„Mythos, dass fossile Kraftwerke benötigt werden, wenn kein Wind weht, ist widerlegt“

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Die Integration eines sehr hohen Anteils erneuerbarer Energien in die Energiesysteme ist technisch und ökonomisch leistbar. Er erfordert aber manche Anstrengungen. Und er erfordert vor allem eine Besinnung auf das Zauberwort der Energiewende: Flexibilität. All das macht der Renewables Global Status Report 2017 deutlich, den das Netzwerk REN 21 jetzt vorgestellt hat. Der viel beachtete Global Status Report ist das Titelthema der vorliegenden Ausgabe 24/2017 von EUWID Neue Energie. Die Redaktion hat die Kernthesen zur Integration der erneuerbaren Energien herausgearbeitet. Sie zeigen, worauf sich die Akteure am Energiemarkt in der anstehenden nächsten Phase der Energiewende einstellen müssen. Alle Themen der Ausgabe finden Sie hier

Weltweite Stromerzeugung aus Biomasse zeigt solides Wachstum

Der Global Status Report widmet sich auch dem Status Quo und den Perspektiven der Bioenergie. Hier zeigt sich, dass weltweit die Stromerzeugung aus Biomasse ein solides Wachstum aufzeigt. Im Wärmebereich dagegen ist Stagnation angesagt. Und es dominiert mit Blick auf den weltweiten Beitrag der Bioenergie die traditionelle Biomassefeuerung zum Kochen und Heizen, die – anders als die moderne Bioenergie – für die betroffenen Menschen auch gesundheitlich negative Folgen haben kann. Lesen Sie dazu den Artikel auf Seite 3. Welche Perspektiven sich für die Bioenergiebranche im Rahmen der Sektorkopplungsstrategie des BMWi auftun, lesen Sie ebenfalls in der aktuellen Ausgabe des Brancheninformationsdienstes. Die Bioenergieunternehmen können dazu beitragen, die erforderliche Flexibilität der Versorgungssysteme zu erhöhen. Vor allem aber wird von der Branche selbst ein Höchstmaß an Flexibilität gefordert. Denn manche Geschäftsmodelle werden künftig nicht mehr funktionieren, dafür bieten sich neue Chancen, wenn es den Akteuren gelingt, rechtzeitig umzusteuern.

Wie entwickelt sich der Markt für Energieeffizienztechnologien und -dienstleistungen?

Last not least weist der Status Bericht auf die fundamentale Rolle der Energieeffizienz in den kommenden Phasen der Energiewende hin. Hier zeigt sich die Branche in Deutschland nicht unzufrieden mit den Vorgaben, die das Bundeswirtschaftsministerium mit seinem Motto „Efficiency first“ formuliert hat. Die Branche wächst – und das, obwohl die Energiepreise niedrig sind und mithin der ökonomische Anreiz zum Sparen. Lesen Sie auf Seite 9, welche Ergebnisse der von Deneff und PwC erstellte „Branchenmonitor Energieeffizienz 2017“ zur Entwicklung des milliardenschweren Marktes ans Tageslicht gebracht hat.

Weitere Themen in EUWID Neue Energie 24/2017:

  • Blockchain-Startup schließt Pilotprojekt für Energiehandel ab: Das kanadische Blockchain startup BTL hat ein Pilotprojekt im Bereich Energiehandel abgeschlossen für das man mit BP, Eni Trading & Shipping
    und Wien Energie namhafte Teilnehmer gewinnen konnte.
  • Industrie appelliert an Koalitionäre: Der Norden soll Energiewendeland Nr. 1 werden: Schleswig-Holstein soll weiter ein Vorreiter der Energiewende bleiben und die dadurch entstehenden
    Chancen sollten offensiv genutzt werden, sind sich der BWE
    die IG Metall und der DGB einig.

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