Lob für Bürger-Windparkprojekt Rauhkasten/Steinfirst

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Nach der Inbetriebnahme des 12-MW-Windparks auf dem Rauhkasten/Steinfirst bei Gengenbach in der Nähe von Offenburg ist nun auch die finanzielle Bürgerbeteiligung gestartet. Zusammen mit den Stadtwerken Gengenbach können Bürger der umliegenden Gemeinden 50 Prozent des Windparks übernehmen. Das im Rahmen der Bürgerbeteiligung eingeworbene Geld dient zur Finanzierung von zwei der vier Windenergieanlagen. Insgesamt hat der Windpark 21 Mio. € gekostet.

Zu diesem Zweck wurde die Windenergie Gengenbach GmbH gegründet. Sie ist ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Gengenbach, die die zwei Windräder betreiben und die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung geschaffen haben. Das eingesetzte Geld der Bürger wird mit 2,5 Prozent pro Jahr fest verzinst. Die Mindestbeteiligung liegt bei 1.000 €, die Höchstsumme bei 10.000 €. Die Laufzeit der Windbeteiligung beträgt 20 Jahre. Die Rückzahlung erfolgt nach zehn Jahren in jährlichen Raten.

Für das Projekt gab es viel Lob von Land, Regierungspräsidium und dem Landratsamt, da die Wertschöpfung in der Region bleibt. Die Stadt Gengenbach sowie die Gemeinden Friesenheim und Hohberg werden von den Gewerbesteuereinnahmen profitieren, so die gemeinsame Mitteilung. Auch für den Zusammenschluss der Anlagen gab es Lob. Durch die Bildung einer Pachtgemeinschaft und eines Anlagenpools konnten die Interessen der verschiedenen Grundstückseigentümer als auch die der angrenzenden Gemeinden zusammengeführt werden. „Immer wieder verzögern sich Windenergieprojekte oder kommen erst gar nicht zustande, weil die Beteiligten sich nicht auf ein Vorgehen einigen können“, sagt Rolf Pfeifer, der Geschäftsführer des Freiburger Unternehmens endura kommunal, dass das Projekt begleitet hat.

„Die Interessen der Grundstückseigentümer haben wir beim Windpark Gengenbach daher in einer Pachtgemeinschaft gebündelt und dann gemeinsam einen Projektentwickler gesucht, der diese Interessen am besten abdeckte.“ Das von endura kommunal vorgeschlagene Modell verhindert, dass mit verschiedenen Projektentwicklern Verträge abgeschlossen werden und schließlich keines der Unternehmen zum Zuge kommen kann, da alle Grundstücke für das Windvorhaben benötigt werden. Mit dem Modell der Pachtgemeinschaft erhalten die Eigentümer einen gerechten Anteil an den Pachterlösen, die Realisierung von Windparkprojekten geht schneller voran.

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