen Betontürmen errichtet. Der Auftrag umfasst auch einen Premium-Service-Vertrag über drei Jahre sowie die technische Unterstützung des Kunden über einen Zeitraum von 20 Jahren. 

Nordex Group erhält Auftrag über 131 MW aus Schweden

Darüber hinaus hat die Nordex Group im Dezember 2020 einen Auftrag für Anlagen des Typs N163/5.X der Delta4000-Serie über 131 MW aus Schweden erhalten. Der Versorger Jämtkraft hat zusammen mit Persson Invest 23 Turbinen für den Windpark „Hocksjön“ geordert. Der Auftrag umfasst auch einen Premium-Service der Anlagen über den Zeitraum von 25 Jahren

Die Errichtung und Fertigstellung des Windparks soll 2022 erfolgen. „Hocksjön“ entsteht ca. 20 Kilometer südwestlich von Ramsele in der Provinz Västernorrlands Län. Die Turbinen werden im Betriebsmodus von 5,7 MW und mit 148 Meter Nabenhöhe ausgeliefert. Aufgrund der strengen Winter mit Temperaturen bis zu minus 33°C vor Ort sind die Anlagen als Kaltklimavariante ausgelegt.

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Windenergie-Splitter: Neuer Windpark „Bedburg A 44n“ im Rheinischen Revier geplant

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