Neues Online-Portal für Bioenergiedörfer

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Symbolbild Bioenergie
Quelle: istockphoto © LianeM

Das neue Online-Portal „energiewendedörfer.de“ zeigt Perspektiven für die Zukunft von Bioenergiedörfern auf. Erarbeitet wurde es im Rahmen eines Verbundprojekts von der Universität Kassel und der Georg-August-Universität Göttingen. In dem Portal finden die mehr als 200 etablierten Bioenergiedörfer und diejenigen Dörfer, die auf dem Weg zum Bioenergiedorf sind, wertvolle Informationen zu möglichen zukünftigen Geschäftsfeldern, um nach dem Auslaufen der ersten EEG-Förderung nach 20 Jahren weiterhin ihre Energieanlagen wirtschaftlich betreiben zu können. Auch für vollkommene Neulinge auf diesem Gebiet wird es in Kürze einen Leitfaden geben, der chronologisch die Schritte zur Umstellung auf erneuerbare Energien aufzeigt.

Vierzehn Handlungsempfehlungen für den wirtschaftlichen Betrieb von Bioenergiedörfern geben den Betreibern von Bioenergiedörfern Einblicke in den Stand der Forschung und der Umsetzung von neuen Geschäftsmodellen in die Praxis. Handlungsfelder sind Reststoffnutzung, alternative Energiepflanzen, Optimierung der Wertschöpfung durch Kreislaufwirtschaft, zukünftige Stromvermarktung, effiziente Wärmenetze sowie die Sektorenkopplung der Bioenergie mit anderen erneuerbare Energien.  geben den Betreibern und Betreiberinnen von Die Empfehlungen werden in der verbleibenden Laufzeit des Projektes (bis Januar 2022) weiter aktualisiert. Die Zusammenarbeit mit den Bioenergiedörfern Krebeck/Wollbrandshausen und Altenmellrich/Anröchte in sogenannten Reallaboren ergänzen die wissenschaftlichen Methoden und Geschäftsmodelle können hier unter Praxisbedingungen auf Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit untersucht werden.

Neben den Handlungsempfehlungen können sich die Bioenergiedörfer auch über die Aktivitäten von Kollegen informieren – eine GIS-Karte ermöglicht eine gezielte Suche nach eingesetzten Technologien in Dörfern oder man kann andere Bioenergiedörfer in der eigenen Region bzw. in anderen Landkreisen finden.

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