Neue Handelsplattform für Herkunftsnachweise am Start

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Arcanum Energy ermöglicht jetzt auf einer Online-Handelsplattform den unkomplizierten Einkauf und Verkauf von Herkunftsnachweisen (HKN). Wie das Unternehmen in Unna mitteilt, sei es die erste Plattform dieser Art in Deutschland. Die HKN-Online-Handelsplattform biete allen Akteuren einen verbesserten Marktzugang und eine deutliche Vereinfachung des Kauf- und Verkaufsprozesses.

Bislang erfolge der HKN-Handel größtenteils OTC und die Marktstrukturen seien recht intransparent. Dabei habe die Bedeutung des Herkunftsnachweishandels wegen steigender Nachfrage und volatiler Preise in den letzten Jahren stark zugenommen und werde aufgrund der „Ü20-Thematik“ noch weiter zunehmen.

„Eine HKN-Onlinehandelsplattform ist längst überfällig“, meint Holger Kligge, der Geschäftsführer der Arcanum Energy Solutions. Das Unternehmen erwartet einen großen Zuspruch und hohe Abschlussquoten. „Insbesondere Ökostromlieferanten wünschen sich einen zentralen Marktplatz zur Beschaffung ihrer benötigten HKN“, ergänzt Vera Schürmann, die auch Geschäftsführerin der Arcanum Energy Solutions ist.

Besondere Anforderungen hinsichtlich der Themen Bonität und Compliance

Nach einer einmaligen Registrierung haben die Teilnehmer der Plattform laut Arcanum Energy Zugriff auf aktuelle Gebote und können mit wenigen Klicks auf Basis standardisierter Lieferbedingungen HKN beschaffen. Die Funktionalitäten wurden in Abstimmung mit potenziellen Nutzern entwickelt. „Wegen der Anonymität bis zum Vertragsschluss bestehen zum Beispiel besondere Anforderungen hinsichtlich der Themen Bonität und Compliance. Diese haben wir mit der Definition von Kriterien für mögliche Handelspartner so einfach wie möglich und so sicher und umfangreich wie nötig umgesetzt. Dies zählen wir zu den wesentlichen Garanten für die Akzeptanz der Plattform“, erläutert Kligge.

„Pay as bid“-Prinzip

Anbieter können ihre HKN mit den jeweiligen spezifischen Eigenschaften in anonymisierter Form auf der Handelsplattform einstellen. Der Verkaufspreis wird gemäß „pay as bid“-Prinzip durch den Anbieter festgelegt. „Wir berechnen lediglich eine Abschlussfee in Höhe von 1 Prozent. Auf Registrierungskosten und jährliche Pauschalen verzichten wir im Sinne einer hohen Nutzerfreundlichkeit“, so Schümann.

Nach der Markteinführung stehen auch schon die ersten Leistungserweiterungen fest. Beispielsweise soll es eine auch für kleinere EE-Anlagen geben, die sukzessive aus der EEG-Vergütung herauslaufen. „Und als Spezialist in Sachen Nachweisführung werden wir das Thema Regionalität und die Ökostrom-Produktzertifizierung integrieren“, so Kligge. Die Registrierung ist ab sofort unter www.colourful-energy.de möglich.

Welche Rolle können Herkunftsnachweise (HKN) für förderfreie erneuerbare Energien spielen?

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