Nissan zieht sich aus Akkugeschäft zurück

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Quelle: Nissan
Nissan Leaf und Nissan e-NV200

Der japanische Autohersteller Nissan steigt aus der Akkuproduktion für Elektroautos aus. Die Nissan Motor Co. Ltd. verkauft ihr Akkugeschäft an die chinesische Beteiligungsgesellschaft GSR Capital. Wie Nissan am 8. August mitteilte, treten die Verkaufsgespräche in die letzte Phase. Die Beschlüsse stehen allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsgremien und Behörden, ein Abschluss wird bis Dezember 2017 erwartet.

Der Kauf- und Verkaufsvertrag umfasst das Tochterunternehmen Automotive Energy Supply Corporation (AESC) sowie zwei Akkuwerke: die zur Nissan North America Inc. gehörende Fertigung in Smyrna im US-Bundesstaat Tennessee und jenes im britischen Sunderland, das zur Nissan Motor Manufacturing (U.K.) Ltd. gehört. Auch Teile der japanischen Akkufertigung in Oppama, Atsugi und Zama werden an GSR verkauft. Die Mitarbeiter in allen Einrichtungen, die vom Verkauf betroffen sind, inklusive der Standorte in Zama, Sunderland und Smyrna, werden weiterhin beschäftigt. Die Zentrale und die Entwicklungszentren der Sparte bleiben unverändert in Japan.

Die chinesische Beteiligungsgesellschaft GSR plant, zusätzlich in Forschung uns Entwicklung zu investieren, die bestehenden Produktionskapazitäten in den USA, Großbritannien und Japan auszubauen und neue Werke in China und Europa zu eröffnen, um Kunden auf der ganzen Welt noch besser unterstützen zu können.

Nach Ansicht von Nissan wird auch AESC von der neuen Muttergesellschaft profitieren. „AESC ist künftig in der Lage, das globale Netzwerk und die proaktiven Investitionen von GSR zu nutzen, um seine Kundenbasis zu erweitern und seine Wettbewerbsfähigkeit auszubauen erklärte Hiroto Saikawa, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) von Nissan. „Dies wird wiederum auch die Wettbewerbsfähigkeit der Nissan Elektrofahrzeuge verbessern“. AESC bleibe ein wichtiger Partner für Nissan, während sich Nissan stärker auf das Design und die Produktion von Elektroautos konzentrieren könne.

Nissan hatte Automotive Energy Supply vor zehn Jahren gemeinsam mit der NEC Corporation ins Leben gerufen, um Akkus für Elektroautos bereitzustellen. Um das Tochterunternehmen an GSR verkaufen zu können, wird Nissan in einem ersten Schritt den 49-prozentigen Minderheitsanteil erwerben, den bislang der japanische Konzern NEC Corporation und sein vollwertiges Akku- und Elektroden-Tochterunternehmen NEC Energy Devices (NECED) halten. NEC hat bereits bekanntgegeben, dem Verkauf zuzustimmen. Der Konzern befindet sich selbst in Verhandlungen mit GSR über den Verkauf von NECED.

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