Netzausbau: TransnetBW und TenneT wollen Stromautobahn "Sued.Link"gemeinsam entwickeln

1026

Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW wollen bis 2022 gemeinsam eine 800 Kilometer lange Gleichstrom-Höchstspannungsverbindung errichten. Darauf hätten sich beide Unternehmen jetzt verständigt, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. „Mit dieser Verbindung werden wir die Hauptschlagader der Energiewende bauen, die regenerativen Windstrom vom Norden in den Süden Deutschlands bringen wird“, sagte Martin Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung von TenneT. Die Partner bezeichnen das Projekt „Sued.Link“ als „Deutschlands größtes Energieinfrastrukturprojekt der Energiewende“. Die vorgesehene Technik der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) sei für Stromtransport über große Entfernungen besonders gut geeignet und werde in Deutschland eine wichtige Rolle beim überregionalen Ausgleich von erneuerbaren Energien spielen, heißt es seitens der beiden Übertragungsnetzbetreiber. Sued.Link bestehe derzeit aus zwei einzelnen Vorhaben: Die Verbindungen von Wilster bei Hamburg nach Grafenrheinfeld bei Schweinfurt sowie eine Verbindung von Brunsbüttel nach Großgartach in Baden-Württemberg. Beide sind Teil des Bundesbedarfsplangesetzes, das vom Deutschen Bundestag verabschiedet die Grundlage für den bundesweiten Netzausbau bildet. Für den Planungsprozess verprechen TenneT und TransnetBW eine „transparente Beteiligung der Öffentlichkeit“ auf der Grundlage einer „gelebten Dialogkultur“ im Zuge der gesamten Projektentwicklung. In Abstimmung mit der Bundesnetzagentur und den Planungsbehörden der Bundesländer werde derzeit eine wissenschaftliche Methode entwickelt, anhand derer Trassenkorridore für die über 800 Kilometer langen Verbindungen ermittelt werden sollen. Noch vor der formalen Antragsstellung bei der Bundesnetzagentur wollen TenneT und TransnetBW mögliche Korridore mit der breiten Öffentlichkeit diskutieren und einen gemeinsamen Austausch etablieren. „Kontinuierliche Information, eine transparente Planung und ein ernsthafter Dialog mit den Bürgern werden dieses Projekt prägen“, versprechen die Netzbetreiber.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein