Mit Windretter Online-Petition für Speichertechnologien stimmen

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Max-Bögl-Naturstromspeicher
Symbolbild (Quelle: Max Bögl)

Energiespeicher gehören zur Energiewende wie der Wind zum Herbst. Eigentlich, denn seit Jahren werden Erneuerbare Energien nicht vollständig genutzt, sagen Sybille Riepe und Jule Claussen, Geschäftsführerinnen der Agentur motum und Initiatorinnen der Windretter-Kampagne. Ändern könnten dies Speicher, wenn diese nicht mit hohen Abgaben und Rechtsunsicherheiten belastet wären. Mit Windretter können sich Bürger jetzt per Online-Petition für Speichertechnologien als wichtige Bausteine in der Energiewende einsetzen.

Die Windretter-Kampagne fordert eine Korrektur der deutschen Gesetzgebung: Speichertechnologien müssen endlich vom Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) und der Einspeisegüteverordnung als gleichberechtigte Bestandteile eines klimafreundlichen Energiesystems behandelt werden. Windretter möchte den Deutschen Bundestag motivieren, innerhalb des gesetzgeberischen Rahmens der Energiewende neu über Stromspeicher nachzudenken: technologieoffen, flexibel und innovativ, um das klimaschützende Potenzial der Speichertechnologien zu heben.

Von der Wegwerfgesellschaft zur Sektorkopplung

 „Wir werfen sauberen Strom weg anstatt uns zu überlegen, wie wir die Energie intelligent einsetzen können,“ so Riepe. „Statt abzuschalten ist eine vielfältige Nutzung des wertvollen Stroms aus erneuerbaren Energien im Interesse der Bürger, der Energiewende und unserer Volkswirtschaft. Ohne Speicher kann es keine Energiewende geben.“

(Quelle: #Windretter-Kampagne www.windretter.info; Motum GmbH)

Die „abgeregelte“ Energiemenge habe allein im letzten Jahr 5,5 TWh betragen – fast so viel Strom, wie Hamburg in einem halben Jahr verbraucht. Wäre diese Menge erneuerbar erzeugt worden, hätten 3 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent eingespart werden können. Speichertechnologien haben zusätzlich das große Potential, die Erneuerbaren Energien auch im Verkehr, in der Logistik, in der Industrie und zur Wärmeversorgung zu nutzen.

„Wir haben schon viele positive Reaktionen auf unsere Idee erfahren. Jetzt freuen wir uns auf jede Unterschrift der Online-Petition“, so Riepe.

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Titelbildnachweis: Max Bögl

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