Beim Bau von Windparks auf dem Meer geht es stetig voran. Am vergangenen Freitag konnten die beiden Betreibergesellschaften der Offshore-Windparks “Nordergründe” und “Nordsee One” das Erreichen neuer Meilensteine verkünden.

Quelle: Nordsee One GmbH

So hat die Windparkgesellschaft Nordsee One nach sieben Monaten Bauzeit am Freitag bekannt geben, dass die letzte von 54 Senvion-Turbinen des Typs 6,2M126 errichtet worden ist. Ende 2017 soll der 332-MW-Windpark Nordsee One den kommerziellen Betrieb aufnehmen, teilt Innogy mit. Der Windpark steht 45 km nördlich der Insel Juist. Die insgesamt 54 Turbinen der 6,15-Megawatt-Klasse haben eine Nabenhöhe von 90 Meter.

So konnte die Windparkgesellschaft Nordsee One Sie wurden in Wassertiefen von 25 bis 29 Meter errichtet. Nordsee One gehört der Northland Power Inc. (85 Prozent) aus Kanada und innogy SE (15 Prozent).

Zur gleichen Zeit ist die Installation des Umspannwerks für den Offshore-Windpark Nordergründe abgeschlossen worden. Das teilte der Bremer Projektierer wpd mit. Das über 2.000 Tonnen schwere Umspannwerk steht nun auf einem Monopile-Fundament des 15 Kilometer nordöstlich der Insel Wangerooge gelegenen Windparks. Damit rücke der Abschluss des 111-MW-Parks „in greifbare Nähe“, teilt wpd mit.

Umspannwerk für Nordergrüne in Eigenregie fertig gestellt

Die Inbetriebnahme des Projektes war ursprünglich für Ende 2016 geplant, wurde jedoch durch die Insolvenz des Herstellers des Umspannwerkes, BVT Bremen GmbH & Co. KG, im Herbst 2016 zeitlich zurückgeworfen. Nach der Analyse verschiedener Möglichkeiten haben sich Banken und Eigenkapitalgeber im November 2016 dafür entschieden, das Umspannwerk unter der Leitung von wpd in Eigenregie zu Ende zu bauen.

„Wir haben den im November 2016 beschlossenen Plan zum Weiterbau des Umspannwerkes eins zu eins umsetzen können und das Umspannwerk fast auf den Tag genau installiert“, resümiert Achim Berge Olsen, Geschäftsführer der Windparkgesellschaft OWP Nordergründe GmbH & Co. KG und wpd offshore GmbH. Nun könne sein Unternehmen „die finale Inbetriebnahme vorbereiten“.

wpd übernimmt Betriebsführung von Nordergründe

wpd ist neben der Errichtung des Umspannwerks ebenfalls für die Installation der 18 Senvion-Anlagen des Typs 6.2M126 verantwortlich gewesen und wird zukünftig den Betrieb des Windparks führen. Der Windpark Nordergründe befindet sich in Wassertiefen von bis zu zehn Metern innerhalb der 12-Seemeilen-Zone der deutschen Nordsee und liegt 15 Kilometer nordöstlich der Insel Wangerooge. Der Netzanschluss erfolgt über eine Einzelanbindung durch den Netzbetreiber Tennet. Die Hersteller der Komponenten des Windparks stammen aus der deutschen Nordwest-Region. Neben Senvion (Windenergieanlage) sind dies die Unternehmen Ambau (Fundamente), NSW (parkinterne Verkabelung) und Bilfinger Marine & Offshore Systems, jetzt Van Oord (Installation).

Die Finanzierung des Projektes war im Juni 2015 unter Beteiligung der Europäischen Investitionsbank und KfW IPEX geschlossen worden. Neben wpd agieren die John Laing Group plc und die Gothaer Versicherungsgruppe als Eigenkapitalgeber.

UK-OWP Triton Knoll kommt Umsetzung näher

Des Weiteren hat innogy für den geplanten UK-Windpark Triton Knoll den bevorzugten Turbinenlieferanten bekannt gegeben. Das Joint-Venture MHI Vestas Offshore Wind soll für den Windpark Triton Knoll vor der Ostküste Großbritanniens bis zu 90 Windenergieanlagen mit je 9,5 Megawatt installierter Leistung liefern. Verkündet wurde dies nur eine Woche nachdem Triton Knoll einen Zuschlag in der jüngsten Auktionsrunde zur Förderung Erneuerbarer-Energien-Projekte (Contract for Difference) in Großbritannien erhalten hat. Mit der Wahl der bevorzugten Lieferanten für zwei der wichtigsten Komponenten ist das Großprojekt mit einer geplanten installierten Leistung von 860 Megawatt seiner Umsetzung einen Schritt näher gekommen, teilte Innogy mit.

Die Investitionsentscheidung für das Projekt Triton Knoll soll Mitte 2018 getroffen werden, danach würden die Bauarbeiten an Land kurz danach starten. Der Baustart auf See ist für 2020 vorgesehen. Nach aktuellem Stand der Planung soll im Jahr 2021 mit der Inbetriebnahme des Windparks begonnen werden. Das voraussichtliche Investitionsvolumen beträgt rund 2 Milliarden Britische Pfund (das entspricht nach aktuellem Wechselkurs rund 2,2 Milliarden Euro), teilte Innogy mit.

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