Lichtblick-Umfrage: Zwei Drittel der Mieter kann sich Bezug von Mieterstrom vorstellen

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Das Bundeskabinett verabschiedet voraussichtlich morgen das Mieterstromgesetz. „Damit ist der Weg für die Förderung von Mieterstrom geebnet und Unternehmen sowie Dienstleister können sich bei der Umsetzung neuer Projekte auf einheitliche Rahmenbedingungen verlassen“, betont der Ökoenergieanbieter Lichtblick.

Das Unternehmen präsentiert eine aktuelle Umfrage, nach der sich zwei Drittel der Mieter vorstellen können, Mieterstrom zu beziehen. Lediglich jeder sechste Mieter würde sich gegen Mieterstrom entscheiden. Und: Gegenwärtig beziehen gerade einmal vier Prozent der Befragten Mieterstrom.

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov befragte im April 2017 im Auftrag von Lichtblick 2.017 Personen, darunter 1.371 Mieter. Die größte Hürde bei der Etablierung von Mieterstrom dürfte nicht die Akzeptanz der Bewohner sein, sondern fehlende erneuerbare Anlagen.

Keine für Mieterstrom geeigneten Anlagen auf 82 Prozent der Mietswohnungen

Die Lichtblick-Umfrage zeigt, dass in 82 Prozent der Mietswohnungen keine Anlagen installiert sind, mit denen vor Ort grüner Strom erzeugt werden könnte, also beispielsweise Blockheizkraftwerke oder PV-Anlagen – wobei es Zuschüsse für Mieterstrom dem Gesetzentwurf zufolge nur für PV-Anlagen geben soll. Nur 12 Prozent der befragten Mieter geben an, dass ihrer Kenntnis nach erneuerbare Anlagen in ihrer Mietswohnung vorhanden sind. „Um das Potenzial von 3,8 Mio. Wohnungen, die für Mieterstrom in Deutschland laut einer Studie vom Bundeswirtschaftsministerium in Frage kommen, voll auszuschöpfen, müssen in den kommenden Jahren rund 370.000 Solaranlagen installiert werden”, sagt Gero Lücking, Geschäftsführung Energiewirtschaft bei Lichtblick. Auf lange Sich entlaste Mieterstrom das EEG-Konto.

Lichtblick wertet Mieterstromgesetz als “wichtiges Signal für den Mieterstrommarkt”

Bislang mussten alle Projekte einzeln unter anderem mit Netzbetreibern abgestimmt werden, da es keine einheitlichen Rahmenbedingungen gab, so Lücking. „Das aktuelle Gesetz bringt Klarheit und ist ein wichtiges Signal für den Mieterstrom-Markt.“

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