Neues Forschungsprojekt: Sektorkopplung, Smart Grids und kommunale Versorger

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kommunaler-Zukunftsstrom
Projektleiter Prof. Thomas Stetz (rechts) und Laboringenieur Peter Weimar setzen bei dem Forschungsvorhaben auf Smart-Grid-Technologien. Quelle: TH Mittelhessen

Ein neues Forschungsprojekt der TH Mittelhessen befasst sich mit der Weiterentwicklung kommunaler Energieversorgung. Dabei geht es laut einer Mitteilung der TH um die technische und wirtschaftliche Verbesserung örtlicher Netze durch Koppelung von Energiesektoren mit „Smart-Grid-Technologien“.

Unter der Leitung von Prof. Thomas Stetz vom Fachbereich Elektro- und Informationstechnik (EI) arbeitet ein Team an der „Transformation kommunaler Energieversorgungs-Infrastrukturen unter dem Einfluss der deutschen Energiewende“. Kooperationspartner sind die Stadtwerke Gießen und deren Tochterunternehmen, die Mittelhessen Netz GmbH.

Im Rahmen des Projektes sollen umsetzbare Lösungen entwickelt werden, damit kommunale Versorger den bis 2050 geforderten Anteil an erneuerbaren Energien (80 Prozent) erbringen können. Der Erneuerbaren-Strom soll in stärkerem Ausmaß dafür genutzt werden, Wärme zu erzeugen und E-Mobile anzutreiben.

Projekt soll künftige Aufgaben eines mittelgroßen städtischen Versorgers aufzeigen

Weil das Gießener Versorgungsgebiet innerstädtische, vorstädtische und ländliche Bezirke umfasst, bietet es sich an, daran exemplarisch die künftigen Aufgaben eines mittelgroßen städtischen Versorgers aufzuzeigen, heißt es. Im Rahmen des Projekts werden lokale energetische Szenarien dargestellt und darauf zugeschnitten Konzepte für den infrastrukturellen Ausbau erarbeitet.

Die städtischen Unternehmen liefern dem Forscherteam reale Daten zu Erzeugung, Verbrauch und Kosten sowie zu den Energienetzen für Strom, Wärme und Gas. Auf diesem Weg wollen die Partner einen ortsbezogenen Zukunftsplan erstellen. Er soll Antwort darauf geben, welche wirtschaftlichen Investitionen in die Infrastruktur der netzgebundenen Energieversorgung empfehlenswert sind, damit die Energiewende wie angestrebt bis 2050 gelingen kann.

Rechnergestützte Steuerung von Verbrauchern und Erzeugern im Versorgungsnetz

Das Forschungsvorhaben beinhaltet sowohl Analysen des technisch-wirtschaftlichen Potenzials und des Erweiterungsbedarfs der Infrastruktur als auch die Entwicklung von Algorithmen zur rechnergestützten Steuerung von Verbrauchern und Erzeugern im Versorgungsnetz. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Es wird gefördert durch das Programm „Forschung an Fachhochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

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