Neuer Leitfaden für ländliche Verteilungsnetze

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Ein neuer Leitfaden mit dem Titel „Planungs- und Betriebsgrundsätze für ländliche Verteilungsnetze“ ist als Band 8 in der Schriftenreihe „Neue Energie aus Wuppertal“ des Lehrstuhls für Elektrische Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal erschienen.

Er kann jetzt kostenfrei im Internet heruntergeladen werden. Der Leitfaden wurde von der Bergischen Universität zusammen mit Siemens erstellt, unter Mitwirkung von Avacon und Mitnetz Strom.

Wie es in dem Leitfaden heißt, geraten ländliche Verteilungsnetze schon mit der heutigen Durchdringung von Dezentralen Energiewandlungsanlagen (DEA) insbesondere in ländlichen Regionen an ihre technischen Grenzen. Überlastungen bestehender Betriebsmittel und die Überschreitung zulässiger Spannungsgrenzwerte könnten die Folge sein. In dem Leitfaden wurden Grundsätze abgeleitet, die unter Berücksichtigung innovativer Ausbaukonzepte, den fristgerechten und kostenoptimalen Ausbau der ländlichen Verteilungsnetze entlang der durch die Integration von DEA hervorgerufenen neuen Anforderungen ermöglichen.

Innovative Konzepte im Fokus

Die Planungs- und Betriebsgrundsätze des Leitfadens berücksichtigten nicht nur konventionelle Planungsmethoden, sondern stellen auch innovative Konzepte, wie beispielsweise den regelbaren Ortsnetztransformator (Ront) oder Automatisierungstechnik, in den Fokus der Betrachtungen. Ziel sei es, heute am Markt befindliche oder in absehbarer Zeit marktreife Technologien in den Verteilungsnetzen der Zukunft gezielt nutzen zu können.

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Quelle: Bergische Universität Wuppertal

Der Leitfaden richtet sich an alle mit der Planung und dem Betrieb ländlicher Verteilungsnetze beschäftigten Unternehmen und Institutionen. Auf dessen Basis könnten unternehmensindividuellen Planungs- und Betriebsgrundsätze, die teilweise noch ausschließlich auf konventionellen Ansätzen beruhen, weiterentwickelt bzw. erweitert werden. Hierbei sei die individuelle Unternehmensstrategie zu berücksichtigen.

So könne der Einsatz einer bestimmten innovativen Technologie in gewissen Lösungsclustern zwar prinzipiell sinnvoll sein, durch strategische Überlegungen des Unternehmens jedoch relativiert werden. Darüber hinausgehend müssten in unternehmensindividuellen Planungs- und Betriebsgrundsätzen auch die spezifischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie sie beispielsweise der gesetzliche Rahmen der Anreizregulierung vorgibt, berücksichtigt werden.

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