Kurzmeldungen von EUWID Neue Energie – Archiv

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In diesem Artikel finden Sie die Kurzmeldungen bis März 2021. Die aktuellen Kurzmeldungen sind hier abrufbar.

  • (23. März 2021) Für Stadtwerke und Energieversorger bringt finanzielle Bürgerbeteiligung an der Energiewende eine Vielzahl von positiven Effekten jenseits der Akzeptanzförderung mit sich. Kundenbindungsmöglichkeiten, Produktvertrieb und die Differenzierung von Wettbewerbern werden heute im Rahmen von Bürgerbeteiligungen erzielt. Die eueco GmbH unterstützt mit Software-Lösungen bereits mehr als 350 Bürgerbeteiligungsprojekte und hat nun einen Praxis-Leitfaden für die Energiedienstleister erstellt. Der Leitfaden beantwortet in 10 Punkten häufig gestellte Fragen. Beispielsweise geht es um die Identifizierung geeigneter Projekte, den Überblick über praxisrelevante Beteiligungsmodelle, unterschiedliche Strukturierungs- und Ausgestaltungsmöglichkeiten sowie deren Effekte auf das Kerngeschäft der Unternehmen. Der Leitfaden ist über den Link https://bit.ly/3f5FyvP abrufbar.

  • (19. März 2021) Elektrolyseure, neuartige Windturbinen, digitale Energiekonzepte – interessierte Unternehmen und Studierende können sich ab sofort und bis einschließlich 28. Mai 2021 (16 Uhr) mit ihren Ideen, Projekten und Abschlussarbeiten für den zehnten German Renewables Award bewerben. Das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) vergibt 2021 den Branchenpreis in den Hauptkategorien Lebenswerk, Produktinnovation des Jahres, Projekt des Jahres, Studentenarbeit des Jahres, in der Nebenkategorie Journalistenpreis und erstmals in der neu geschaffenen Rubrik Wasserstoffinnovation des Jahres. In der neuen Kategorie „Wasserstoffinnovation des Jahres“ sind nur Vorhaben mit einem klaren Bezug zur Wasserstofferzeugung, -speicherung, -transport oder –verwendung zugelassen. Diese Vorhaben können sich sowohl auf ein Produkt als auch auf ein Projekt beziehen. Dabei sollte der Fokus auf der Verwendung von Wasserstoff liegen, der durch den Einsatz regenerativer Energien erzeugt wurde („Grüner Wasserstoff”). Der German Renewables Award ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 € ausgelobt. Die offizielle Verleihung findet voraussichtlich am 18. November 2021 in Hamburg statt.

  • (18. März 2021) Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser- und Windkraft sowie der Chancen- und Risikolage erwartet die österreichische Verbund AG für das Geschäftsjahr 2021 ein Ebitda zwischen rund 1,080 und 1,300 Mrd. € sowie ein Konzernergebnis zwischen rund 450 Mio. € und 590 Mio. €. Wie der Energiekonzern mitteilte, konnte er im Geschäftsjahr 2020 sein Ergebnis steigern – trotz der negativen Auswirkungen durch Covid-19. Das Ebitda stieg um 9,2 Prozent auf 1,293 Mrd. €. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 13,8 Prozent auf 631,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr.

    Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke lag mit 1,01 auf Vorjahresniveau und um einen Prozentpunkt über dem langjährigen Durchschnitt. Die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke stieg in den Quartalen eins bis vier 2020 deutlich um 14,8 Prozent an. Die Erzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich somit im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode um 864 GWh. Der durchschnittlich erzielte Absatzpreis im Bereich der Eigenerzeugung aus Wasserkraft konnte aufgrund dieser Entwicklungen um 5,6 €/MWh auf 44,6 €/MWh gesteigert werden. Der Ebitda-Beitrag im Segment Wasser stieg somit deutlich an.

  • (15. März 2021) Die Daldrup & Söhne AG ist von der Ruhr-Universität Bochum im Rahmen eines Forschungsvorhabens beauftragt worden, die 5.700 m lange Bohrung der Enex Power Germany GmbH in Geretsried zu komplettieren und darin Untersuchungen über Möglichkeiten der weiteren Erschließung durchzuführen. Der Projektwert bewegt sich im oberen einstelligen Millionenbereich. Das Vorhaben hat zum Ziel, die Verbesserung des hydraulischen Anschlusses an ein klüftiges Thermalwasserreservoir und dessen technische Machbarkeit aufzuzeigen. Dabei sollen bestehende, durch Enex Power Germany GmbH bereits erschlossene Kluftgesteinssysteme wie ein „natürlicher Wärmetauscher“ genutzt werden. Die Arbeiten sollen im 2. Quartal 2021 beginnen.

    Vorstandssprecher Andreas Tönies erklärte hierzu: “Das Verbund-Forschungsvorhaben ist ein weiterer Schritt, eine Erschließung geothermischer Energie in Regionen zu ermöglichen, die bisher für eine hydrothermale Erschließung ungeeignet scheinen. Die Ergebnisse werden helfen, die enormen Potenziale der Geothermie als konstante und grundlastfähige Technik zur Strom- und Wärmeproduktion effizienter zu nutzen.”

  • (12. März 2021) Die Verhandlungsführer des Rates und des Europäischen Parlaments haben eine vorläufige Einigung über die zweite Auflage der Fazilität „Connecting Europe“ erzielt. Mit der Neuauflage des EU-Leitprogramms sollen auch künftig Schlüsselprojekte in den Bereichen Verkehr, Digitales und Energie finanziert werden. Das von 2021 bis 2027 laufende Programm wird mit umfangreichen Mitteln in Höhe von insgesamt 33,71 Mrd. € (zu laufenden Preisen) ausgestattet. Davon entfallen 5,84 Mrd. € auf den Sektor Energie.

    „Im Bereich Energie soll das Programm zur weiteren Integration des europäischen Energiemarkts beitragen, die grenz- und sektorübergreifende Interoperabilität der Energienetze verbessern, die Dekarbonisierung fördern und Versorgungssicherheit gewährleisten“, teilte der Europäische Rat mit. Zudem sollen Mittel für grenzübergreifende Projekte im Bereich der Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen bereitgestellt. „Bei der Festlegung der Zuschlagskriterien wird der Kohärenz mit Energie- und Klimaplänen der EU und der Mitgliedstaaten sowie dem Grundsatz ‚Energieeffizienz an erster Stelle’ Rechnung getragen, heißt es. Die jetzt erzielte vorläufige Einigung muss vom Rat gebilligt werden. Sie wird nun dem Ausschuss der Ständigen Vertreter (AStV) des Rates zur Billigung vorgelegt. Sobald die Verordnung sowohl vom Rat als auch vom Europäischen Parlament angenommen ist, tritt sie am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft. Sie wird rückwirkend ab dem 1. Januar 2021 gelten.

  • (11. März 2021) Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote ist jetzt dem Bundestag zugeleitet worden ist. Damit folge die Bundesregierung der Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (EU) 2018/2001 (RED II), die den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch des Verkehrssektors (Straße und Schiene) auf mindestens 14 Prozent für das Jahr 2030 angehoben hat, teilte der Bundestag mit. Die Förderung von Erneuerbaren im Verkehr erfolgt seit 2015 durch die Treibhausgasminderungs-Quote. Diese verpflichtet Unternehmen, die Kraftstoff in Verkehr bringen, die Treibhausgasemissionen ihres Kraftstoffes um einen bestimmten Prozentsatz zu senken. Erreichen sollen sie dies unter anderem dadurch, dass sie erneuerbare Energieerzeugnisse in Verkehr bringen.

    Im Einzelnen sieht der Gesetzentwurf vor, die Treibhausgasminderungs-Quote für Otto- und Dieselkraftstoffe anzuheben. Außerdem soll eine Mindestquote für das Inverkehrbringen erneuerbarer strombasierter Flugturbinenkraftstoffe eingeführt werden. Um strombasierte Kraftstoffe zu fördern, wird laut Gesetzentwurf die Anrechnung von ausschließlich mit erneuerbaren Energien hergestellten flüssigen Kraftstoffen und von grünem Wasserstoff sowohl im Straßenverkehr als auch zur Produktion konventioneller Kraftstoffe zugelassen. Der Gesetzentwurf ist dem Bundesrat am 12. Februar 2021 als besonders eilbedürftig zugeleitet worden. Die Stellungnahme des Bundesrates steht noch aus.

  • (9. März 2021) Der Aachener Energieversorger Stawag startet im Nordosten der Stadt den Bau eines Blockheizkraftwerks. Die Anlage soll dazu beitragen, die Fernwärme, die aktuell noch zu 90 Prozent aus der Abwärme des Kohlekraftwerks Weisweiler gewonnen wird, Schritt für Schritt auf KWK sowie Erneuerbare wie Tiefengeothermie und Solarthermie umzustellen. Die Beauftragungen für die Anlagen und den Hochbau wurden jüngst vergeben, heißt es bei der Stawag. Seinen Betrieb soll das neue BHKW im September 2022 aufnehmen. Die Anlage hat eine Leistung von je rund 22 MW elektrisch und thermisch, das Investitionsvolumen liegt bei rund 30 Mio. €. Der Wärmespeicher soll auch Energie aus Geothermie und anderen „ökologisch günstigen“ Quellen aufnehmen können. „Die Anlage kann auf der Basis von Biomethan betrieben werden, sofern der Markt dies in ausreichender Menge hergibt“, heißt es seitens der Stawag weiter. Eine Nutzung von grünem Wasserstoff sei technisch ebenfalls machbar, wenn dieser in einer konstanten Menge beigemischt wird.

  • (8. März 2021) Über 35.000 Solar-, 189 Wasserkraft-, 380 Bioenergie und 833 Windenergie-Anlagen erzeugen in Thüringen Strom. E-Autos können derzeit 853 öffentliche Ladepunkte ansteuern. Diese und weitere Informationen liefert ab sofort der Energieatlas Thüringen, den das Thüringer Umweltministerium und die Landesenergieagentur ThEGA gemeinsam vorgestellt haben. Der Energieatlas richtet sich an Kommunen, Unternehmen, öffentliche Verwaltungen sowie interessierte Bürger und greife als erste Anwendung dieser Art auf Informationen des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur zurück. Der Atlas ist kostenfrei unter www.energieatlas-thueringen.de abrufbar.

  • (3. März 2021) Für die weitere Elektrifizierung des Bahnverkehrs in Deutschland will der Bund auch alternative Zugantriebe voranbringen. Ein neues Förderprogramm des Verkehrsministeriums sieht dafür 74 Mio. € bis 2024 vor. Unterstützt werden sollen etwa die Beschaffung von Fahrzeugen mit Batterien und Brennstoffzellen, um mit Elektromotor auf nicht oder nur teils elektrifizierten Strecken zu fahren. Gefördert werden sollen unter anderem auch Vorrichtungen an Bahnhöfen oder Oberleitungsabschnitten zum Nachladen von Batterien. Das Ministerium hatte Anfang 2019 ein Elektrifizierungsprogramm mit weiteren Maßnahmen vorgestellt. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD vereinbart, 70 Prozent der deutschen Schienenstrecken bis 2025 zu elektrifizieren – zuletzt hatten 61 Prozent Leitungen für E-Loks. Nachholbedarf gibt es vor allem im Nahverkehr, wie das Ministerium erläutert. Denn Güter- und Fernzüge fahren meist auf elektrifizierten Hauptstrecken, während Regionalzüge auch auf nicht elektrifizierten Nebenstrecken unterwegs sind. Da elektrisch betriebene Züge auch mehr Kilometer fahren und mehr Passagiere transportieren, werden insgesamt rund 90 Prozent aller Beförderungsleistungen elektrisch erbracht. (dpa)

  • (2. März 2021) Berlin macht Solaranlagen aus Klimaschutzgründen zur Pflicht. Den Entwurf des entsprechenden „Solargesetzes Berlin“ hat der rot-rot-grüne Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur jetzt beschlossen. Die Regelung soll von 2023 an gelten. Dann sind Photovoltaikanlagen für Neubauten vorgeschrieben und für Bestandsgebäude, bei denen das Dach wesentlich umgebaut wird. Der Rat der Bürgermeister der Berliner Bezirke hat bereits zugestimmt. Nun muss der Gesetzentwurf noch vom Abgeordnetenhaus beschlossen werden. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft, die den Gesetzentwurf ausgearbeitet hat, will Berlin bis spätestens 2050 ein Viertel seines Strombedarfs aus Solarenergie abdecken. Durch die Solarpflicht lassen sich den Angaben zufolge innerhalb von fünf Jahren rund 37.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid einsparen. (dpa)

  • (1. März 2021) Der KWK-Anlagenhersteller 2G hat im vergangenen Jahr Umsatzerlöse von rund 247 Mio. € erwirtschaftet. Die Gesamtleistung liegt nach vorläufigen Zahlen bei rund 250 Mio. € (Vorjahr: 226,1 Mio. €). Vor dem Hintergrund der im oberen Bereich der zuletzt kommunizierten Bandbreite liegenden Umsatzerlöse (235 bis 250 Mio. €) geht der Vorstand für 2020 von einer Ergebnismarge auf EBIT-Ebene von 6,25 bis 7,0 Prozent aus. Wesentliche Impulse für die Umsatzsteigerung seien insbesondere aus einem „lebhaften Auslandsgeschäft“ sowie aus dem Service gekommen. Das Auslandsgeschäft stieg auf rund 94 Mio. € (Vorjahr: 82,9 Mio. €), das Servicegeschäft legte auf rund 93 Mio. € (Vorjahr: 89,4 Mio. €) zu. Für das laufende Jahr geht das 2G-Management von einem Umsatz von 240 bis 260 Mio. € aus. 2G beschäftigt rund 700 Mitarbeiter, die am Hauptsitz in Heek, Deutschland, in Nordamerika sowie in fünf weiteren europäischen Standorten tätig sind.

