Mitnetz Strom: Bedarf für digitale Lösungen und für Netzausbau

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Bildquelle: enviaM

Mitnetz Strom, die Verteilnetztochter von enviaM, investiert in ein intelligentes, steuerbares und flexibles Stromnetz, um das Netz besser auszulasten und unnötigen Netzausbau zu vermeiden. Insgesamt will das Unternehmen in diesem Jahr rund 20 Mio. € für digitale Projekte ausgeben.

Eine intelligente und flexible Netzsteuerung sei erforderlich, um Angebot und Nachfrage von Strom exakt aufeinander abzustimmen, betont Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der Mitnetz Strom. Die Digitalisierung spiele dabei eine immer größere Rolle. Prognosedaten, neue Plattformen und Portale mit umfänglichen Geoinformationsdaten würden immer wichtiger.

Mitnetz Strom testet seit Ende 2018 lokalen Flexibilitätsmarkt

Seit Ende 2018 testet Mitnetz Strom den lokalen Flexibilitätsmarkt. Dabei kauft das Unternehmen Flexibilität über eine neu entwickelte Flexibilitätsplattform der Firma Nodes aus Norwegen. „Die Erzeugung erneuerbarer Energien findet vor allem im Verteilnetz statt. Das Steuern und Regeln der Stromeinspeisung gewinnt in den Verteilnetzen an Bedeutung“ so Schweer weiter. Zudem entwickelt der Netzbetreiber Geoinformationsportale zu Ladesäulenbestimmungen, Freileitungswarnung für Landwirtschaft und Meldung defekter Straßenbeleuchtungsanlagen.

Der „klassische“ Netzausbau im Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetz bleibt aber für Mitnetz Strom wesentlich. Zu den Aufgaben in diesem Bereich zähle es, Umspannwerke und Trafostationen zu modernisieren sowie Freileitungen im Mittelspannungs- und Niederspannungsnetz durch Erdkabel auszutauschen. Insgesamt sieht Mitnetz Strom ein Bauvolumen von rund 258 Mio. € im Jahr 2019 vor.

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