Marktprämie: Grüne fordern Änderungen bei der Direktvermarktung von Erneuerbaren-Strom

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Bündnis 90/Die Grünen fordern Änderungen beim Marktprämienmodell für erneuerbare Energien. Dadurch sollen Zusatzkosten für Stromkunden über die EEG-Umlage verringert und Mitnahmeeffekte vermieden werden, heißt es in einer Mitteilung des Bundestags. In einem Antrag (Drucksache 17/9409) fordern die Grünen demnach, dass die Betreiber von größeren Bioenergieanlagen in Zukunft wählen können, ob sie das Modell der Marktprämie nutzen wollen. Außerdem fordert die Fraktion, die sogenannte Managementprämie für Wind- und Solarstrom bis 1. Juni 2012 auf maximal 0,7 ct/kWh und ab 1. August auf 0,1 ct/kWh abzusenken. Zur Begründung erklären die Abgeordneten der Grünen, dass das Ziel einer verbesserten Marktintegration der erneuerbaren Energien durch das Marktprämienmodell verfehlt worden sei. Zudem würde es erhebliche Kosten verursachen. Insbesondere die Managementprämie sei so hoch gefasst, dass „erhebliche Mitnahmeeffekte generiert werden können“, heißt es in dem Antrag. Die Grünen fordern daher, das Modell der Marktprämie evaluieren zu lassen, allerdings von einem anderen Institut als dem, das das Modell einst entwickelt hat. Die Marktprämie ist ein Instrument mit dem die Marktintegration der erneuerbaren Energien gefördert werden soll. Seit dem 1. Januar 2012 können Anlagenbetreiber ihren Strom direkt an der Strombörse vermarkten, anstatt den Strom aus der EEG-Umlage vergütet zu bekommen. Dabei wird die Differenz zwischen der EEG-Vergütung und dem an der Strombörse erzielten Preis durch die Marktprämie ausgeglichen. Entschließt sich ein Strombetreiber seinen Strom direkt zu vermarkten, muss er eine Einspeiseprognose abgeben. Daraus können sich finanzielle Risiken ergeben, die durch die Einführung einer Managementprämie ausgeglichen werden sollen. Sie wird pauschal gezahlt.


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