Bundesrat und Bundestag haben in der vergangenen Woche eine ganze Reihe von Gesetzesvorhaben verabschiedet und weiterreichende Debatten zur Energiewende geführt. Im Zentrum steht der jetzt gesetzlich verankerte Kohleausstieg. Aus Sicht der Erneuerbare-Energien-Branche ist wohl das Beste an dem Gesetz, dass es jetzt wenigstens Klarheit über die Rahmenbedingungen des Kohleausstiegs gibt. Besonders glücklich wirken Vertreter der Energiebranche nicht mit dem Regelwerk.

Der Titelbereich von EUWID Neue Energie 28.2020 fasst das parlamentarische Geschehen der vergangenen Woche zusammen. Neben dem Leittext auf der Titelseite beinhaltet die Ausgabe eine Übersicht über Regelungsinhalte und Reaktionen der Wirtschaftsverbände. Die digitale Variante finden Sie hier:

Was der Bundesrat in Sachen „Post-EEG“ im Bereich der Bioenergie beraten hat, lesen Sie hier.

Nachdem jetzt der Kohleausstieg als Thema von der Bühne verschwindet, rückt die EEG-Novelle in den Fokus. Zu klären ist dabei insbesondere, wie der Ausbau der Erneuerbaren wieder in Schwung gebracht werden kann. Schließlich ist das 65-Prozent-Ziel erneuerbare Energien am Stromverbrauch jetzt auch gesetzlich festgeschrieben. Ein Baustein wird der Ausbau der Offshore-Windkraft sein. Die Grünen im Bundestag reihen sich diesbezüglich in die wachsende Zahl von Stakeholdern ein, die Differenzverträge als geeignetes Instrument sehen, um den Ausbau zu fördern.

Dass bereits einiges erreicht wurde beim Ausbau der Erneuerbaren am Strommarkt, zeigen die aktuellen Zahlen des Fraunhofer ISE. Täuschen lassen darf man sich von den knapp 56 Prozent im ersten Halbjahr aber nicht: Teils spielen Corona und sehr günstige Erzeugungsbedingungen eine Rolle. Zu beachten ist aber auch, dass der Stromverbrauch in den kommenden Jahren durch die Sektorkopplung deutlich steigen dürfte. (Nachweis für Beitragsbild: Simon Kraus – stock.adobe.com)

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