  • (24. Februar 2021) Alpiq und RWE haben einen Vertrag zur Direktvermarktung des 459-MW-Wind- und Wasserkraftportfolios von RWE auf dem spanischen Festland abgeschlossen. Dieser sieht auch den Zugang zu den spanischen Systemdienstleistungsmärkten vor. Das Schweizer Unternehmen stärke mit dem Vertrag seine Position als eine führende Dienstleistungsanbieterin für erneuerbare Energien in Spanien. Alpiq bietet seit mehreren Jahren Direktvermarktung im Bereich Solarenergie, Kraft-Wärme-Kopplung und Biomasseanlagen auf dem spanischen Festland an. Die Gruppe vermarktet nunmehr in Spanien eine installierte Leistung von 1.500 MW, darin enthalten ist auch das eigene, hochflexible 400-MW-Gas-Kombikraftwerk Plana del Vent in Tarragona. Die Vermarktung des Wind- und Wasserkraftportfolios von RWE ergänze das Alpiq Portfolio in Spanien „optimal“, heißt es. Alpiq liefert nach eigenen Angaben mehr als eine TWh Strom an spanische Industriekunden. Darüber hinaus versorgt Alpiq Industriekunden mit mehr als 4 TWh Gas und will zudem ihre Position im Flüssiggas-Markt ausbauen.

  • (22. Februar 2021) BayWa r.e. hat übernimmt die IoT-, Asset Intelligence- und Data Science-Lösungen von Kaiserwetter. Damit stärke man die Expertise des Unternehmens beim Einsatz digitaler Plattformen im Bereich der Betriebsführung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen, heißt es bei BayWa r.e.. Mit der Transaktion werden Kaiserwetters Software-Plattformen Aristoteles und IRIS sowie die Softwareentwicklungs- und Data Science-Teams des Unternehmens mit Sitz in Hamburg in den Geschäftsbereich Services von BayWa r.e. integriert. Die cloudbasierte IoT- und AI-Plattform Aristoteles wurde entwickelt, um die Leistung von Investment-Portfolios im Bereich Erneuerbare Energien zu maximieren. IRIS ist eine internetbasierte Analytics Machine, die detaillierte Einblicke und Berichte für Due Diligence, Asset Performance und Potenzialanalysen bereitstellt. Die Übernahme unterstreiche das Ziel von BayWa r.e., die eigene Digitalisierungsstrategie voranzutreiben und die Rolle von Asset Intelligence-Lösungen in der Erneuerbare-Energien-Branche intensiv zu erweitern. Die erworbenen Lösungen ergänzten die 2019 erfolgte Übernahme des kanadischen Softwareunternehmens PowerHub.

  • (18. Februar 2021) Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW und der Energiedienstleister  haben eine Kooperation vereinbart. Inhalt soll in einem ersten Schritt die „praktische Umsetzung der Sektorenkopplung“ als Bestandteil der Energiewende in Deutschland sein. Hierzu sollen deutschlandweit veraltete Nachtspeicherheizungen in einem von Getec entwickelten Modell durch neue Speicherheizungen für die Mitglieder des GdW gewechselt werden. „Der Tausch ist sowohl für Eigentümer als auch Mieter kostenneutral“, heißt es bei Getec. Der Vorteil liege hierbei in der bedarfs- und prognosegerechten Beladung der deutlich effizienteren Heizungen sowie in der CO2-neutralen Versorgung auf Basis eines ökologischen Stromproduktes. Hierdurch würden im Schnitt rund 5 Tonnen CO2 pro Wohneinheit und Jahr eingespart. Beim Austausch aller in Deutschland verbauten Nachtspeicherheizungen könnten so rund 5 Mio. Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden. „Die Energiewelt von morgen ist dezentral, digital und grün – und sie ist gleichzeitig besser vernetzt. Immobilienwirtschaft und Energiewirtschaft müssen deshalb zusammenwachsen, um über die Sektoren hinweg erfolgreich zu sein“, sagt Michael Lowak, Segment CEO Immobilienwirtschaft der Getec Group.
  • (15. Februar 2021) Microsoft-Gründer Bill Gates will beim Kampf gegen den Klimawandel eingreifen und will dazu in den kommenden fünf Jahren zwei Milliarden Dollar in entsprechende Start-Ups und andere Projekte investieren. Es gelte, mit Innovation eine Klimakatastrophe zu verhindern, sagte er dem „Handelsblatt“. „Es ist nicht unmöglich, aber es ist sehr schwierig“, führte der Milliardär aus und forderte zugleich eine Verfünffachung staatlicher Forschungsinvestitionen weltweit in saubere Energien und andere Klimainnovation innerhalb des nächsten Jahrzehnts – nach seiner Schätzung jährlich mindestens 110 Milliarden Dollar. Anlass der Forderung ist Gates’ neues Buch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“. Darin fordert er das Absinken der CO2-Emissionen bis 2050 auf null, um riesige Umwelt- und Wirtschaftsschäden zu vermeiden. „Wir müssen die physikalische Wirtschaft in einem Tempo verändern, wie noch nie in der Geschichte zuvor.“ Dazu seien etwa CO2-Steuern, Zertifikatehandel sowie alternative Energien wie Solar und Wind unverzichtbar. (dpa)

  • (12. Februar 2021) Anfang Februar 2021 ist die neue digitale Plattform der E-world energy & water an den Start gegangen. Zehn Tage nach Öffnung „E-world Community“ seien bereits knapp 1.000 Nutzer in der E-world Community registriert, berichtet der Messeveranstalter. Mit der Community stehe der Energiewirtschaft nun ganzjährig eine digitale Plattform zur Vernetzung und Information untereinander sowie zur Geschäftsanbahnung zur Verfügung. Zudem werde sich ein umfangreiches digitales Vortragsprogramm mit aktuellen Herausforderungen der Branche beschäftigen, heißt es. Seit der vergangenen Woche können sich Nutzer unter https://community.e-world-essen.com kostenfrei für die Community registrieren. „Der große Vorteil unserer Plattform ist, dass wir ganz gezielt Anbieter und Nachfrager bestimmter Produkte und Services zusammenbringen“, sagt Stefanie Hamm, Geschäftsführerin der E-world energy & water. „Die Community übernimmt die aufwendige Suche nach der passenden Lösung für eine Problemstellung und vermittelt qualifizierte Kontakte.“

  • (12. Februar 2021) Zwei Wochen nach dem Bundestag hat am 12. Februar 2021 auch der Bundesrat ein Gesetz zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Ausbau von Höchstspannungsstromleitungen gebilligt. Es nimmt unter anderem 35 neue Netzausbauvorhaben in verschiedenen Bundesländern in die Bedarfsplanung auf und ändert acht bisherige Projekte, teilte die Länderkammer mit. Die Vorhaben können aufgrund ihrer energiewirtschaftlichen Notwendigkeit nun schneller realisiert werden – unter anderem durch erst- und letztinstanzliche Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts für Klagen gegen die behördlichen Genehmigungen.
    Ziel des Gesetzes ist es, länderübergreifende und grenzüberschreitende Planungen durch verschiedene Änderungen zu beschleunigen und Bürokratiehemmnisse abzubauen, um den energie- und klimapolitischen Zielen einschließlich des synchronen Ausbaus von Erzeugungsanlagen erneuerbarer Energien und der Stromnetze Rechnung zu tragen. Dieses Ziel hatte der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum zugrundeliegenden Gesetzentwurf der Bundesregierung ausdrücklich begrüßt. Das Gesetz enthält zudem Regelungen für Ausschreibung und Förderung von Batteriespeicheranlagen – sie sollen unter anderem dem Aufbau von so genannten Netzbooster-Pilotanlagen dienen. Das Gesetz kann nach Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Es soll am Tag darauf in Kraft treten.

  • (11. Februar 2021) Die EnergieAgentur.NRW hat eine Info-Broschüre zum Thema Bürgerenergie veröffentlicht. In „Bürgerenergie in Nordrhein-Westfalen – Gemeinsam für die Energiewende“ geht es um Planung und Umsetzung von Bürgerenergieanlagen. Zielgruppe sind Kommunen und Kreise, Stadtwerke und Unternehmen, interessierte Bürger sowie Gründungsinitiativen. Dabei werden grundlegende Fragen rund um das Thema Bürgerenergie beantwortet. Zudem wird anhand von Geschäftsmodellen sowie Projektbeispielen aus Nordrhein-Westfalen dargestellt, wie Bürger sich aktiv finanziell an Erneuerbare-Energien-Anlagen beteiligen und so selbst zu Energieproduzenten werden können. Die Broschüre kann im Internet unter link.euwid.de/eanrw-be heruntergeladen werden.

  • Jörg Kubitza, ab 01. März 2021 Geschäftsführer von Ørsted in Deutschland (Bildquelle: Ørsted)
    (9. Februar 2021) Zum 1. März 2021 übernimmt Jörg Kubitza als Geschäftsführer die Leitung der deutschen Ørsted Gesellschaft. Der 50-jährige wird Nachfolger von Volker Malmen, der das Unternehmen verlässt. Gemeinsam mit Co-Geschäftsführer Malte Hippe werde Kubitza die „positive Entwicklung von Ørsted in Deutschland“ fortführen, heißt es seitens des Unternehmens. „Deutschland ist ein strategischer Kernmarkt für Ørsted und als größte Volkswirtschaft Europas wird es zweifellos im Mittelpunkt des europäischen Übergangs zu grüner Energie im kommenden Jahrzehnt stehen“, sagt Rasmus Errboe, Senior Vice President und verantwortlich für die Region Europa bei Ørsted. Kubitza verfügt über langjährige Erfahrungen in leitenden Funktionen in der Energiewirtschaft. So verantwortete er beim tschechischen Energieversorger CEZ A/S bis Ende 2019 das deutsche Erneuerbare-Energien-Geschäft als Geschäftsführer und war dort auch als Head of Strategy maßgeblich bei dem Aufbau der Aktivitäten in Deutschland und Frankreich beteiligt. Seine Expertise im Bereich Offshore-Windkraft hat Jörg Kubitza insbesondere in seiner Zeit bei Mitsubishi Power Systems und später bei MHI Vestas aufbauen können.
  • (5. Februar 2021) Im Auftrag des Bundesumweltministeriums will sich die KfW Bankengruppe auch in den nächsten Jahren als Investorin auf dem Green-Bond-Markt engagieren und so zur Weiterentwicklung dieses Marktsegments beitragen. „Green Bonds sind ein wichtiges Instrument, um Kapital für den Übergang zu einer umweltgerechten und klimaneutralen Wirtschaft zu mobilisieren“, heißt es bei der KfW. Die Bankengruppe habe hierzu seit 2015 ein Portfolio mit grünen Anleihen aufgebaut, das nun, nach Erreichen der Zielmarke von 2 Mrd. €, auf einem Niveau von 2 bis 2,5 Mrd. € verstetigt werden soll. Die KfW wird bei ihren Investments auch weiterhin Wert legen auf hohe Standards, etwa mit Bezug auf Transparenz und eine gute Berichterstattung über die Mittelverwendung und Wirkungen der finanzierten Vorhaben. Künftig werde sie in ihre Anlageentscheidungen auch verstärkt die Ausrichtung der Emittenten selbst in puncto Klimaschutz und Nachhaltigkeit einbeziehen.
  • (29. Januar 2021) 75 Windenergieunternehmen aus Nordrhein-Westfalen haben sich in einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) gewandt. Darin fordern sie die Landesregierung auf, von den geplanten Abstandsregeln abzurücken, berichtet der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE NRW). Durch den Wegfall von Dreiviertel der notwendigen Flächen sähen die Unternehmen anderenfalls sowohl das Erreichen der Klimaziele als auch jährliche Investitionen in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro gefährdet. Unter den geplanten Abstandsvorgaben stünden für die Windenergie lediglich rund 0,5 Prozent der Landesfläche zur Verfügung, heißt es. Damit NRW seinen notwendigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele im Bund leisten kann, müssten jedoch mindestens zwei Prozent der Landesfläche für den Ausbau der Windenergie zur Verfügung gestellt werden. Dadurch, dass ein 1.000-Meter-Abstand bereits zu zehn Wohnhäusern im Außenbereich gelten soll, fielen große Flächenpotenziale im häufig zersplittert besiedelten ländlichen Raum in NRW unweigerlich weg. Die neuen Regelungen erschwerten zudem das Repowering. „Dadurch droht faktisch nicht nur ein Ausbaustopp, sondern sogar ein Rückbau der Windenergieleistung in Nordrhein-Westfalen.“

  • (29. Januar 2021) Das Energiesparen kommt in der Europäischen Union nur langsam voran. 2019 sank der Verbrauch an Primärenergie im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent, der Endenergieverbrauch um ein Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat jetzt mitteilte. Im Jahr vor der Pandemie war die EU demnach noch deutlich entfernt von ihrem eigenen Effizienzziel für 2020. Der Primärenergieverbrauch ist der gesamte Energiebedarf, der Endenergieverbrauch die tatsächlich von Nutzern verbrauchte Menge. Der Unterschied entspricht dem Eigenverbrauch des Energiesektors sowie den Verlusten bei Erzeugung und beim Transport. Die EU hatte sich 2007 vorgenommen, den Energieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent zu senken. 2019 lag der Primärenergieverbrauch noch 3,0 Prozent über dem Zielwert für 2020, der Endenergieverbrauch 2,6 Prozent darüber, wie Eurostat weiter mitteilte. (dpa)

  • (26. Januar 2021) Das Schweizer Technologieunternehmen Ecocoach bringt ein herstelleroffenes E-Mobility-Lastmanagement für Wohngebäude und Unternehmen auf den Markt. Es reduziere die Belastung von Netzanschlüssen durch Ladestationen und senke so die Installations- und Betriebskosten „erheblich“, heißt es seitens des Unternehmens. Der „ecoChargingCoach“ basiert auf dem Gebäude-Energiemanagementsystem von Ecocoach. Das System könne Ladestationen verschiedener Hersteller ansteuern sowie deren Daten auswerten. Der ecoChargingCoach könne in der Basisausführung bis zu zehn AC-Ladestationen managen, Lastspitzen könnten so vermieden werden. Zukünftig soll das System auch DC-Ladestationen einbinden. Sowohl ein statisches als auch ein dynamisches Lastmanagement sind den Angaben zufolge möglich. Beim dynamischen Lastmanagement misst der ecoChargingCoach den Energiebedarf im Objekt und berücksichtigt die verfügbare Gesamtleistung bei der Steuerung der Ladepunkte automatisch. Dabei können auch optionale Energiespeicher angesteuert werden, um die verfügbare Ladeleistung zu erhöhen.

