Linde will Power-to-X-Anlage in Leuna Mitte 2022 in Betrieb nehmen

64
Power-to-Gas-Anlage im Energiepark Mainz
Quelle: Linde Group

Das mit 24 Megawatt Leistung bei Inbetriebnahme weltgrößte Power-to-X-Anlagenprojekt zur Erzeugung und Verflüssigung von grünem Wasserstoff entsteht derzeit am Chemie- und Raffinerie-Standort Leuna in Sachsen-Anhalt. Die geplante Elektrolyse-Anlage soll Linde zufolge zu Beginn mithilfe von zertifiziertem Ökostrom, später mit in der Nähe erzeugten Erneuerbaren ab Mitte 2022 bis zu 3.200 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr herstellen. Konstruktion, Bau und Betrieb der Anlage erfolgen aus einer Hand durch Linde. Die PEM (Proton Exchange Membrane)-Technologie der Elektrolyse stammt dabei von Lindes Joint-Venture-Partner ITM Power.

Linde versorgt in Leuna – eingebunden in eines der größten Industriecluster in Deutschland – mit seinem kompletten Produktportfolio von Industriegasen dort ansässigen Kunden sowie das umliegende Netzwerk. „Durch die Elektrolyse-Anlage im industriellen Maßstab, insbesondere in Verbindung mit der aktuell erweiterten Verflüssigung, wird dieses Portfolio perfekt ergänzt“, sagte Jens Waldeck, bei Linde zuständig für das Gasegeschäft in Westeuropa. „Für Leuna sprechen außerdem das gut ausgebaute Rohrleitungsnetz und die hervorragende Infrastrukturanbindung.“ Linde wird seine Industriekunden über das bestehende Pipelinenetz oder per Lkw mit dem grünen Elektrolyse-Wasserstoff beliefern, mit dem auch Wasserstofftankstellen in der Region versorgt werden sollen.

Wasserstoff-Verflüssiger geht bereits Anfang 2021 in Betrieb

Das Bauprojekt umfasst neben der Elektrolyse einen neuen Wasserstoff-Verflüssiger, der bereits Anfang 2021 in Betrieb gehen wird, sowie infrastrukturelle Maßnahmen in Leuna in Zusammenarbeit mit dem Standortbetreiber InfraLeuna GmbH. Dieses Projekt wird durch Fördermittel im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) unterstützt. An der Finanzierung des bewilligten Zuschusses sind das Land Sachsen-Anhalt sowie die Bundesrepublik Deutschland beteiligt. Für die rund 60 Mio. € teure Investition kommt jeder vierte Euro aus dem Bund-Länder-Topf zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW).

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein