KWK-Index fällt auf tiefsten Stand seit 13 Jahren

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Der KWK-Index ist im ersten Quartal 2016 auf ein historisches Tief gefallen. Nach Angaben des BHKW-Infozentrums lag er bei 2,517 Cent je kWh und erreichte damit ein Preisniveau, das zuletzt vor 13 Jahren im Jahr 2003 vorgeherrscht hatte. Im Vergleich zum vierten Quartal 2015 mit 3,319 Cent je kWh ist der KWK-Index um rund 25 Prozent eingebrochen. Der Durchschnitt der letzten sechs Quartale, der für Wirtschaftlichkeitsberechnungen empfohlen wird, liegt derzeit bei 3,108 Cent je kWh. Der KWK-Index entspricht bis zu einer bestimmten Leistung dem „üblichen Preis“, der sich an dem jeweils durchschnittlichen an der Leipziger Strombörse EEX erzielten Grundlaststrompreis des jeweils vorangegangenen Quartals orientiert. Im KWK-Gesetz aus dem Jahr 2012 galt diese Bestimmung des KWK-Indexes für Anlagen mit bis zu zwei Megawatt elektrischer Leistung. Im neuen KWK-Gesetz (KWKG 2016) ist gemäß §4 Abs. 3 KWKG 2016 eine Eingrenzung dieser einfachen Preisregelung für den in das „öffentliche Netz“ eingespeisten Überschussstrom aus der KWK-Anlage geplant. Da bei neu errichteten KWK-Anlagen über 100 kW eine Pflicht zur Direktvermarktung existiert, wird der KWK-Index zukünftig vorrangig für KWK-Anlagen bis 100 kW und nicht mehr wie im KWKG 2012 bis 2.000 kW bestimmend sein. Für KWK-Anlagen, die nach dem KWK-Gesetz 2012 vergütet werden, gelten weiterhin die Regelungen des KWKG 2012. Damit besteht die Möglichkeit, bei KWK-Anlagen bis 2.000 kW während des Förderzeitraums für die Stromerlöse den Wert des „üblichen Preises“ anzunehmen. .

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