Nach erfolgloser Ausschreibung: VDMA Power Systems fordert Aktionsprogramm für Windkraft

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Bei der dritten gemeinsamen Ausschreibung für Windenergie an Land und Solaranlagen hat es keinerlei Gebote für die Windenergie gegeben. Dies zeige „die dramatische Lage in diesem Bereich“, sagt Matthias Zelinger, Geschäftsführer von VDMA Power Systems. Zelinger zufolge gibt es aufgrund der Genehmigungslage und -unsicherheiten eine viel zu geringe Projektierungstätigkeit. Der Verband fordert ein Aktionsprogramm „Windenergie an Land“.

Der Beitrag der Solarenergie zeige, dass erneuerbaren Energien heute wettbewerbsfähig und ihre Nutzung auch ökonomisch sinnvoll sei, so Zelinger. Damit auch die Windkraft, als wichtige Säule der Energiewende mittragen kann, müsse das Aktionsprogramm schnell mit allen Beteiligten aufgestellt werden. Schließlich müsse die Branche auch eine Perspektive im Heimatmarkt haben.

Laut VDMA zeigen auch die Ausschreibungsergebnisse für Biomasseanlagen, dass das Potenzial der Bioenergie bisher nicht ausreichend genutzt wird. Bei einem Ausschreibungsvolumen von 133 MW wurden lediglich 27 MW eingereicht, darunter zwei Neuanlagen mit 3 MW.

Für alle Bereiche entscheidend sei nun eine kurzfristige Aktivierung und mittelfristige Perspektive für Projekte. Die Beschreibung der zukünftigen Ausbaupfade werde Herstellern und Zulieferern Impulse geben, so der VDMA. „Wir brauchen hier dringend Signale aus dem Klimakabinett der Bundesregierung.”

Lesen Sie hierzu auch die Kritik der Bioenergieverbände:

Bioenergieverbände fordern Änderungen am Ausschreibungsdesign

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