Die Nordex Group hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 erfüllt. Die am 5. März 2021 veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse hat das Unternehmen heute mit Veröffentlichung des Jahresabschlusses bestätigt. Nordex geht für das laufende Jahr mit einem weiteren Anstieg des Umsatz und des operativen Ergebnisses aus. Ebenso bestätigt das Unternehmen seine strategischen Ziele für das Jahr 2022. (Titelbild: Delta 4000 Plattform, Bildquelle: Nordex)

Für das laufende Jahr rechnet die Nordex Group mit einem Konzernumsatz von 4,7 bis 5,2 Mrd. €, wobei sich die Umsatzerlöse relativ gleich über das Jahr verteilen sollten, heißt es bei Nordex. Bei der Ebitda-Marge strebt das Unternehmen eine Bandbreite von 4,0 bis 5,5 Prozent an, die sich im Laufe des Jahres schrittweise erhöhen sollte. Grund hierfür sei, dass margenschwache Projekte auslaufen und der Anteil an Projekten mit der profitableren Delta4000-Plattform sukzessive zunimmt.

Außerdem erwartet die Nordex Group aus heutiger Sicht, dass sich die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das laufende Geschäft ab dem zweiten Quartal reduzieren. Dazu würden auch die stabilisierte Lieferkette sowie bereits erprobte Konzepte wesentlich beitragen, mit denen unter Pandemiebedingungen in allen Unternehmensbereichen effizient und effektiv gearbeitet werden kann. Mit Blick auf den weiteren Ausbau der Lieferkette hat das Unternehmen rund 180 Mio. € für Investitionen eingeplant. Die Nordex Group sieht sich daher auf gutem Weg und bestätigt ihre strategischen Ziele für 2022, die einen Umsatz rund 5 Mrd. € und eine Ebitda-Marge von 8 Prozent vorsehen.

Nordex erfüllt Prognose für 2020

Laut dem Jahresabschluss ist der Konzernumsatz um 41,6 Prozent auf 4,65 Mrd. € angestiegen (Vorjahr: 3,28 Mrd. €). Die Ebitda-Marge des Unternehmens lag mit 2,0 Prozent auf dem erwarteten Niveau, jedoch deutlich unter dem Vorjahr (3,8 Prozent). Die Investitionen verringerten sich auf 162,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (172,5 Mio. €) und lagen knapp unter dem erwarteten Wert von 170,0 Mio. €. Der Free Cashflow betrug  minus 120,4 Mio. € (2019: -126,0 Mio. €).

Installationen und Service weiter angestiegen

Im Jahr 2020 erhöhte die Nordex Group ihre Installationen deutlich, obwohl es infolge der Covid-19-Pandemie immer wieder zu Störungen in der Projektabwicklung kam. So installierte das Unternehmen 1.492 Windenergieanlagen in 23 Ländern (2019: 938 in 21 Ländern) mit einer Gesamtleistung von 5,5 GW (2019: 3,1 GW).  Das Segment Service konnte  seinen Umsatz um 8,5 Prozent auf 437,6 Mio. € steigern (2019: 403,2 Mio. €) und war so mit 9,4 Prozent am Gesamtumsatz beteiligt. Weltweit hatte die Nordex Group zum Ende des Berichtsjahrs 8.383 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 21,0 GW unter Service, meist im Rahmen langjähriger Serviceverträge. Der Auftragsbestand im Segment Service kletterte weiter um 11,1 Prozent auf 2.819,3 Mio. € (31. Dezember 2019: 2.536,5 Mio. €).

Umfassendes Unternehmensprogramm gestartet

2020 hat die Nordex Group ein umfassendes Unternehmensprogramm zur Steigerung der Effizienz und Profitabilität gestartet, das sich aus mehreren Modulen und Schlüsselinitiativen zusammensetzt und ab 2021 beginnt, sein Potenzial zu entfalten. Zentral hierbei sind der Ausbau der Produktionskapazitäten in Indien auf 4 GW sowie die Weiterentwicklung der Lieferkette.

„Im Jahr 2020 haben wir rund 1.500 Anlagen mit einer Leistung von 5,5 GW errichtet, und dies trotz der durch die Pandemie erschwerten Bedingungen. Darüber hinaus waren wir mit unserer wettbewerbsfähigen Delta4000 Plattform global erfolgreich und konnten von der anhaltenden Dynamik im Windenergiemarkt profitieren“, sagte Nordex CEO José Luis Blanco.

Nordex-Aktie zukünftig im MDAX gelistet

Das im vergangenen Jahr gewachsene Kapitalmarktinteresse an der Nordex Group hat zu einer höheren Bewertung der Nordex-Aktie geführt, verbunden mit einem deutlich lebhafteren Handel, sodass die Deutsche Börse die Nordex-Aktie im März 2021 in den MDAX aufgenommen hat.

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