KWK-Anlagenhersteller 2G Energy profitiert 2020 von Auslands- und Servicegeschäft

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Gasmotoren in BHKW
Bildquelle: 2G Energy

Die 2G Energy AG hat ihren Konzernumsatz von 236,4 Mio. € im Vorjahr auf 246,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2020 gesteigert. Das geht aus einer Mitteilung des Herstellers von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) hervor, den testierten Konzernabschluss und den Geschäftsbericht 2020 wird 2G am 29. April veröffentlichen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von 15,5 Mio. € auf 16,4 Mio. €, somit stieg die EBIT-Marge von 6,5 auf 6,7 Prozent. Die Gesamtleistung erhöhte 2G im Geschäftsjahr 2020 um 12,4 Prozent auf 254,2 Mio. €.

Das Auslandsgeschäft hat mit einem um 14 Prozent auf 94,4 Mio. € gestiegenen Umsatz überproportional zum Umsatzwachstum beigetragen. Insgesamt wurden 43 Prozent der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von KWK-Anlagen im Ausland erzielt (Vorjahr: 39 Prozent). Umsatzstärkste Niederlassung war erneut die 2G Energy Inc. in den USA, die ihren Umsatz von 18,4 Mio. € auf 27,2 Mio. € steigern konnte. Es folgt die 2G Energy Ltd. in Großbritannien mit 22,2 Mio. €, nach 18,1 Mio. € im Vorjahr.

Umsatzwachstum im Ausland und im Servicebereich

Die Umsatzerlöse durch Servicedienstleistungen sowie durch den Ersatzteilverkauf sind gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 93,3 Mio. € (Vorjahr: 89,4 Mio. €) und damit 38 Prozent der Konzernumsatzerlöse durch den Geschäftsbereich Service erzielt.

Angesichts des lebhaften Jahresauftakts sowie vor dem Hintergrund der perspektivisch weiter steigenden Service-Umsatzerlöse ist der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr optimistisch, einen Konzernumsatz zwischen 245 Mio. und 260 Mio. € zu erreichen, bisher war der Vorstand von 240 Mio. bis 260 Mio. € ausgegangen. Die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2021 sieht derzeit eine EBIT-Marge zwischen 6,0 und 7,5 Prozent vor.

Positive Erwartung für 2021, Risiko durch Pandemie

Trotz der bisherigen Unternehmensentwicklung und der positiven Aussichten kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Corona-Pandemie im laufenden Jahr bei 2G bemerkbar macht und Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung hat. Das könnte in Form rückläufiger Bestellungen, Zulieferengpässen, logistischen Problemen oder notwendiger Quarantäne-Maßnahmen in Produktion, Vertrieb oder Verwaltung an den 2G Standorten oder im Partnernetzwerk passieren.

Mittelfristig hält der Vorstand weiterhin an seinem Ziel fest, bis 2024 einen Umsatz in Höhe von 300 Mio. € zu erreichen und durch Effizienzgewinne aus den Leitprojekten, Margenbeiträge aus dem Servicegeschäft sowie Kostendegressionen eine EBIT-Marge von zehn Prozent zu erwirtschaften.

2G gründet 2G Energy International GmbH

Um das mittelfristige Umsatzziel zu erreichen und die internationale Markterschließung und -betreuung noch stärker zu fokussieren, wird 2G eine Gesellschaft mit der Firmierung 2G International GmbH mit Sitz in Heek gründen. Aufgabe dieser neuen Vertriebsgesellschaft ist es, Exportmärkte noch intensiver zu bearbeiten, insbesondere diejenigen, die bisher noch nicht von einer eigenen Landesgesellschaft betreut werden. Gleichzeitig sollen auf diese Weise die Belange der Exportmärkte ohne eigene Landesgesellschaft intern besser gebündelt und strukturiert werden.

Zum Geschäftsführer der 2G Energy International GmbH wurde Jan van Ooijen ernannt, der Erfahrungen in der internationalen Heizungsbau- und Infrastrukturszene hat. „Wir freuen uns, dass Jan seine jahrzehntelange Erfahrung, die er nicht zuletzt auch als COO unseres wichtigen Partners, der BDR Thermea-Gruppe, gewinnen konnte, nun für uns einsetzen wird“, so CEO Christian Grotholt. „Jans internationaler Background und seine Mehrsprachigkeit werden uns helfen, neue Perspektiven zu gewinnen, neben dem Ausbau der erschlossenen Absatzmärkte attraktive Auslandsmärke zu identifizieren, einen systematischen Markteintritt zu planen und letztlich ehrgeizige Ziele im Exportgeschäft insgesamt zu realisieren. Konsequent folgen wir damit unserer langjährigen Strategie, uns unabhängiger von lokalen Märkten zu machen.“

Hier finden Sie den Bericht zum Geschäftsjahr 2019:

BHKW-Hersteller 2G wächst kontinuierlich

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