  • (26. Januar 2021) Der Darmstädter Öko-Energieversorger Entega hat die Mehrheit an der Energy Market Solutions übernommen. Verkäufer ist die Digital Energy Solutions (DES), die die Stromaktivitäten der Viessmann Familie verantwortet. Im Zusammenhang mit der Übernahme wurden auch die Energy Project Solutions-Aktivitäten von Entega erworben. Das Wirksamwerden der Transaktionen steht noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden, Angaben zum finanziellen Volumen der Übernahme machten die beteiligten Unternehmen nicht. Energy Market Solutions mit Sitz in Berlin beschäftigt rund 25 Mitarbeiter und ist im Bereich von Beschaffung und Handel von Strom tätig. Mit einer fünfstelligen Anzahl an ViShare Kunden sei Viessmann wichtiger Partner der Energy Market Solutions. Dazu gehört auch die Viessmann ViShare Stromcommunity, bei der private Stromproduzenten 100-prozentigen Ökostrom beziehen. Die DES werde als Mitgesellschafter auch künftig an der Weiterentwicklung der Energy Market Solutions beteiligt bleiben, heißt es. Die Geschäftsanteile von Energy Project Solutions, ebenfalls eine Aktivität von DES mit Sitz in München, gehen im Zuge der Transaktion vollständig an die Entega über. Energy Project Solutions ist im Projektgeschäft für Solaranlagen und Batterie(groß)speicher tätig.

  • (25. Januar 2021) Mit dem Online-Solarkataster stellt das Umweltministerium erstmals alle Dachflächen im Land Rheinland-Pfalz flächendeckend dar. „Das landesweite Online-Solarkataster ist ein Meilenstein für unsere Solar-Offensive und die Energiewende im Land“, sagte die neue Umweltministerin Anne Spiegel zum Start des Online-Solarkatasters. Das Online-Solarkataster erleichtere den Informationszugang durch eine „niedrigschwellige Erstabschätzung“ für Gebäudeeigentümer. Auch Unternehmen, Kommunen oder die Landwirtschaft könnten das Solarkataster nutzen. Der integrierte Wirtschaftlichkeitsrechner ermögliche eine Abschätzung, ob sich eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage lohnen und für einen noch besseren Ertrag z.B. durch einen PV-Speicher, eine Wärmepumpe oder ein E-Auto ergänzt werden sollten. Das Ergebnis des Online-Solarkatasters könne als Grundlage für weitere Schritte zur Umsetzung einer PV-Anlage genutzt werden. Nach den Daten des Statistischen Landesamts gibt es in Rheinland-Pfalz fast 1,2 Millionen Wohngebäude. Hinzu kommen Gebäude von Kommunen, Unternehmen und der Landwirtschaft. „Um bis zum Jahr 2030 die Stromversorgung komplett aus erneuerbaren Energien zu gewährleisten, müssen wir den PV-Ausbau etwa verdreifachen“, sagte Spiegel.

  • (18. Januar 2021) In Nordrhein-Westfalen soll mehr Photovoltaik auf die Gewerbedächer gebracht werden. Das sieht eine gemeinsame Initiative des Landes mit Unternehmen und Verbänden vor. Ziel sei eine Verdopplung der in NRW installierten Photovoltaik-Leistung bis 2030 auf 10 GW, teilte der Handelsverband NRW am Freitag mit. An der Initiative beteiligen sich nach Angaben des NRW-Wirtschaftsministeriums unter anderem die Discounter Aldi und Lidl, die Supermarktketten Edeka und Rewe, der Möbelhändler Ikea und der Betreiber von Einkaufszentren ECE. Photovoltaik trage maßgeblich zum Gelingen der Energiewende bei, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) laut Mitteilung. „Sie ist kostengünstig, in der Bevölkerung breit akzeptiert und sie erlaubt eine Stromerzeugung direkt bei den Verbrauchern.“ (dpa)
  • (15. Januar 2021) An der Universität Rostock ist ein neues Institut für Windtechnik, Energiespeicherung und Netzintegration (Iwen) gegründet worden. Das Iwen soll die Forschung und Lehre auf dem Gebiet der regenerativen Energien und nachhaltigen Energieversorgung sowie den Technologietransfer an der Universität fördern, hieß es am Donnerstag. Es ermögliche der Universität, einen direkteren Zugang zum Stand der Technik in den für die Energiewende besonders relevanten Bereichen zu erreichen. Für Studierende werden sich ideale Optionen für Abschlussarbeiten und für Absolventen ausgezeichnete Einstiegsmöglichkeiten in die Forschung ergeben. (dpa)
  • (15. Januar 2021) Iris Stempfle ist mit Wirkung zum 01. Januar 2021 zur Geschäftsführerin von Iberdrola in Deutschland ernannt worden. Sie tritt die Nachfolge von Jürgen Blume an, der nach 15 Jahren bei Iberdrola in den Ruhestand wechselt. Stempfle blicke auf eine langjährige Karriere in der internationalen Offshore-Windindustrie zurück. Sie hatte u.a. die Leitung der deutschen Niederlassung von Fred. Olsen Windcarrier inne und war Geschäftsführerin des Joint Ventures United Wind Logistics.
  • (13. Januar 2021) Die niedersächsischen Landesbehörden erhalten 20 Mio. € für die Anschaffung von E-Autos sowie das Einrichten von Ladesäulen. Die Investition mit Geld aus dem Corona-Sondervermögen beschloss die Landesregierung am Montag. „Als Land wollen wir beim Ausbau der E-Mobilität mit gutem Beispiel vorangehen“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Gleichzeitig solle mit einem hohen Anteil emissionsfreier oder -armer Elektroantriebe bei den landeseigenen Fahrzeugen ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Das 20-Mio.-€-Programm des Landes richtet sich an alle Dienststellen. Sie sollen künftig bei notwendiger Neuanschaffung oder dem turnusmäßigen Austausch von Fahrzeugen soweit möglich E-Fahrzeuge berücksichtigen. Dabei ist die Landesregierung selber noch kein großes Vorbild bei der Nutzung von E-Autos. Fast alle Kabinettsmitglieder sind weiterhin in schweren Dienstlimousinen mit Verbrennungsmotoren unterwegs. Einige fahren immerhin eine Hybridvariante, bei der ein elektrischer Teil des Antriebs den Verbrenner unterstützt. Auch beim öffentlichen Ladenetz für Elektroautos ist Niedersachsen nach einer Erhebung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bislang Mittelmaß. (dpa)

  • (13. Januar 2021) RWE veräußert ihre Portfolios an 19 Kleinwasserkraftwerken in Frankreich und Portugal an den österreichischen Energieversorger Kelag. In der Kapazität von insgesamt 65 MW (pro rata) sind auch 3 MW Windkraft enthalten. 16 Beschäftigte wechseln im Zuge des Verkaufs zu dem Kärntner Unternehmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion soll im Laufe des Jahres – mit Wirksamkeit zum 1. Januar 2021 – abgeschlossen werden. RWE ist seit 2001 an der Kelag beteiligt und hält 37,9 Prozent am Energieversorger. Im Herbst 2020 hatten das Land Kärnten und RWE vereinbart, ihre erfolgreiche Partnerschaft für ein weiteres Jahrzehnt fortzusetzen. Ziel der Kooperation sei es, die Position der Kelag als führendes Energieunternehmen und als Kompetenzzentrum für Wasserkraft weiter auszubauen und zu stärken. RWE wolle sich hingegen beim Ausbau der erneuerbaren Energien auf Investitionen in Windkraft an Land und auf See, in Photovoltaik und Speichertechnologien konzentrieren.
  • (12. Januar 2021) Für Solaranlagen können in Thüringen wieder Fördermittel des Landes beantragt werden. Der im November aufgrund der hohen Nachfrage verhängte Antragsstopp sei aufgehoben worden, teilte das Umweltministerium am Sonntag mit. Im diesjährigen Landeshaushalt stünden 12,8 Mio. € für Solarenergie bereit. Die Fördersumme habe sich damit im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. In Thüringen sind den Angaben zufolge derzeit etwa 35.000 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 1.900 MW installiert. „Mit der Fortsetzung der Solarförderung wollen wir den Ausbau auch in den kommenden Jahren weiter unterstützen“, teilte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) mit. Die Förderung „Solar Invest“ gibt es in Thüringen seit 2016 (dpa).

  • (11. Januar 2021) Die neue rheinland-pfälzische Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne) stellt an diesem Montag die Schwerpunkte ihrer Arbeit vor. Begleitet wird sie von dem neuen Staatssekretär Ulrich Kleemann. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) will Spiegel neue Förderprogramme vorstellen. Ein Programm mit der Bezeichnung „Klima-Bonus Rheinland-Pfalz“ soll voraussichtlich im späten Frühjahr starten und zur Flankierung bestehender Bundesprogramme insgesamt 4,5 Mio. € bereitstellen. Dabei soll der Austausch von besonders klimaschädlichen alten Ölheizungen gefördert werden, wenn die neue Anlage ausschließlich mit erneuerbaren Energien arbeitet. Bis zum Ende der Legislaturperiode nach der Landtagswahl am 14. März führt Spiegel nun zwei Ministerien. Zusätzlich zum Familien- und Integrationsministerium übernahm sie zum Jahreswechsel auch die Aufgaben in den Ressorts Umwelt und Energie. Sie trat damit die Nachfolge von Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) an, die wegen einer monatelangen Affäre um rechtswidrige Beförderungen in ihrem Haus zum Jahreswechsel ihren Rücktritt erklärt hatte. (dpa)
  • (05. Januar 2021) In Baden-Württemberg geht das Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ in die nächste Runde. Vorbehaltlich der Zustimmung des Finanzausschusses im Landtag könne das Umweltministerium für die Jahre 2021 und 2022 weitere zehn Mio. € einplanen, wie das Land Baden-Württemberg mitteilt. Die Neuauflage des Förderprogramms soll am 1. März 2021 starten und spätestens am 31. Dezember 2022 enden. Das Geld stamme aus dem Maßnahmenpaket „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ des zweiten Nachtragshaushalts 2020/2021. Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller rechnet mit „erheblichen Investitionen von rund 100 Mio. €“, die mit der Neuauflage des Förderprogramms ausgelöst würden. Das Förderprogramm fördere Batteriespeicher ausschließlich in Verbindung mit Photovoltaikanlagen, die neu errichtet werden. Zudem sei ein Bonus für diejenigen vorgesehen, die zusätzlich Ladepunkte für Elektrofahrzeuge einbauen.
  • (23. Dezember 2020) Das Bundeswirtschaftsministerium hat kurz vor Weihnachten den Entwurf für ein Gesetz zur zügigen und sicheren Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen in die Elektrizitätsverteilernetze (SteuVerG) zur Stellungnahme an die Verbände versendet. Das berichtet der Bundesverband der Energiemarktdienstleister (BEMD). Der Entwurf sehe vor, § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) durch ein Parlamentsgesetz grundlegend neu zu fassen. Daneben werden auch entsprechende Änderungen im Messtellenbetriebsgesetz und in den entsprechenden Verordnungen – Niederspannungsanschlussverordnung und Stromnetzentgeltverordnung – vorgeschlagen. Die Weiterentwicklung von § 14a EnWG ist wichtig, um eine zeitnahe und effiziente Integration von Ladevorrichtungen für Elektromobilen, Wärmepumpen und dezentralen Speichern in die Niederspannungsnetze zu ermöglichen, betont der BEMD.

  • (17. Dezember 2020) Die Hamburg Commercial Bank (HCOB) hat gestern einen Vertrag über die Veräußerung eines Kreditportfolios in Höhe von circa 700 Mio. € an die UniCredit Bank AG geschlossen. Das Portfolio enthält den Angaben der HCOB zufolge ausschließlich performante Kredite für Erneuerbare Energie-Projekte in Deutschland, Finnland, Frankreich und Irland. Das Portfolio wurde im Anschluss an ein offenes und wettbewerbsorientiertes Verfahren veräußert. Vorbehaltlich aufschiebender Bedingungen wird der Vollzug im ersten Quartal 2021 erwartet. Für die Hamburg Commercial Bank waren Morgan Stanley & Co. International plc als Finanzberater, Deloitte LLP als Transaktionsberater und Freshfields Bruckhaus Deringer als externer Rechtsberater tätig.
  • (11. Dezember 2020) Das Berliner Unternehmen IAV hat eine selbstlernende Software entwickelt, mit der Verteilnetzbetreiber ihre strategische Zielnetzplanung automatisieren und unterschiedliche Erweiterungsszenarien vergleichen können. Die Software „IAV Optera“ beschleunige den Planungsprozess und reduziere die Investitionskosten dank optimierter Netzstrukturen. Mit der Softwarelösung könnten bestehende Netze optimiert werden, die Investitionskosten seien in Tests um „bis zu 20 Prozent“ gesunken, heißt es. Herzstück von IAV Optera ist eine von IAV optimierte Variation des Ameisenalgorithmus, der bei logistischen Verteilungsaufgaben häufig verwendet wird. IAV Optera führe Lastfluss- und Kurzschlussberechnungen durch, prüfe Fehlerfälle und finde geeignete Trennstellen im Netz. Zusätzlich ermittele das Programm geeignete Trassenverläufe für neue Erdkabel und optimiere die Positionen der Kabelverzweigungen. „Unter tausenden Netzvarianten die beste herauszufiltern ist eine typische Optimierungsaufgabe für komplexe Fragestellungen mit vielen Parametern, wie wir sie im Automotive-Engineering an vielen Stellen lösen müssen. Dieses Know-how haben wir nun in IAV Optera gepackt und ermöglichen es den Netzbetreibern damit, die zunehmende planerische Komplexität beherrschbar zu halten“, heißt es seitens des Unternehmens. Die Software wird Stromnetzbetreibern als Software as a Service (SaaS) über einen sicheren Cloud-Zugang angeboten.

  • (7. Dezember 2020) Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will Verbraucher bei der EEG-Umlage weiter entlasten. Scholz sagte in einer Videobotschaft zum Nachhaltigkeitstag: „Alle, auch die mit kleinen und mittleren Einkommen, müssen sich den Strom aus erneuerbaren Energien leisten können.“ Deshalb habe die Koalition mit dem Konjunkturpaket die EEG-Umlage zunächst stabilisiert. Scholz sagte weiter: „Aus meiner Sicht müssen wir die EEG-Umlage weiter absenken. Wenn wir eine alternative Finanzierung hinbekommen so bald wie möglich auch einmal auf null. Und zwar ohne das Tempo zum Ausbau der Erneuerbaren zu drosseln.“ Auch in der SPD-Bundestagsfraktion gibt es Forderungen, die EEG-Umlage abzuschaffen. Als Ersatz könnten Einnahmen aus der CO2-Bepreisung im Verkehr und bei Gebäuden verwendet werden, sowie eine höhere Stromsteuer und Haushaltsmittel. Aus Regierungskreisen hieß es, dass sich das Volumen der EEG-Umlage je nach Prognose in den kommenden Jahren auf 19 Mrd. € bis 24 Mrd. € pro Jahr beläuft. (dpa)

  • (26. November) Die Industrie-Dienstleister Getec Group und AB Energy Deutschland GmbH haben eine strategische Kooperation vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit sei es, die gemeinsamen Kunden mit dezentralen und ganzheitlichen Energielösungen zu unterstützen und so ihren CO2-Ausstoß und ihre Kosten „maßgeblich zu reduzieren“, heißt es von Seiten der beiden Unternehmen. Getec plane die Gesamtkonzeption und finanziere, errichte und betreibe im Outsourcing-Ansatz die Energie- und Medienversorgung beim Kunden. AB Energy fertige dazu maßgebliche Systemkomponenten wie schlüsselfertige und modulare KWK-Anlagen und kombiniere diese je nach Konzeption mit weiteren Bausteinen für eine effiziente Energieversorgung. Hierzu zählten Strom- und Wärmespeichern, heißt es. Die Anlagen könnten dabei auch mit „Grünen Gasen“ wie Biomethan oder Wasserstoff betrieben werden.

  • (25. November) Deutschland hat die Erwartungen in einen kontinuierlichen Anstieg der Energieeffizienz im Jahr 2019 nicht erfüllen können. Vor allem in der Industrie und im Verkehrsbereich hat sich die Energieeffizienz nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) wieder verschlechtert. Die privaten Haushalte sowie der Sektor Gewerbe-Handel-Dienstleistungen verzeichneten zwar Zugewinne bei der Energieeffizienz, bleiben aber ebenfalls deutlich hinter der von der Bundesregierung für den gesamten Endenergieverbrauch geforderten Zielmarke von 2,1 Prozent pro Jahr zurück. Die AG Energiebilanzen berechnet regelmäßig aktuelle gesamtwirtschaftliche und sektorbezogene Statistiken zur Entwicklung der Energieeffizienz in Deutschland. Die systematische Beobachtung der Energieeffizienz ist ein wichtiger Beitrag zum Monitoring der Energiewende und erfolgt auf Grundlagen und Methoden, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erarbeitet wurden.
    Die Analysen zu den Energieffizienz-Indikatoren können hier aufgerufen werden.

  • (19. November) Die Mitgliederversammlung des Bundesverbands Solarwirtschaft hat Jörg Ebel, Vice President Public Affairs bei der IBC Solar AG, ins Präsidium gewählt. Ebel verstärkt das Führungsteam um Joachim Goldbeck (Photovoltaik) und Moritz Ritter (Solarthermie), die beide für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt wurden. Ebel soll sich im Vorstand eng mit Michael Entrup (Hoppecke Batterien GmbH) und Oliver Koch abstimmen. Letzterer rückte als neuer CEO der Sonnen GmbH in den BSW-Vorstand auf. Mit der Ernennung Ebels würden auch die Themen Energiespeicherung und Energiemanagement im Verband weiter aufgewertet. Der Anspruch des Verbandes, führendes Sprachrohr der Solarindustrie zu bleiben, seo durch die Wahl von Dr. Gunter Erfurt, CEO bei der Meyer Burger Technology AG und von Ulrich Haddung, CSO bei der SMA Solar Technology AG unterstrichen worden, heißt es beim BSW. In ihren Ämtern für weitere zwei Jahre bestätigt wurden Dr. Dierk Paskert (CEO Encavis AG), Alexander Schütt (GF BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH), Oliver Beckel (Hanwha Q-Cells) und Helmut Jäger (Solvis GmbH).
  • (19. November) Niedersachsens Wissenschaftsministerium fördert die Forschung an „grünem“ Wasserstoff mit Millionensummen. Gefördert würden Forschungsverbünde, die an der Weiterentwicklung der Zukunftstechnologie arbeiten, teilte die Leibniz Universität Hannover mit. Die Hochschule leitet nach eigenen Angaben zwei der fünf geförderten Projekte und ist an einem weiteren Verbund beteiligt. Von den fünf in der ersten Ausschreibungsrunde erfolgreichen Projekten würden im kommenden Jahr drei ausgewählt, hieß es. Diese sollten dann ab Sommer 2021 mit je zwei Mio. € gefördert werden. Für die erste Phase gebe es 100.000 € pro Projekt. Gefördert werden die Verbünde vom Programm „Innovationslabore für Wasserstofftechnologien“ des Ministeriums. Mit dem Prozess der Elektrolyse befasst sich den Angaben zufolge das Forschungsprojekt von Professor Richard Hanke-Rauschenbach vom Institut für Elektrische Energiesysteme. Ziel sei eine deutlich effizientere Wasserstofferzeugung. Die Verbrennung von Wasserstoff wiederum ist Gegenstand eines zweiten Innovationslabors. Es gehe im Projekt des Instituts für Technische Verbrennung darum, wie Wasserstoff in annähernd herkömmlichen Verbrennungsmotoren oder künftigen Flugzeugtriebwerken eingesetzt werden kann. (dpa)
  • (16. November) Der Beirat bei der Bundesnetzagentur hat einstimmig seine Übereinstimmung mit der Präsidentenkammerentscheidung der Bundesnetzagentur erklärt, vorrangig der Energiewirtschaft die Nutzung der weitflächigen 450 MHz-Frequenzen zu ermöglichen. „Damit wird eine krisenfeste und flächendeckende Kommunikationstechnologie für die deutsche Energiewirtschaft ermöglicht, die auch die Interessen der Behörden und Sicherheitsaufgaben nicht aus dem Blick verliert“, konstatierte der Beiratsvorsitzende Olaf Lies. Die Entscheidung gebe den Akteuren der Energiebranche und Wasserwirtschaft zugleich die notwendige Planungssicherheit für die nächsten Jahre, um die Digitalisierung der Netze auf Basis der 450 MHz-Technik umzusetzen. Die Energiewirtschaft nutzt als Teil der kritischen Infrastruktur zur Daseinsvorsorge bereits seit mehreren Jahren erfolgreich die Frequenzen des 450 MHz-Frequenzbandes. Für die weitere Nutzung hatten auch die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) Ansprüche angemeldet. In der nun gefundenen Lösung wird den BOS die Nutzung von freien Kapazitäten ermöglicht, sofern es keine Beeinträchtigungen für die Anwendungen der kritischen Infrastrukturen gibt. Angesichts anderer zur Verfügung stehender Frequenzen werde so den Interessen aller Beteiligter Rechnung getragen. Mit der BNetzA-Einigung von Präsidentenkammer und Beirat kann das Frequenzvergabeverfahren starten. Es wird als Ausschreibung durchgeführt.
  • (12. November) Die Global Tech I Offshore Wind GmbH refinanziert ihre bestehenden Darlehen mit einem Gesamtpaket von rund 520 Mio. € sowie weiteren Bankbürgschaften. Mit dem erfolgreichen Abschluss werde die bisherige Projektfinanzierung des 400 MW Offshore Windparks von ursprünglich über eine Mrd. €, an der insgesamt 16 Banken, sowie die beiden Investitionsbanken EIB und KfW beteiligt waren, abgelöst, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die neue Finanzierung wird von einem Kreis aus acht Banken bereitgestellt. Daran beteiligt sind die Société Générale, SEB, KfW IPEX-Bank, BayernLB, Rabobank, ING, ASN sowie die Kommunalkredit Austria. Neu in den Kreis der finanzierenden Banken hinzugekommen sind die BayernLB und die Kommunalkredit Austria. Hauptanteilseigner der Global Tech I Offshore Wind GmbH sind die Energieversorger Stadtwerke München GmbH, Entega AG, der Schweizer Energiekonzern Axpo International S.A. und die Esportes Offshore Beteiligungs-GmbH, zusammen mit sechs kleineren Anteilseignern.

  • (11. November) Encavis Asset Management AG hat weitere Wind- und Solarparks in Frankreich und den Niederlanden erworben. Die Anlagen werden in das Portfolio des exklusiv von der BayernLB angebotenen Banken-Spezialfonds Encavis Infrastructure Fund II eingebracht, heißt es seitens der Tochter des Wind- und Solaranlagenbetreibers Encavis. Verkäufer des Windparks „Bois Gautier“ in Westfrankreich ist die Energiequelle GmbH, die entsprechenden Verträge wurden jetzt unterzeichnet. Der Windpark mit fünf Windenergieanlagen des Typs Enercon E-92 wurde neu errichtet und hat Ende September 2020 den Betrieb aufgenommen. Zudem wird bis Ende dieses Jahres der niederländische Solarpark „Tynaarlo“ um 6,7 MW erweitert. Der Solarpark „Tynaarlo 2“ mit schwimmenden Anlagen wird unweit der Stadt Groningen auf einem Baggersee errichtet. Entwickelt und realisiert wird die PV-Anlage vom niederländischen Projektentwickler GroenLeven, einer Gesellschaft der BayWa r.e. Unternehmensgruppe. Das Gesamtportfolio, das Encavis AM für institutionelle Mandate aufbaut und managt, ist durch die Akquisitionen auf knapp 800 MW gewachsen. Der Trend setzt sich nach Einschätzung des Unternehmens fort: „Das Interesse von institutionellen Investoren, die nachhaltig anlegen wollen, ist deutlich gestiegen“, sagt Karsten Mieth, Sprecher des Vorstands der Encavis Asset Management AG.
  • (4. November 2020) Der Verband für Wärmelieferung (VfW) gibt sich einen neuen Namen. „In den vergangenen 30 Jahren, die der Contractingverband nun besteht, hat sich vieles verändert“, sagte Verbandsgeschäftsführer Tobias Dworschak im Rahmen des Jahreskongresses, der aufgrund der Corona-Krise erstmalig digital stattfand. „Wir haben deshalb eine Neugestaltung unserer Marke und damit verbundenen einen neuen Namen auf den Weg gebracht.“ Aus dem VfW werde nunmehr vedec, Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting.
    „Dieser Schritt erfordert auch von uns Mut, denn der VfW hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich als Marke für Contracting etabliert. Dennoch leisten unsere Mitglieder heute so viel mehr als nur Wärme zu liefern“, so Dworschak weiter. Man werde sich als Verband weiterhin intensiv für die Schaffung besserer Rahmenbedingungen für die Energiedienstleistung Contracting einsetzen – sowohl auf Anbieterseite, als auch auf Mieter- und Kundenseite. Dazu gehörten zum Beispiel die Schaffung besserer Bedingungen für die Umsetzung von Contracting-Geschäftsmodellen im Rahmen der Wärmelieferverordnung „oder unser Input bei der Diskussion zum Thema Kundenanlage“, so Dworschak weiter.
  • (4. November 2020) Die EnBW entwickelt gemeinsam mit der Tochter Netze BW als Verteilnetzbetreiber die digitale Plattform NetzliveX. Dabei handele es sich um ein „umfassendes Werkzeug für den Netzbetrieb der Zukunft“, heißt es seitens des Konzerns. Erster Baustein der Plattform ist den Angaben zufolge eine Softwarelösung zur Umsetzung des Redispatch 2.0. Sie soll Verteilnetzbetreibern aus ganz Deutschland zur Verfügung stehen. Ziel von NetzliveX Redispatch 2.0 ist laut EnBW ein „ganzheitliches und vorausschauendes Engpassmanagement über alle Netzgrenzen und -betreiber hinweg“.
    Die IT-Lösung umfasse die wichtigsten Funktionen, die zur Umsetzung der Redispatch 2.0-Anforderungen erforderlich seien. Der modulare Aufbau ermögliche es, viele unterschiedliche Bestandssysteme bei den Verteilnetzbetreibern anzubinden. Darüber hinaus unterstützt sie den Datenaustausch mit DA/RE und Connect+, sodass sie für alle Verteilnetzbetreiber in Deutschland geeignet sei, die komplexen Anforderungen zu erfüllen. DA/RE ist eine gemeinsame digitale Plattform zur Koordination von Maßnahmen zur Netzstabilisierung und Engpassbeseitigung in Baden-Württemberg über alle Netzebenen hinweg. Stichtag für die Umsetzung ist gemäß Netzausbaubeschleunigungsgesetz (Nabeg) der 1. Oktober 2021.

  • (28. Oktober) „Wir wollen eine Verdoppelung der derzeit installierten PV-Leistung auf 11 GW im Jahr 2030.“ Das sagte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) anlässlich des Solarbranchentages in Stuttgart. Sowieso vorhandene Dachflächen, die für die Solarnutzung geeignet sind, böten „sicher das größte Potenzial“. Aber auch Freiflächen-PV-Anlagen, schwimmende PV-Anlagen und Agro-PV könnten einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Photovoltaik und damit zum Klimaschutz leisten.

    Untersteller nannte vordringlich fünf Punkte, die auf Bundesebene bei der aktuellen Reform-Diskussion um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) berücksichtigt werden müssen:

    • Die Ausbauziele für Photovoltaik müssten hoch gesetzt werden.
    • Es darf keine Ausschreibungspflicht für Dachanlagen bis 750 kW geben.
    • Anlagen, die älter sind als 20 Jahre, müssten „unbürokratisch in der Stromerzeugung und am Netz gehalten“ werden.
    • Die Eigennutzung von Solarstrom dürfe nicht eingeschränkt werden, um die nötigen Investitionsanreize für neue PV-Anlagen zu setzen.
    • Es brauche ein eigenes Förder- und Ausschreibungssegment für Agro-Photovoltaik im neuen EEG. Agro-PV kommt im Entwurf bislang nicht vor.
  • (21. Oktober) Der Oldenburger Energie- und Telekommunikationskonzern EWE hat erfolgreich eine Anleihe in Höhe von 500 Mio. € und einer Laufzeit von zwölf Jahren platziert. Nach etwas mehr als drei Stunden seien die Bücher mit einer 3,6-fachen Überzeichnung wieder geschlossen worden, berichtet EWE. Die Stückelung erfolgt in 1.000-€-Schritten. Der Zinscoupon beträgt 0,375 Prozent. Die Anleihe diene der allgemeinen Unternehmensfinanzierung inklusive der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten.

    „Mit dieser niedrigen Verzinsung haben wir in einem herausfordernden Marktumfeld einen hervorragenden Coupon erzielt“, sagt Wolfgang Mücher, EWE Vorstand Finanzen. Der Zinssatz und die sehr hohe Nachfrage machten deutlich, dass die Investoren von der Strategie überzeugt seien, weiter auf eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energie- und Telekommunikationsinfrastruktur und Energieerzeugung zu setzen.“ EWE nutzt für die Unternehmensfinanzierung verschiedene Instrumente wie beispielsweise auch Schuldscheindarlehen und bilaterale Darlehen. Am Kapitalmarkt war EWE zuletzt vor neun Jahren mit einer Anleihen-Emission aktiv. Die Anleihe wurde ausschließlich von europäischen Investoren gezeichnet.

  • (19. Oktober) Gunnar Groebler, Leiter des Geschäftsbereichs Wind von Vattenfall, wird im Frühjahr 2021 das Unternehmen verlassen, um Vorstandsvorsitzender des deutschen Stahl- und Technologieunternehmens Salzgitter AG zu werden. Das teilte Vattenfall mit. Groebler kam 1999 zu Vattenfall und habe entscheidend dazu beigetragen, Vattenfall zu einem führenden Unternehmen im Bereich der Erzeugung erneuerbarer Energien zu machen. „Nach 21 spannenden und lehrreichen Jahren bei Vattenfall habe ich entschieden, den nächsten Schritt zu gehen. Ich blicke auf eine großartige Zeit zurück, in der ich das Wind- und Solar-Geschäft von Vattenfall zu einem der führenden Unternehmen in der Erneuerbaren-Branche entwickelt und die Vorreiterrolle von Vattenfall bei der Energiewende stark mit ausgebaut habe“, sagt Groebler. Um einen nahtlosen Übergang und eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten, werde Groebler bis spätestens Mai 2021 in seiner derzeitigen Funktion bleiben. Die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin beginne „umgehend“.

  • (15. Oktober) Seit dem 12. Oktober 2020 können bei der Investitionsbank des Landes Sachsen-Anhalt wieder Zuschüsse aus dem Förderprogramm Sachsen-Anhalt Energie beantragt werden. Unternehmen werden über das Programm unterstützt, wenn sie in die Steigerung der Energieeffizienz investieren und erneuerbare Energien integrieren, berichtet die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA). Aufgrund des großen Interesses waren zwischenzeitlich die verfügbaren Mittel von 45 Mio. € durch vorliegende Anträge so gut wie ausgeschöpft. Nun werden durch eine Budgetaufstockung weitere 2,5 Mio. € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt. Mit Sachsen-Anhalt Energie konnten bislang schon 235 Vorhaben für mehr Energieeffizienz abgeschlossen werden. Diese wurden mit rund 18 Mio. € gefördert. Bewilligt, aber noch nicht durchgeführt, sind weitere 135 Vorhaben, für die rund 13 Mio. € Fördergelder bereitstehen.

  • (12. Oktober) Ab dem 1. Januar 2021 werden klimaschädliche fossile Brennstoffe mit einem Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 belegt. Damit verteuern sich Öl und Diesel um 7,9 Cent pro Liter, Benzin um 7 Cent pro Liter und Erdgas um 0,6 Cent pro Kilowattstunde. Für die Mehrkosten werden Bürgerinnen und Bürger unter anderem über eine Senkung des Strompreises entlastet. Die zuvor vom Bundestag beschlossene Gesetzesänderung hat am vergangenen Freitag auch den Bundesrat passiert, wie das Bundesumweltministerium mitteilte. Mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) wird ein in den nächsten Jahren steigender CO2-Preis in Form eines nationalen Zertifikatehandels für die Sektoren Wärme und Verkehr eingeführt. Die Einnahmen des nationalen Emissionshandelssystems werden insbesondere für die Entlastung der EEG-Umlage verwendet, einem Kernbestandteil des Strompreises. Haushalte und Unternehmen würden so gezielt entlastet. Die Absenkung des Strompreises mache auch den Wechsel zu strombasierten Alternativen wie Elektroautos oder Wärmepumpen finanziell attraktiver. Darüber hinaus fördere die Bundesregierung die klimafreundlichen Alternativen, etwa durch mehr Investitionen in ÖPNV, Schienennetz und Ladeinfrastruktur sowie durch gut ausgestattete Förderprogramme für Gebäudesanierung und klimafreundliche Heizungen.

  • (12. Oktober) In ihren Gremiensitzungen haben die Aufsichtsräte der Stadtwerke Pforzheim und der Heizkraftwerke Pforzheim GmbH die Entscheidung für eine Verschmelzung der beiden Unternehmen unter dem Dach der SWP getroffen. Künftig soll das HKW, vorbehaltlich der Zustimmung des Pforzheimer Gemeinderats in seiner Novembersitzung, als Bereich „Erzeugung“ in die SWP integriert werden, teilten die Stadtwerke mit. Dadurch ergäben sich zahlreiche Synergien, beispielsweise im technischen Betrieb, im Bereich Risikomanagement oder beim Energieeinkauf. Grundlage für die Entscheidung sei die langfristige Fernwärmestrategie der SWP, die eine stärkere Verzahnung der Wertschöpfungskette von der Fernwärmeerzeugung über den Transport bis hin zur Produktgestaltung für den Verbraucher umfasst. Aktuell liefen auch die Arbeiten am neuen Gasmotoren-Kraftwerke auf Hochtouren, heißt es weiter. Nachdem die reine Bauphase nahezu abgeschlossen sei, beginne im Frühjahr der Probebetrieb der Anlage, bevor diese dann ab der Heizperiode 2021/2022 in den Dauerbetrieb gehen soll.

  • (5. Oktober 2020) Die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbare Energien ist im vergangenen Jahr auf 11,5 Millionen gestiegen. Das zeigt der „Renewable Energy and Jobs – Annual Review“ der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (Irena). Die meisten Arbeitsplätze bietet demnach die Photovoltaik mit rund 3,8 Millionen, was einem Drittel der Gesamtzahl entspricht. Dreiundsechzig Prozent aller Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien wurden im vergangenen Jahr in Asien geschaffen, was den Status der Region als Marktführer bestätigt, wie aus dem neuen Bericht hervorgeht.

    Die Arbeitsplätze im Bereich der Biokraftstoffe folgten dicht hinter denen in der Photovoltaik und erreichten 2,5 Millionen. Viele dieser Arbeitsplätze befinden sich in der landwirtschaftlichen Versorgungskette, insbesondere in Ländern wie Brasilien, Kolumbien, Malaysia, den Philippinen und Thailand mit arbeitsintensiven Betrieben. Andere große Arbeitgeber im Sektor der erneuerbaren Energien sind die Wasserkraft- und die Windindustrie mit fast 2 Millionen bzw. 1,2 Millionen Arbeitsplätzen.   

  • (2. Oktober 2020) Die Bundesregierung geht davon aus, im kommenden Jahr erste Zahlen zum Einbau von intelligenten Messsystemen vorlegen zu können. Die Bundesnetzagentur werde entsprechende Daten 2021 für das aktuelle Jahr erheben und veröffentlichen, zitiert der Pressedienst des Bundestags aus der Antwort (19/22806) der Regierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Darin verweist die Bundesregierung zudem auf im Internet zugängliche Informationen zu bisherigen Maßnahmen zur Digitalisierung im Energiebereich.
  • (2. Oktober 2020) Im Jahr 2025 wird laut einer Studie nahezu jedes vierte in Deutschland produzierte Auto ein vollelektrisches Fahrzeug sein. Die Jahresproduktion von Elektroautos in Deutschland werde sich von 2019 bis 2022 auf rund 600.000 Fahrzeuge nahezu verachtfachen und bis 2025 weiter auf mehr als 1,1 Millionen steigen. Das geht aus einer jetzt in Erfurt vorgestellten Untersuchung des Chemnitzer Automotive Institute CATI mit den Branchennetzwerken Automobilzulieferer Sachsen AMZ und Automotive Thüringen hervor. Für die Studie wurden die Strategien und Unternehmensdaten von allen 18 in Europa ansässigen Automobilherstellern ausgewertet. Demnach wird in fünf Jahren gut die Hälfte aller in Europa hergestellten vollelektrischen Autos an deutschen Standorten produziert. „Wir beobachten aktuell einen Hochlauf der E-Mobilität, der allerdings noch mit angezogener Handbremse erfolgt“, erklärte Werner Olle, Direktoriumsmitglied des Chemnitzer Instituts. Dies werde sich jedoch in den kommenden beiden Jahren ändern. (dpa)
  • (1. Oktober 2020) Über die Förderprogramme des Bundes zur energetischen Gebäudesanierung sind im Jahr 2019 insgesamt 1,7 Mrd. € an Kreditförderung ausgezahlt worden. Das Volumen für Neuzusagen lag bei knapp 1,1 Mrd. €. Das berichtet der Pressedienst des Bundestags und verweist dabei auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Die Höhe der Zuschussförderung (Ist) lag den Angaben zufolge bei 538 Mio. €, hier betrug das Neuzusagevolumen 749 Mio. €. Die Bundesregierung begründet die vergleichsweise niedrigen Zahlen damit, dass sich Antragsteller nach dem Bekanntwerden neuer Anreize ab 2020 im Jahr 2019 zurückgehalten hätten. Diese im Januar 2020 umgesetzten Beschlüsse hätten zu einer hohen Auslastung der Programme geführt, heißt es weiter. Deren Mittelausstattung sei im Zuge des Konjunkturpakets noch einmal angehoben worden. 73 Prozent der Mittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm seien zugesagt oder bereits ausgezahlt, so die Bundesregierung weiter. Beim Marktanreizprogramm liegt dieser Anteil bei 75 Prozent, beim Programm Heizungsoptimierung bei 47 Prozent.

  • (1. Oktober 2020) Rheinland-Pfalz investiert 14 Mio. € zusätzlich aus dem zweiten Nachtragshaushalt in Solarenergie. Ein besonderer Schwerpunkt liege dabei auf Solarspeichern, die die Nutzung von Sonnenenergie auch dann ermöglichten, wenn es bewölkt oder dunkel sei, teilte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) mit. „Damit der Eigenbedarf stärker aus regenerativen Energiequellen gedeckt werden kann, unterstützen wir Privathaushalte, Schulen, kommunale Liegenschaften, karitative Einrichtungen und Unternehmen dabei, neben einer Photovoltaik-Anlage auch in einen Solarspeicher zu investieren“, sagte sie laut Mitteilung. Bisher seien in dem Solarspeicher-Programm mehr als 3.250 Anträge bei der Energieagentur eingegangen. (dpa)

  • (23. September 2020) Um die Abwanderung von Unternehmen in andere Länder zu verhindern, will die schwarz-rote Koalition die Industrie vor zu großen Belastungen durch den neuen CO2-Preis schützen. Das Kabinett beschloss in Berlin dazu Eckpunkte, die die Wettbewerbsfähigkeit schützen sollen. Die Unternehmen sollen künftig einen finanziellen Ausgleich beantragen können, sofern ihnen durch die CO2-Bepreisung Nachteile im internationalen Wettbewerb entstehen. Dafür werden sie aber verpflichtet, ihre Energieeffizienz zu verbessern und Treibhausgas-Emissionen verringern.

    Der CO2-Preis verteuert ab 2021 Benzin und Diesel, Heizöl und Erdgas – erst nur ganz wenig, dann Jahr für Jahr etwas mehr bis 2025. Wie es danach weitergeht, ist offen. Ziel ist es, klimaschädliche fossile Brenn- und Kraftstoffe weniger attraktiv zu machen und zum Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen anzuregen.

    Es sei wichtig, dass Deutschland ein „attraktiver Standort für eine zukunftsfähige Industrie“ bleibe, teilte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) mit. „Von einer Verlagerung der Produktion ins Ausland wären nicht nur Arbeitsplätze betroffen, auch für den Klimaschutz wäre nichts gewonnen – die CO2-Emissionen entstünden lediglich woanders.“

    Der geplante Mechanismus orientiert sich an den Regelungen des europäischen Emissionshandels – denn in der EU gibt es einen CO2-Preis schon länger für die Energiebranche und Teile der Industrie. Bis Ende des Jahres will das Bundesumweltministerium auf Basis der Eckpunkte eine Verordnung ausarbeiten und dem Bundestag vorlegen. (dpa)

  • (18. September 2020) Die Bundestagsfraktion der Grünen kritisert den Referentenentwurf des Bundesbedarfsplangesetzes (BBPlG). Eine umfangreiche Anpassung des Bundesbedarfsplanungsgesetzes sei überfällig, „denn die Energiewende funktioniert nur mit passendem Netz“, monierte Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft in der Grünen-Bundestagsfraktion. Drei Netzentwicklungspläne seien bisher erarbeitet und intensiv diskutiert worden, ohne dass die Ergebnisse sich gesetzlich widerspiegelten.

    Vor allem bedürfe es der nötigen Rückendeckung vor Ort durch die Bundes-, Landes- und Lokalpolitiker. „Wir alle müssen bereit sein, für das in Berlin Beschlossene auch vor Ort einzutreten und zu werben. Hier lässt die Bundesregierung zu wenig Unterstützung erkennen.“ Das sei das Hauptproblem beim Ausbau der Stromnetze. Eine umfassende, frühzeitige und ernsthafte Bürgerbeteiligung sei ein Schlüsselelement für eine erfolgreiche Umsetzung des Netzausbaus vor Ort.

    „Der Ausbau der erneuerbaren Energien klappt vor allem, wenn die Vernetzung innerhalb von Deutschland und auf europäischer Ebene voranschreitet“, so Nestle weiter. Hier lege das BBPlG einen wichtigen Grundstein. In dem Gesetz stehen mit neuen Gleichstrom-Leitungen und zahlreichen Netzverstärkungen wichtige Entscheidungen an. Die Größenordnung der Maßnahmen sei „plausibel“. „Die neuen Leitungen binden deutlich sichtbar den Windstrom an Verbrauchszentren an.“

  • (11. September 2020) Der Umweltausschuss im Europaparlament hat für eine noch stärkere Verschärfung des Klimaziels gestimmt, als es die EU-Kommission anstrebt. Das Gremium votierte für eine Minderung der EU-Klimagase um 60 Prozent bis 2030. Verglichen wird mit dem Wert aus dem Jahr 1990. Die Kommission erwägt nach Angaben aus EU-Kreisen eine Minderung um 55 Prozent. Offiziell will sich Kommissionschefin Ursula von der Leyen kommende Woche dazu äußern.

    Bisher gilt eine Zielmarke von 40 Prozent. Die Verschärfung soll helfen, die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten und die gefährliche Überhitzung der Erde zu stoppen. Der Grünen-Europaabgeordnete Michael Bloss nannte das Votum des Umweltausschusses einen „Klimahammer“ und einen vollen Erfolg. Es ist aber noch nicht das letzte Wort: Im Oktober soll das Plenum die Position des Parlaments bestimmen, danach folgen Verhandlungen mit den EU-Staaten. Unter anderen sind die CDU/CSU-Abgeordneten im Parlament gegen eine so drastische Erhöhung des Klimaziels. Sie befürchten zu große Lasten für die Wirtschaft. (dpa)

  • (11. September 2020) Die Veräußerung von Emissionszertifikaten wird nach Einschätzung der Bundesregierung im Jahr 2021 etwa 7,4 Mrd. € an Gesamterlösen bringen. Das teilt der Informationsdienst des Bundestages (hib) mit. Für das Folgejahr rechne man mit Gesamterlösen in Höhe von etwa 8,9 Mrd. €, wie aus einer Antwort der Bundesregierung (Drs.: 19/22013) auf eine Kleine Anfrage (Drs.: 19/21715) der FDP-Fraktion hervorgeht. Die Bundesregierung bestätigt, dass eine Senkung der EEG-Umlage aus den Einnahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes und aus Mitteln des Konjunkturpaketes angestrebt wird, und zwar auf 6,5 ct/kWh im Jahr 2021 und 6,0 ct/kWh im Jahr 2022. In diesem Jahr liegt die Umlage bei 6,756 ct/kWh.

  • (27. August 2020) Dr. Stephan Küßner übernimmt zum 1. September 2020 das Finanzressort im Vorstand der Juwi AG im rheinhessischen Wörrstadt. Der 46-jährige Volkswirt übernimmt damit die Nachfolge von Dagmar Rehm (57), die das Unternehmen verlässt. Das teilte das Unternehmen mit. Rehm gehörte seit Januar 2017 dem Vorstand des führenden Projektentwicklers für erneuerbare Energien an. Küßner ist seit 2008 für die Juwi-Muttergesellschaft MVV Energie AG in Mannheim tätig. Hier verantwortet er seit 2015 als Leiter der Stabsabteilung „Projektentwicklung erneuerbare Energien“ diesen „zentralen strategischen Baustein für die gesamte MVV-Gruppe“, nachdem er zuvor in Funktionen im Strategiebereich des Konzerns breite betriebs- und energiewirtschaftliche Erfahrungen gesammelt hatte.

  • (14. August 2020) Der Energiedienstleister enercity beteiligt sich mit 25,1 Prozent an der digimondo GmbH. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Software-Lösungen im Bereich IoT und sei damit ein „strategisch wichtiger Partner“ für enercity, heißt es bei den Stadtwerken Hannover. Zu den Kunden von digimondo zählten Unternehmen aus Energiebranche, Industrie und Gebäudewirtschaft. Bereits in über 40 deutschen Städten habe digimondo Smart City-Lösungen realisiert.

    „Mit unserer Neu-Entwicklung, dem ersten branchen- und technologieunabhängigen Digitalen Zwilling für das Internet der Dinge, können beliebige Objekte, Gebäude oder sogar eine ganze Stadt digital abgebildet werden“, sagt Christopher Rath, CEO von digimondo. Dadurch sei es möglich, jegliche reale Daten digitalen Objekten zuzuordnen und diese bedarfsgerecht zu kombinieren. So würden Prozesse intelligent automatisiert − „beispielsweise kann eine Straße in der Smart City selbstständig den Verkehr anhand der Luftbelastung und Verkehrsflüsse regulieren“, so Rath weiter.

    Digimondo ist seit 2017 eine Beteiligung des Magdeburger Energiemarktdienstleisters regiocom SE. „Das Interesse an IoT-Lösungen ist massiv gestiegen. Diesen wachsenden Markt werden wir jetzt in der Allianz mit enercity weiter erschließen“, sagt regiocom-Gründer Sebastian Kerz.

  • (13. August 2020) Die Bundesregierung informiert über die Haftungsrisiken beim Einbau und der Nutzung von Ladeinfrastruktur. In einer Antwort (19/21295) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/20820) heißt es, dass sich der Versicherungsmarkt inzwischen auf die Elektromobilität eingestellt habe, berichtet der Pressedienst des Bundestags. Sogenannte „Wallbox-Versicherungen“ können Lücken in der Kasko-Versicherung schließen. Generell gelten für E-Autos aber keine anderen Haftungstatbestände als bei Verbrennern. Für Schäden, die „bei dem Betrieb eines Kraftfahrzeuges“ auftreten, hafte oftmals der Kraftfahrzeughalter (auch ohne Verschulden). Dies gelte auch für den Ladevorgang und daraus resultierende Schäden, etwa Hausbrände. Im Bereich der Ladeinfrastruktur gibt es nach Angaben der Bundesregierung weiteren Reformbedarf: So soll die Ladesäulenverordnung, die Anrechnung der EEG-Umlage, RED II-Richtlinie, das Baugesetzbuch und das Energiewirtschaftsgesetz novelliert werden. Die entsprechenden Änderungen seien derzeit in der Prüfung oder als Entwurf im Gesetzgebungsverfahren.
  • (11. August 2020) Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) hat ein interaktives E-Learning zur Tiefen Geothermie entwickelt und nun auf der Webseite des hauseigenen Geothermischen Informationssystems (GeotIS) veröffentlicht. Das E-Learning stehe Studierenden und einer breiten interessierten Öffentlichkeit „mit natur- und vorzugsweise geowissenschaftlichen Vorkenntnissen“ kostenfrei zur Verfügung, heißt es. Mit Hilfe von Modellen und Erklärgrafiken werden die komplexen Fachinhalte verständlich vermittelt, „um diese anschließend in spielerischer Weise – zum Beispiel via Memory, in Quiz-Form oder mittels Zuordnung/Lückentexte – wieder abzufragen“. Mit dem E-Learning kann das LIAG online und damit ortsunabhängig ein zielgerichtetes Lernen über den Forschungsbereich Geothermie anbieten.
    Das E-Learning-Portal findet sich unter https://elearning.geotis.de/

  • (10. August 2020) ► Der Corona-Einbruch der Wirtschaft hat auch zu einer deutlichen Verschiebung im deutschen Energiemix geführt. Im ersten Halbjahr 2020 war der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Energieverbrauch erstmals höher als der von Stein- und Braunkohle, wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen auf der Basis vorläufiger Zahlen errechnet hat. Der Verbrauch an Braunkohle sei um mehr als ein Drittel gesunken, der von Steinkohle um ein knappes Viertel, teilten die Energiestatistiker mit.

    ► Der gesamte Energieverbrauch sei im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um 8,8 Prozent niedriger gewesen. Für das gesamte Jahr erwarten die Statistiker, abhängig von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung, ein Minus zwischen 7 und 12 Prozent.

    Mineralöl war auch im ersten Halbjahr der wichtigste Energieträger in Deutschland. Auf das Öl entfielen 33,9 Prozent des Gesamtverbrauchs. Erdgas deckte 27,7 Prozent, die Erneuerbaren 17,5 Prozent. Die Steinkohle trug zu 7,4 Prozent des Verbrauchs bei, die Braunkohle zu 6,5 Prozent. Auf die Kernenergie entfielen 5,8 Prozent. Der Rest entfiel vor allem auf Stromimporte aus dem Ausland.

    ► Weil Kraftwerke und Stahlhütten weniger Kohle verfeuerten ist den Angaben zufolge der energie-bedingte Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid um 13 Prozent gesunken. Für das Gesamtjahr erwarten die Experten einen Rückgang zwischen 10 und 17 Prozent. (dpa)

  • (7. August 2020) Das Segment Energie des BayWa-Konzerns weist für das 1. Halbjahr 2020 mit 1,8 Mrd. € (Vorjahr: 1,9 Mrd. €) einen Umsatzrückgang aus. Wie BayWa weiter berichtet, hat sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern dagegen von 12,1 Mio. € im Vorjahr auf jetzt 16,7 Mio. € erhöht. Das Geschäft mit Heizöl habe von einer hohen Nachfrage aufgrund der Preisentwicklung am Rohölmarkt profitiert. Das coronabedingt rückläufige Geschäft im Kraft- und Schmierstoffbereich konnte so überkompensiert werden. Darüber hinaus trug ein starkes Handelsgeschäft mit Photovoltaik(PV)-Komponenten bei der BayWa r.e. zum positiven Halbjahres-EBIT bei und das Wachstum in diesem Bereich konnte fortgesetzt werden. Von den im laufenden Jahr geplanten Projektverkäufen mit einer Gesamtleistung von 1,2 GW wurden bisher 54 MW realisiert, darunter auch Europas größter schwimmender Solarpark in Bomhofsplas, Niederlande. Der Großteil der Projektverkäufe wird im Schlussquartal erwartet. Insgesamt erwirtschaftete der Konzern ein EBIT von 53,8 Mio. € (Vorjahr: 52,2 Mio. €) bei einem Umsatz von 8,2 Mrd. € (Vorjahr: 8,4 Mrd. €).

  • (31. Juli 2020) Dr. Frank Schlichting wird ab dem 1. August 2020 neuer CEO bei Kiwigrid. Er übernimmt unter anderem die Bereiche Sales und Services von Matthias Hertel (COO), der das Unternehmen zum 31. Juli verlässt. Schlichting verfüge über fundierte Branchenkenntnisse und habe bereits verschiedene Führungspositionen mit Schwerpunkt auf Technologie und Wissensmanagement, Software- und Produktentwicklung, Vertrieb und Marketing sowie Internationalisierung im Energiesektor verantwortet – zuletzt als CEO/CTO bei Solare Datensysteme, heißt es bei Kiwigrid. In seiner neuen Aufgabe soll er die Positionierung von Kiwigrid als „führendes Unternehmen für Energieprodukte und IoT-Plattformlösungen für die dezentrale Energiewirtschaft“ weiter voranbringen. Sein Fokus liege dabei auf der Entwicklung und Öffnung der neuen Plattform-Generation „KiwiOS X“ und der darauf basierenden Produktlandschaften für Energie- und E-Mobilitätsmanagement, „The Independent Home“ und „The Electrifying City“.

  • (24. Juli 2020) Q Cells steigt mit Ökostromtarifen in das Gewerbekundensegment ein und ergänzt damit sein bereits bestehendes Angebot für Haushaltskunden. Kleine und mittlere Unternehmen könnten ab sofort aus verschiedenen Tarifvarianten auswählen. Der Ökostrom sei „TÜV-geprüft und klimafreundlich“, heißt es bei Q Cells. Im kommenden Jahr will das Unternehmen auch Energielieferkonzepte mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen für Großverbraucher anbieten. Q Cells kombiniere als „einziges Unternehmen im Energiesektor“ das Portfolio eines Solarherstellers mit neuen und innovativen Ökostromprodukten. „Es ist uns wichtig, unseren Kunden die gesamte Palette an sowohl smarten als auch nachhaltigen Energielösungen anzubieten“, sagt Maengyoon Kim, Head of Sales EU von Q Cells.

