Netzbetrieb: Welche Potenziale bieten Schwungradspeicher?

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Schwungradspeicher-Stornetic
Quelle: PRNewsfoto / Stornetic

Die Potenziale der Schwungradtechnologie im Umfeld einer modernen Netzumgebung will der französische Energiekonzern EDF in der Nähe von Paris testen. Wie der Technologieanbieter Stornetic berichtet, soll der jetzt gelieferte Schwungradspeicher „DuraStor“ im EDF Concept Grid eingesetzt werden.

Dank der Möglichkeiten vor Ort könnten echte Verteilnetze nachgebildet und der Speicher unter realen Betriebsbedingungen eingesetzt werden, sagt Etienne Brière, Renewables and Storage Program Director bei EDF.

Der Speicher ist nach Angaben von Stornetic für Industriekunden mit vielen Lade- und Entladezyklen konzipiert. Anders als herkömmliche Speichertechnologien behalte das Schwungrad seine volle Kapazität über die gesamte Lebenszeit, wobei es die Vorteile von mechanischer Energiespeicherung, wie Robustheit und Belastbarkeit, mit den Vorteilen von Modularität und schneller Installation kombiniere, heißt es weiter.

Schwungradspeicher wandelt elektrische Energie in Rotationsenergie und wieder zurück

Das Gerät funktioniert rein mechanisch – ohne Verwendung von Chemikalien – und wandelt elektrische Energie in Rotationsenergie und wieder zurück. Zudem ist der Schwungradspeicher laut Stornetic aus wiederverwertbaren Materialien hergestellt. Als Kurzzeitspeicherlösung ermögliche es Betreibern von Micro Grids in der ganzen Welt, elektrische Energie in Rotationsenergie umzuwandeln und zu speichern. Anwendungsbereiche sind: Netzdienstleistungen, Microgrids und Inselnetze, Hybrid-Systeme (beispielsweise mit Blockheizkraftwerken oder Batterien), Bremsenergie von Schienenfahrzeugen und Windenergie.

Das Concept Grid ist eine Smart Grid Testanlage südlich von Paris. Die Anlage konzentriert sich auf die Bewertung innovativer Lösungen für elektrische Systeme. Das Concept Grid zielt darauf ab, die Markteinführungszeit neuer intelligenter Netztechnologien zu verringern, indem es Herstellern, Start-ups und Wissenschaftlern dabei hilft, die Herausforderungen realer Einsatzbedingungen besser zu verstehen.

Concept Grid: Risikoarmes Testen im realen Umfeld

Auch für Energieversorger sei das Concept Grid ein wichtiges Labor, um Experimente vorzubereiten und Risiken durch beschleunigte Tests zu reduzieren, die man im realen Umfeld nicht durchführen kann. Die Anlage besteht aus zehn Kilometern realer elektrischer Mittel- und Niederspannungsnetze. Es verfügt zudem über mehrere Umspannwerke und Testbereiche und aus fünf kleinen Häusern, die mit örtlicher Stromerzeugung ausgestattet sind. Das Concept Grid steht Kunden und externen Kooperationspartnern offen.

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