M&A-Volumen im Bereich Stromwirtschaft und Erneuerbare 2013 um 10 Prozent eingebrochen

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Das Volumen der Übernahmen, Fusionen und Beteiligungen im Bereich Stromwirtschaft und erneuerbare Energien hat 2013 weltweit um zehn Prozent auf 141 Mrd. US-Dollar nachgegeben. Auch die Zahl der Transaktionen war nach einer Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) „Power & Renewables Deals“ rückläufig. Sie sank von 1.062 im Vorjahr um sechs Prozent auf 997 Deals. Schuld an der Delle ist nach Ansicht von PwC vor allem die Unsicherheit. Politische Diskussionen über Einspeisevergütungen, Probleme bei der Versorgungssicherheit und Unklarheit über die Richtung der Energiepolitik generell hätten Investoren abgeschreckt, erklärte das Unternehmen. Dennoch stiegen laut PwC die Transaktionen im Bereich der erneuerbaren Energien. Das Volumen der Deals legte im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 21,9 Mrd. US-Dollar zu. Die meisten Energieversorger suchten offenkundig den Zugang zu regenerativen Energien. Denn das Geschäftsmodell von Energieversorgern verändere sich grundlegend: Sie wandeln sich zu Energiedienstleistern, die Energie dezentral erzeugen und ihre Kunden mit diversen Angeboten unterstützen. Mit Übernahmen wollen sie neue Märkte und Technologien erschließen. Investoren aus dem asiatisch-pazifischen Raum waren auch 2013 wieder die aktivste Käufergruppe, geht aus der Studie weiter hervor. Ihr Anteil an den weltweiten Deals stieg von 33 auf 36 Prozent. Die Zahl der Transaktionen in Europa sank um drei Prozent. Das Volumen der Deals ging um 16 Prozent noch stärker zurück, von 52,1 Mrd. Dollar 2012 auf 43,7 Mrd. Dollar im Berichtsjahr. Europa musste die Führungsrolle als wichtigste Region an Asien-Pazifik abgeben, dort wurden Transaktionen im Wert von 44,3 Mrd. Dollar verzeichnet. Für das Jahr 2014 zeichnet sich ein besseres Umfeld für das M&A-Geschäft ab. Bei PwC rechnet man bei vielen energiepolitischen Themen in Europa mit mehr Klarheit. Das sollte das Vertrauen der Investoren erhöhen und das Transaktionsgeschäft beleben, heißt es. Ein wichtiges Signal könnte vom US-Markt ausgehen. PwC rechnet mit einem Anstieg der Megatransaktionen in der US-Stromindustrie, die zu positiven Impulsen für den gesamten Markt führen sollten.

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