Im Jahr 2021 beginnt auch für die ersten Betreiber von Biogasanlagen die Post-EEG-Phase. Und wenn der Beitrag der Bioenergie und der flexibel steuerbaren Energieproduktion aus regenerativem Biogas nicht schrittweise schwinden soll, werden – neben der Anpassung des rechtlichen Rahmens – neue Geschäftsmodelle und Konzepte benötigt.

EUWID Neue Energie stellt im Titelbereich der jetzt erschienenen Ausgabe 22.2019 eine Reihe von Projekten vor, die sich mit Prozessoptimierung, neuen Geschäftsmodellen und den Perspektiven für Biogasanlagen befassen. Titelthema ist dabei ein „Hochlastreaktor“, der eine optimierte Verwertung von Gülle etwa aus der Schweinemast verspricht. Hier könnte eine Win-win-Situation entstehen, wenn die energetische Nutzung von Rest- und Abfallstoffen auf eine zunehmende Entsorgungsproblematik der Mastbetriebe stößt.

Für Photovoltaikanlagenbetreiber stellen sich andere Herausforderungen, aber auch hier rücken Fragen zum Geschäftsmodell nach dem Ende der EEG-Förderung zunehmend in den Fokus. Wir haben uns mit Susanne Jung vom Solarenergie-Förderverein (SFV) darüber unterhalten, was auf die Anlagenbetreiber zukommt, wie der rechtliche Status der Post-EEG-Anlagen aussieht und welche Kosten beim Weiterbetrieb anfallen. Klar ist auch im PV-Bereich, dass ein Abbau von Bestandsanlagen schon aus klimapolitischen Gesichtspunkten fatal wäre. „Wir sollten nicht hinnehmen, dass funktionierende Solaranlagen verschrottet werden“, sagt Susanne Jung. „Jeder Abbruch verzögert den schnellstmöglichen Umstieg auf erneuerbare Energien.“

Warum bei der kommenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auch die Rolle von Power Purchase Agreements (PPAs) – langfristigen Stromabnahmeverträgen – bedacht werden sollte, darüber hat sich Agora Energiewende Gedanken gemacht. Mehr dazu lesen Premiumkunden von EUWID Neue Energie oder Käufer des Report & Dossier-Angebots zu Power Purchase Agreements hier.

Beitragsbild: Das Projektteam der FH Münster hat im Labor an drei Reaktoren gearbeitet, um die energetische Nutzung für verschiedene Güllearten zu analysieren. Mehr dazu in unserem Titelthema der jüngsten Ausgabe von EUWID Neue Energie. (Foto: FH Münster/Pressestelle) 

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