Next Kraftwerke bindet Floating PV in virtuelles Kraftwerk ein

247
Bildquelle: Solar WO Engineering GmbH

Next Kraftwerke hat erstmals eine schwimmende Solaranlage (Floating PV) an sein virtuelles Kraftwerk angeschlossen. Partner bei dem Vorhaben sind die Solar WO Engineering GmbH als Errichter und die 7C Solarparken AG als Betreiber. Die Anlage verfügt nach Angaben von Next Kraftwerke über eine Leistung von 729 kWp. Sie ist über eine Protokollschnittstelle in das Virtuelle Kraftwerk integriert. Next Kraftwerke prognostiziert die Stromproduktion der Anlage und vermarktet anschließend den Strom im Rahmen der Direktvermarktung am Spotmarkt der Strombörse.

Mit rund 6.800 Quadratmetern Modulfläche ist die Anlage nur etwas kleiner als ein Fußballfeld. Auf den 85×80 Metern sind knapp 2.000 Module verbaut. Die Anlage schwimmt auf einem See bei Salzwedel, der sich auf einem Grundstück des Verbands Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Salzwedel (VKWA) befindet. Der Verband nutzt den See als Wasserzwischenspeicher – eine Funktion, die die PV-Anlage nicht beeinträchtigt.

„Wir glauben daran, dass es ein großes Potenzial für schwimmende PV-Anlagen gibt“

Durch die Installation auf dem Wasser wurde für den Bau der Anlage keine anderweitig nutzbare Fläche benötigt. Des Weiteren verspricht die Kühlung durch das Wasser eine gute Performance. Schwimmkörper aus Kunststoff halten die Anlage auf dem Wasser. Sie bilden auch die Grundlage für einen Steg zum Land, auf dem Kabel laufen, die die Anlage an das Stromnetz anschließen. Ein speziell entwickeltes Ankerdesign aus 43 am Ufer befestigten Stahlseilen stellt sicher, dass die Anlage an Ort und Stelle bleibt. Es berücksichtigt zum Beispiel Winddaten, zu erwartende Schneelasten und die Tiefedes Wassers.

„Wir haben bereits mehrere PV-Anlagen bei Next Kraftwerke in der Vermarktung. Auf Grund der guten Zusammenarbeit war es für uns nur folgerichtig nun auch diese besondere Anlage über Next Kraftwerke an die Börse zu bringen“, sagt Torsten Oehme, Geschäftsführer von Solar WO Engineering GmbH.

„Das Leitsystem unseres Virtuellen Kraftwerks abstrahiert vom Typ der Anlage“, erläutert Florian Roeder, Key Account Managerbei Next Kraftwerke. Deshalb unterschieden sich Anschluss, Datenkommunikation und Prognose nicht von anderen Anlagen. „Wir glauben daran, dass es ein großes Potenzial für schwimmende PV-Anlagen gibt, weil sie einen flächenneutralen Ausbau ermöglichen“, so Roeder weiter.

Lesen Sie mehr zum Thema Floating PV:

Floating-Photovoltaik: Potenzial auf Braunkohle-Tagebauseen – und nicht nur dort

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein