Mark-E betreibt Pumpspeicherkraftwerk Rönkhausen weiter

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PSW Rönkhausen
Quelle: Mark-E

Der zur Enervie Gruppe gehörende Energie- und Wasserversorger Mark-E wird sein Pumpspeicherkraftwerk (PSW) in Finnentrop-Rönkhausen auch über 2018 hinaus betreiben. Die dafür notwendige Sanierung erfolgt nicht allein, sondern unter Einbeziehung der der Stadtwerke Aachen AG (Stawag) als Partner im Rahmen eines Besitz-/Pacht-Modells. Entsprechende Vereinbarungen mit den Stadtwerken seien bereits getroffen worden, teilten die Unternehmen gemeinsam mit. Die Betriebsführung und die Vermarktung des Kraftwerks verbleiben in diesem Modell mindestens bis 2030 bei Mark-E.

Für den sicheren und wirtschaftlichen Weiterbetrieb werden in 2018 umfangreiche Sanierungs- und Revisionsmaßnahmen erforderlich. Zusätzlich soll eine Erweiterung der Speicherkapazität erfolgen. Insgesamt belaufen sich die Investitionen den Angaben zufolge auf rund 25 Mio. €, die im Rahmen einer Projektfinanzierung bereitgestellt werden. Seit dem 27. März 2015 verfügt Mark-E für das Pumpspeicherkraftwerk über eine neue, wasserrechtliche Genehmigung mit Laufzeit bis zum 31. März 2045. Die Bezirksregierung Arnsberg hatte bezüglich der anstehenden Sanierung des Oberbeckens bereits 2016 eine Fristverlängerung bis Mitte 2018 genehmigt (vgl. EUWID 39/2016).

Das PSW am Standort Finnentrop-Rönkhausen wurde 1969 in Betrieb genommen, hat eine Leistung von 140 Megawatt (MW) und ist eines von zwei Pumpspeicherkraftwerken in Nordrhein-Westfalen. Das Oberbecken liegt auf einer Höhe von 570 über Normalnull auf dem Dahlberg. Das Unterbecken liegt 270 Meter tiefer im Tal. Mit überschüssigem Strom wird Wasser zum Oberbecken gepumpt. Wird Strom benötigt, wird das Wasser über Turbinen zum Unterbecken hinabgelassen, um auf diese Weise Strom zu erzeugen. Pumpspeicherkraftwerke sind die derzeit die kostengünstigste Technologie zur mittelbaren Speicherung großer Strommengen. Sie werden aller Voraussicht nach auch zukünftig eine zentrale Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung der Energiewende spielen.

Nach den Beschlussfassungen in den Aufsichtsräten der Unternehmen erfolgte im Dezember 2017 die Befassung der Räte der Aktionärskommunen. Die Umsetzung des Modells steht unter dem Vorbehalt der Prüfung und Zustimmung seitens der Kommunalaufsicht und des Kartellamts.

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