Mieterstrom: Start-up Voltaro setzt Großprojekt in Berlin um

Sonne und Wolken
Quelle: EUWID

Das Münchner Start-up Voltaro errichtet aktuell in Berlin eine PV-Dachanlage mit einer Leistung von 749,7 kWp. Wie der Mieterstromdienstleister gegenüber EUWID berichtet, handelt es sich bei dem Vorhaben um die „größte (uns bekannte) gewerbliche Mieterstrom-Photovoltaikanlage Deutschlands“. Kunde ist die Immobiliengesellschaft Augustus Management & Architecture.

Zunächst wurden 240 kWp errichtet, der zweite Anlagenteil soll im kommenden Jahr entstehen, wenn die restlichen Dächer des Büroquartiers saniert sind. Dann sollen jährlich 700 MWh Solarstrom erzeugt werden, die zu 70 Prozent direkt vor Ort verbraucht werden sollen. Zwei weitere gewerbliche PV-Mieterstromobjekte mit 400 kWp Leistung seien aktuell mit Augustus in Umsetzung, hier geht es um Einkaufspassagen mit Büro- und Gewerbeflächen. Die Immobiliengesellschaft plane, das gesamte Portfolio – soweit möglich – in Zusammenarbeit mit Voltaro mit PV-Anlagen auszustatten.

Voltaro setzt auf ein digitales Plattformmodell, das Immobiliengesellschaften mit Gewerbefokus, aber auch andere Unternehmen und Kommunen von der Planung über Angebotsauswahl und Bau bis hin zum Betrieb der Anlagen unterstützt. Als Mieterstromlösung kann der erzeugte Solarstrom direkt an Verbraucher im Gebäude geliefert werden. Dabei bietet das Start-up ein gestaffeltes Modell mit unterschiedlicher Wertschöpfungstiefe an. Es reicht von einer Pachtlösung, bei der Gebäudeeigentümer den geringsten Aufwand haben, bis hin zu einem „Aktivmodell“, bei dem Voltaro lediglich bei Betriebsführung und Stromlieferung unterstützend tätig wird. Voltaro habe sich zum Ziel gesetzt, eine Solaranlage auf jedem Gewerbedach wirtschaftlich möglich zu machen, heißt es.

Aktuell bereitet das Unternehmen eine Finanzierungsrunde vor, die Ende 2021 stattfinden soll. Parallel arbeitet das Start-up an der Erweiterung seines Partnernetzwerks, in das unter anderem EPCs, Solarteure und Elektriker eingebunden sind. Bereits im September/Oktober sollen weitere Projekte mit „namhaften Immobiliengesellschaften“ an den Start gehen.

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