  • (22. Juli 2020) Der Energiedienstleister enercity baut sein Digitalgeschäft weiter aus und hat dafür die Digitaltochter Lynqtech gegründet. Die Tochter digitalisiere für Energieversorgungsunternehmen (EVUs) sämtliche Vertriebsabläufe. Prägend für das Geschäftsmodell sei der Ansatz, bei Energieversorgern vertriebsrelevante Prozesse von Anfang bis Ende zu vernetzen, heißt es bei enercity. Ziel sei es, mithilfe digitaler Lösungen das (Neu-)Kundengeschäft von EVUs zu steigern. Dafür sollen Kundenerlebnisse mit dem Energiedienstleister an das „Niveau von erfolgreich gewachsenen Onlineversandhändlern“ angeglichen und zugleich Akquisitions- und Servicekosten gesenkt werden. Der Gründung der Plattformgesellschaft vorausgegangen sind laut enercity mehr als drei Jahre Entwicklungsarbeit. Im Mittelpunkt hätten Kundenperspektive und Nutzenfaktor gestanden, „nicht der abzurechnende Zählpunkt“.

  • (16. Juli 2020) Der Beirat bei der Bundesnetzagentur hat den Niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies (SPD) einstimmig zu seinem Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Vorsitzende, der CDU-Politiker Joachim Pfeiffer, wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. „Der Beirat ist ein wichtiges Scharnier zwischen Politik und Verwaltung, der sich mit großen Themen für die Gesellschaft beschäftigt“, sagte Lies nach seiner Wahl. „Dies zeigt auch der heutige Beschluss des Beirates, wonach die wichtigen 450 MHz-Frequenzen den Sicherheitsbelangen der Energiewirtschaft zu Gute kommen sollen. Denn dort werden sie für Notfälle und für den notwendigen Umbau der Energieversorgung gebraucht“, so Lies weiter. Der Beirat ist ein politisches Beratungsgremium und besteht aus 16 Mitgliedern des Deutschen Bundestages sowie 16 Vertretern der Bundesländer. Die Beiratsmitglieder werden von der Bundesregierung auf Vorschlag des Deutschen Bundestages bzw. des Bundesrates berufen. Der Beirat kann Maßnahmen beantragen, die der Umsetzung der Regulierungsziele und der Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung mit Mobilfunk und Postdienstleistungen dienen.
  • (15. Juli 2020) Die Geothermiebranche hat eine Initiative zur „Wärmewende durch Geothermie“ gestartet. Ziel sei es, das Potenzial der Erdwärme auf die „wirtschafts- und energiepolitische Agenda zu heben“, heißt es in einer Mitteilung der Initiative. Der Impuls für den Vorstoß kommt von den Geothermie-Unternehmen der drei Münchner Landkreis-Gemeinden Grünwald, Unterhaching und Pullach sowie dem größten kommunalen Energieversorger Deutschlands, den Stadtwerken München. Die Nutzung der Erdwärme zur Wärmeversorgung sowie Bau neuer und Vernetzung bestehender Fernwärmenetze benötige „faire, nachhaltige Rahmenbedingungen“. Zur Initiative „Wärmewende durch Geothermie“ gehören zwölf kommunale und privatwirtschaftliche Geothermie- Versorgungsunternehmen aus Bayern und Baden-Württemberg mit einer Gesamtwärmeversorgung von über 760 GWh p.a. Ebenfalls Teil der Initiative sind der Bundesverband Geothermie, der AGFW, der VKU, Landesgruppe Bayern, der Bayerische Bauindustrieverband, das Fraunhofer-Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG sowie die beiden Mittelständler Pfaffinger Unternehmensgruppe und Josef Weiß Elektrotechnik.
    Weitere Informationen zur Initiative finden sich unter www.waermewende-durch-geothermie.de.

  • (03. Juli 2020) Der Bundestag hat die finanzielle Grundlage gelegt, um die Ökostrom-Umlage bei den Strompreisen wie geplant zu senken. Das Parlament machte am Donnerstagabend den Weg dafür frei, dass das dadurch wegfallende Fördergeld für Windräder und Solaranlagen über Haushaltsmittel ausgeglichen wird. Die Abgeordneten beschlossen eine Änderung der Erneuerbare-Energien-Verordnung, um die Zuschüsse aus Steuergeldern rechtlich zu ermöglichen. Zur Entlastung von Bürgern und Unternehmen hatte sich die große Koalition vorgenommen, die sogenannte EEG-Umlage, die jeder mit der Stromrechnung zahlt, zum 1. Januar 2021 zu senken (dpa).

  • (29. Juni 2020) Das  Wirtschaftsministerium fördert das das Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN) mit einer Summe von insgesamt 631.800 € für die kommenden drei Jahre. „Der weltweite Umbau der Energiesysteme von fossilen auf erneuerbare Energieträger nimmt immer mehr Fahrt auf und bietet weiterhin enorme wirtschaftliche Wachstumspotenziale in Deutschland und der Welt“, so Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) anlässlich der Übergabe des Förderbescheids am vergangenen Freitag in einer Pressemitteilung. Zentrale Themen des ThEEN-Innovationsclusters seien die Abkehr von der Kohlenutzung in der Industrie, energieeffiziente Quartiere und umweltfreundliche Energiespeicher. Das 2013 gegründete Netzwerk aus Thüringer Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Einrichtungen hat den Angaben nach 78 Mitglieder. (dpa)
  • (26. Juni 2020) Der Schweizer PPA-Dienstleister Pexapark hat eine Serie-B-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Wie das Unternehmen berichtet, wurden 6 Mio. € eingenommen. Die Runde wurde von BayWa r.e. Energy Ventures angeführt. Neben dem Seed Investor RP Global hat sich auch Encavis daran beteiligt. Die Mittel sollen in das weitere internationale Wachstum investiert werden. „Wir freuen uns, das Wachstum einer Firma zu unterstützen, die den Übergang der Erneuerbaren Energien-Branche in einen offenen Markt beschleunigt“, sagt Ulrich Seitz, Managing Director bei BayWa r.e. Energy Ventures. Die Datensätze und Software von Pexapark hätten schon eine hohe Transparenz über die vorhandenen Marktrisiken in Europa geschaffen. „Diese Transparenz ist die Grundvoraussetzung dafür, dass sich die Industrie den Risiken anpassen und eine globale Wende in eine Zukunft mit sauberer, erneuerbarer Energie meistern kann.“
  • (16. Juni 2020) Die Pläne der EU-Staaten zum Energiesparen reichen aus Sicht der EU-Kommission nicht, um das gemeinsame europäische Ziel für mehr Energieeffizienz bis 2030 zu erreichen. Dies sagte Energiekommissarin Kadri Simson nach einer ersten Durchsicht der Energie- und Klimapläne der Mitgliedsstaaten. Die Lücke betrage drei Prozentpunkte beim Primärenergie- und 3,2 Prozentpunkte beim Endenergieverbrauch. Positiv seien hingegen die Pläne für den Ausbau erneuerbarer Energien, sagte Simson. Die EU hat sich vorgenommen, bis 2030 mindestens 40 Prozent weniger Treibhausgase auszustoßen als 1990. Dafür soll der Anteil der erneuerbaren Energien auf 32 Prozent ausgebaut und die Energieeffizienz um 32,5 Prozent verbessert werden. Als einer der letzten EU-Staaten hatte Deutschland vorige Woche seinen Nationalen Energie- und Klimaplan in Brüssel eingereicht. Diese Pläne sollen detailliert zeigen, wie die 27 EU-Staaten die Klimaziele für 2030 erreichen wollen. Allerdings wird in der EU bereits ein viel schärferes Klimaziel für 2030 ins Auge gefasst: statt 40 Prozent Klimagasminderung könnten es 50 bis 55 Prozent werden. (dpa)

  • (14. Mai 2020) Syneco Trading bietet Stadtwerken und Industriekunden seit Anfang 2020 die optimierte Vermarktung von Energieanlagen im Kurzfristhandel. Was sich bisher für Betreiber kleinerer Anlagen nicht lohnte, werde bei diesem Service dank Synergien attraktiv, heißt es seitens des Unternehmens. Der Anlageneinsatz wird Spotmarkt-optimiert ermittelt. Bei der Optimierung werden wirtschaftlich und technisch bedingte Vorgaben, Lieferverpflichtungen und weitere Randbedingungen berücksichtigt. Die Vermarktung erfolgt über die Stunden- und 15-Minuten-Auktion sowie am Intraday-Markt. Einen eigenen Börsenzugang benötigen die Partner hierzu nicht, da der Intraday-Handel über die Handelsabteilung von Syneco Trading läuft. „So wird jede Anlage individuell bestmöglich vermarktet, was zum Beispiel kleineren Stadtwerken neue Gewinnchancen eröffnet“, sagt Tiemo Wennrich, Portfoliomanager bei Syneco.

  • (14. Mai 2020) Die Bundesregierung rechnet damit, dass bis Ende des Jahres mindestens 100 Wasserstofftankstellen für Autos in Deutschland in Betrieb sein werden. Für dieses und das Folgejahr seien zehn bis 15 Stationen jährlich geplant, zitiert der Pressedienst des Bundestags aus der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Über den weiteren Ausbau könne 2021 in Abhängigkeit von dem bis dahin stattfindenden Fahrzeughochlauf und den weiteren Plänen von Autoherstellern entschieden werden. „In den nächsten Jahren wird voraussichtlich das Thema Wasserstoffinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge an Bedeutung gewinnen“, ergänzt die Bundesregierung. Projekte für Fahrzeug- und Infrastrukturentwicklung seien gestartet.

  • (14. Mai 2020) Forscher des Fraunhofer Cluster of Excellence „Integrated Energy Systems“ (Cines) haben auf Basis von drei Energiesystemmodellen 13 Thesen abgeleitet, die zeigen, wie ein treibhausgasneutrales Energiesystem für Deutschland aussehen kann. Die Wissenschaftler beschreiben, neben der zentralen Rolle der erneuerbaren Energien, wie sehr seltene Stromflauten überbrückt werden können und warum Digitalisierung und europäische Zusammenarbeit eine hohe Relevanz für das Gelingen der Energiewende haben. Die Kernpunkte: Erneuerbare Energien, insbesondere Wind- und Solarenergie, entwickeln sich bis 2050 zur wichtigsten Energiequelle. Der Endenergieverbrauch in Deutschland geht deutlich zurück, vor allem dort, wo heute fossile Energieträger wie Heizöl oder Erdgas dominieren. Gleichzeitig steigt der Stromverbrauch für Verkehr, Gebäudewärme und chemische Prozesse in der Industrie. Für den sehr seltenen Fall, dass an wind- und sonnenarmen Tagen erneuerbare Energien nicht ausreichend Strom liefern, übernehmen regelbare Kraftwerke kostengünstig die Energieversorgung.
    Das Thesenpapier kann hier als pdf heruntergeladen werden.

  • (13. Mai 2020) Der Bundesregierung ist bekannt, dass einzelne Unternehmen aus der EEG-Ausgleichsregelung fallen können, sollte die EEG-Umlage gesenkt werden. Entsprechende Aussagen aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zitiert der Pressedienst des Bundestags. Die Einnahmen aus der nationalen CO2-Bepreisung, die mit dem Brennstoffemmissionshandelsgesetz (BEHG) eingeführt werden, sollen zur Senkung der EEG-Umlage genutzt werden. Der Entlastungssatz soll im Rahmen des Wirtschaftsplans des Energie- und Klimafonds 2021 festgesetzt werden. Der Strompreis und damit die EEG-Umlage ist ein wichtiger Faktor für die Berechnung der Stromkostenintensität, diese ist ein Zugangskriterium für besondere Ausgleichsregelungen. Nach Ansicht der Fragesteller besteht die Gefahr, dass einige Unternehmen unter den Schwellenwert fallen können und somit keine Ausgleichszahlungen mehr erhalten. Die Bundesregierung sucht nach eigenen Angaben derzeit nach Maßnahmen, um diesen Effekt zu vermeiden, etwa durch das Absenken der Schwellenwerte.

  • (8. Mai 2020) Im Jahr 2019 sind mehr als 1,3 TWh Ökostrom mit dem Gütesiegel Grüner Strom zertifiziert worden. Damit sei ein neuer Rekord erreicht worden, berichtet der Grüner Strom-Label e.V. Für das Jahr 2020 werde mit einem weiteren Anstieg des Ökostromabsatzes um knapp sieben Prozent auf 1,4 TWh gerechnet. „Schätzungsweise werden dadurch knapp 10 Mio. € Fördermittel für Energiewende-Projekte generiert“, heißt es. Für jede verbrauchte Kilowattstunde müssen Grüner Strom-Anbieter innerhalb von zwei Jahren einen festen Betrag in Energiewende-Projekte investieren, zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen, Windparks oder in Elektromobilität. Nach Abschluss der letzten Zertifizierungsperiode steht nun fest: Im Jahr 2017 wurden 83 Projekte mit 12 Mio. € unterstützt. Durch die Kofinanzierung mit Grüner Strom-Fördergeldern wurden Gesamtinvestitionen von über 70 Mio. € in Energiewende-Projekte ausgelöst. Künftig sollen neben Neuprojekten auch Investitionen in den Betrieb von Post-EEG-Anlagen zertifizierungsfähig sein.

  • Bildquelle: Christoph Busse / Engie Deutschland
    (6. Mai 2020) Die Engie-Gruppe hat die große Revision der Wasserkraftwerksgruppe Pfreimd gestartet. Wie das Unternehmen berichtet, gehen die Kraftwerke für rund fünf Monate vom Netz und werden in Teilen generalüberholt. Den ursprünglich für Ende März geplanten Start der Revision hatte Engie Deutschland verschoben und den Arbeits- und Gesundheitsschutz um ein umfassendes Pandemie-Konzept mit strengen Schutz- und Hygienemaßnahmen erweitert. Hierzu gehören unter anderem strikt getrennte Arbeitsbereiche sowie zusätzliche Toiletten- und Waschraum-Container. Die Revisionsarbeiten beginnen mit den Vorbereitungen für den Tausch aller vier Transformatoren, mit denen die Pumpen und Turbinen mit dem 110-Kilovolt-Stromnetz verbunden sind. Dabei erhält die Kraftwerksleittechnik sicherheitsrelevante Erneuerungen an Kommunikationseinrichtungen. Darüber hinaus werden unter anderem die Pumpspeichersätze des Kraftwerks Reisach mit modernisierter Turbinenregler-Software ausgestattet, wodurch sie weitere, der Regelleistungsvermarktung dienliche Funktionen erhalten. Engie Deutschland investiert im Rahmen der großen Revision über zehn Mio. € in den Standort. Das Kraftwerk erzeugt CO2-frei Strom in Laufwasserkraftwerken und trägt mit den Pumpspeicherkraftwerken zur Stabilisierung der Netze bei.

  • (4. Mai 2020) Die Bundesregierung hat das Festlegen bundeseinheitlicher Energiestandards für Neubauten und im Bestand im geplanten Gebäudeenergiegesetz verteidigt. Diese Standards gewährleisteten, dass Anlagenhersteller, die produzierende Bauwirtschaft, Immobilienwirtschaft und Dienstleister gleichmäßige Rahmenbedingungen für die Produktentwicklung und die Produktion für den deutschen Markt vorfinden, erklärt sie in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Der Bundesrat habe keine Einwände gegen eine Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts erhoben. Die Bundesregierung weist zugleich darauf hin, dass die Länder in Bezug auf die Vollzugsregelungen auch abweichende Regelungen treffen und sich dabei auf Artikel 84 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes beziehen könnten.
    Die Antwort der Bundesregierung können Sie hier aufrufen (pdf).

  • (4. Mai 2020) Während der Förderschwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien der KfW im gewerblichen Bereich im ersten Quartal 2020 eine verringerte Nachfrage zeigt, boomt das Interesse der privaten Kunden. Das zeigen die jetzt vorgestellten Quartalszahlen der Förderbank. Demnach erreichte der Schwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien im Segment Mittelstandsbank ein Fördervolumen von insgesamt 2,0 Mrd. € nach 2,4 Mrd. € im gleichen Vorjahreszeitraum. Die gewerbliche Energieeffizienzförderung liegt dabei mit einem Volumen von 1,0 Mrd. € unter Vorjahresniveau (2,0 Mrd. €), was laut KfW auf das ausgelaufene Energieeffizienzprogramm Abwärme zurückzuführen ist (0,9 Mrd. €). Das KfW-Programm Erneuerbare Energien hat zum genannten Schwerpunkt mit 0,8 Mrd. € (0,4 Mrd. €) beigetragen. Im Segment Private Kunden nähert sich das Fördervolumen im Schwerpunktbereich Energieeffizienz & Erneuerbare Energien wieder den Rekordwerten aus dem Jahr 2018 an, berichtet die KfW weiter. Verantwortlich seien Produktverbesserungen in der Produktfamilie Energieeffizient Bauen und Sanieren, die einen Anstieg des Fördervolumens auf 5,0 Mrd. € nach 2,4 Mrd. € im Vorjahr nach sich gezogen haben.
  • (30. April 2020) Die Stadt Wien will für neue Wohnhäuser und Bildungsbauten wie Schulen oder Hochschulen eine Solaranlagen-Pflicht einführen. Das teilte die Stadt mit. „Die Höhe der Verpflichtung ist für den Wohnbau so bemessen, dass der produzierte Strom unmittelbar im Haus verbraucht werden kann“, hieß es in der Mitteilung. Derzeit gilt in der österreichischen Hauptstadt bereits eine Photovoltaik-Pflicht für Industriegebäude. Sollte die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen aus rechtlichen, technischen oder wirtschaftlichen Gründen im Einzelfall nicht möglich sein, müsse der Verpflichtung künftig auf Ersatzflächen nachgekommen werden. Dies soll allerdings nicht für Wohnbauten gelten. Die Änderung der Wiener Bauordnung soll noch diese Woche auf den Weg gebracht werden. „Die Stadt wird dadurch moderner, klimafreundlicher und zukunftsfitter“, sagte Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) laut der Mitteilung. (dpa)

  • (29. April 2020) Der Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick kann das deutsche Heizstromkunden-Geschäft von E.ON übernehmen. Damit wechseln rund 260 000 Heizstrom-Kunden mit rund 355 000 Stromlieferverträgen zu Lichtblick, teilte das Unternehmen am Mittwoch in der Hansestadt mit. Die Transaktion wurde erforderlich, weil die EU-Kommission die Übernahme von Innogy durch E.ON an Auflagen geknüpft hat. Eine davon ist, dass E.ON den wesentlichen Teil des Geschäfts mit Heizstrom in Deutschland abgeben muss. Das Bundeskartellamt und die EU-Kommission haben die Anfang März vereinbarte Transaktion jetzt gebilligt. „E.ON setzt sich besonders dafür ein, dass es im Sinne der Heizstromkunden einen reibungslosen Übergang ihrer Verträge geben wird“, sagte Ulrich Fischer, Geschäftsführer der E.ON Heizstromgesellschaften. Die Kunden würden nun umgehend von Lichtblick informiert. An den Preisen und Vertragskonditionen werde sich nichts ändern. Lichtblick übernimmt die bisherigen E.ON-Kunden voraussichtlich zum 1. August 2020. (dpa)

  • (22. April 2020) Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA-BW) hat ihr Wissen rund um die Kraft-Wärme-Kopplung in einem neuen Ratgeber aufbereitet. Der KWK-Leitfaden der KEA-BW beinhaltet auf 55 Seiten Fakten, praktische Tipps, konkrete Rechenbeispiele und Erfolgsstorys, darunter die eines Neubaus mit 54 Wohnungen und einer Behindertenwerkstätte in Ravensburg. Auch das Beispiel eines denkmalgeschützten Gebäudekomplexes in Freiburg, der energetisch zentral mit einer Kombination aus Blockheizkraftwerk und Solarthermie versorgt wird, ist Teil der Veröffentlichung. Quartierskonzepte mit Wohngebäuden, Altenheim und Kindergarten werden anschaulich dargestellt. „Je mehr Strom direkt vor Ort verbraucht wird, desto mehr lohnt sich Kraft-Wärme-Kopplung. In unserem neuen Ratgeber gehen wir daher ausführlich auf das Modell Mieterstrom ein”, erläutert Florian Anders, Leiter des Kompetenzzentrums Kraft-Wärme-Kopplung der KEA-BW.

    Der Ratgeber „Leitfaden Kraft-Wärme-Kopplung” steht kostenlos auf der Webseite der KEA-BW zum Download bereit.

  • (16. April 2020) Das Molkereiunternehmen Hochwald Foods hat den Energiedienstleister Getec mit der Errichtung einer umfassenden Medienversorgung für das geplante neue Milchwerk im nordrhein-westfälischen Mechernich beauftragt. Das Gesamtkonzept beinhaltet die zeitgleiche Errichtung von Dampf-, Strom-, Druckluft und Kälteversorgung sowie von Wasser
    Quelle: Getec
    aufbereitung und Medienanbindung an dem neuen Standort. Hochwald erhalte mit dem Getec-Anlagendesign eine wirtschaftliche Lösung für die Energieversorgung des neuen Standorts, heißt es beim Magdeburger Unternehmen. Konkret errichtet Getec für den Kunden am Standort im Contracting eine Stromerzeugung mit BHKW und Gegendruckdampfturbine mit einer Leistung von zusammen ca. 3 MW sowie eine Dampferzeugungmit rd. 50 t/h installierter Leistung. Weiterhin sind eine Kälteerzeugung mit ca. 8,6 MW sowie Druckluftversorgung, Wasseraufbereitung und die Errichtung der Leitungssysteme vorgesehen.

  • (6. April 2020) Das Erneuerbare-Energien-Portfolio der Thüga Erneuerbare Energien (THEE) wächst auch unter den aktuell schwierigen Marktbedingungen weiter. Wie das Unternehmen berichtet, hat die THEE jetzt zwei Windparks (13,6 MW) sowie zwei Solaranlagen (3,2 MWp) in Deutschland erworben. Damit betreibt der kommunale Investor jetzt insgesamt 27 Wind- und acht Solarparks. Die Windparks stehen in Brandenburg und Rheinland-Pfalz, die beiden Solarparks in Mecklenburg-Vorpommern. Damit wächst das Windenergieportfolio der THEE um 13,6 MW auf rund 282 MW.
  • (1. April 2020) E.ON hat gestern grüne Unternehmensanleihen mit einer Laufzeit von 5,5 Jahren und einem Volumen in Höhe von 750 Mio. € begeben. Die grünen Anleihen sollen nachhaltige Infrastruktur- und Energieeffizienzprojekte finanzieren. Trotz deutlicher Marktverwerfungen in den letzten Wochen aufgrund von Covid-19 habe sich E.ON attraktive Zinskonditionen sichern können: Die Anleihe hat demnach einen Kupon von 1 Prozent. Die vergleichsweise guten Konditionen seien durch die starke Investorennachfrage ermöglicht worden, die zu einer 8-fachen Überzeichnung der Orderbücher geführt habe, so E.ON. Die Emission wurde durch ein internationales Bankenkonsortium durchgeführt. Goldman Sachs International, ING und UniCredit führten die Emission als aktive Bookrunner.
  • (19. März 2020) Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vorgeschlagen, zur Bewältigung der Corona-Krise zunächst für die kommenden drei Monate die Stromsteuer und die EEG-Umlage vollständig auszusetzen. Sollte die Corona-Krise nach dieser Frist noch nicht vorbei sein, dann auch für einen längeren Zeitraum. Eine entsprechende Maßnahme würde vielen Betrieben und dem normalen Bürger helfen, sagte Söder am Donnerstag im Landtag in München. Die EEG-Umlage, eine Umlage zur Förderung von Ökostrom in Deutschland, ist ein wesentlicher Bestandteil des Strompreises in Deutschland. (dpa)

  • (16. März 2020) Ein neuer VDI-Statusreport zeigt den Stand der Technik, Trends und Verbraucher-Tipps im Bereich von Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Entsprechende Mikro-KWK-Anlagen können sowohl in Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern sowie Gewerbebetrieben einen großen Teil der elektrischen und thermischen Grundlast erzeugen. Jährlich werden ca. 700.000 Heizsysteme installiert, davon entfielen im Jahr 2018 nur ca. 0,3 Prozent auf Mikro-KWK-Anlagen. Unter angemessenen Rahmenbedingungen sei bis 2030 ein Anteil von über 5 Prozent möglich, heißt es beim VDI. Um das zu erreichen, sei der Gesetzgeber gefordert. Wichtig seien dabei langfristige Rahmenbedingungen. Gleichzeitig müssten die bestehenden Hindernisse in Gesetzen und Verordnungen beseitigt werden, um beispielsweise auch der Wohnungswirtschaft einen wirtschaftlich tragfähigen Zugang zu dieser klimaschonenden und effizienten Technologie zu ermöglichen. So könnte gerade das ideale Einsatzfeld der Wohnungswirtschaft durch bereits bestehende Contracting-Lösungen schnell und spürbar für die Reduzierung des CO2-Ausstoßes sorgen.
    Der VDI-Statusreport „Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen – Status und Perspektiven“ steht kostenlos unter www.vdi.de/publikationen zur Verfügung.

  • (11. März 2020) Angetrieben von einer strategischen Neuausrichtung hat der Heiz- und Klimatechnikhersteller Viessmann zum dritten Mal in Folge seinen Umsatz gesteigert. Das Familienunternehmen aus dem nordhessischen Allendorf, das mittlerweile 12.300 Mitarbeiter beschäftigt, verbesserte seinen Umsatz um 6,4 Prozent und kam im Jahr 2019 auf 2,65 Mrd. €. 2018 hatte Viessmann 2,49 Mrd. € erlöst und sich ebenfalls nicht detailliert zum Gewinn geäußert. Viessmann habe besonders in Wachstumsmärkten im Ausland weitere Anteile gewonnen, vor allem in China, Ost- und Südosteuropa und Nordamerika. Bei den Produkten habe sich 2019 der Trend zu hocheffizienten Wärmepumpen mit einer Umsatzsteigerung von rund 24 Prozent fortgesetzt. Gleichzeitig verzeichnete die Brennstoffzellenheizung mit einem Plus von 25 Prozent eine gute Entwicklung, wie Viessmann erklärte. Junior-Chef Max Viessmann sagte zum Ausblick: „Die Kombination der Energie- beziehungsweise Gebäudewende und der Digitalisierung stellt für uns die größte Chance in der Unternehmensgeschichte dar.“  (dpa)
  • (2. März 2020) Die EnergieAgentur.NRW hat einen neuen Marktführer Kraft-Wärme-Kopplung 2020 herausgegeben. Der Marktführer diene als Orientierungshilfe auf der Suche nach einschlägigen Unternehmen oder Dienstleistern, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Interessensvertretungen, berichtet die Energieagentur.NRW. Er gibt einen Überblick über Finanzierer, Contractoren und Fernwärmeanbieter in Nordrhein-Westfalen. Die Broschüre steht als PDF zum Download bereit oder kann auch im Broschüren.Service der EnergieAgentur.NRW geordert werden.
    Eine umfangreiche Online-Version des Marktführers findet sich zudem auf der Homepage der Kampagne KWK.NRW – Strom trifft Wärme unter www.kwk-für-nrw.de/marktfuehrer.

  • (2. März 2020)Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz sieht die derzeitige Energiepolitik in Deutschland als nicht zukunftsfähig. „Wir werden nicht in der Lage sein, mit dieser Energiepolitik den wachsenden Strombedarf unserer Volkswirtschaft zu decken“, sagte der 64-Jährige beim Schwarzbieranstich der CDU im hessischen Obertshausen am Freitag. Mit Wind und Sonne alleine werde es, bei allen Sympathien die er habe, nicht gehen. „Die Entscheidung ist getroffen, ich stelle sie nicht in Frage“, sagte Merz mit Blick auf die Energiewende. Hier müssten aber neue technologische Antworten gegeben werden, solle Deutschland nicht völlig abgehängt werden. Merz will für den Vorsitz der Bundes-CDU kandidieren und konkurriert dabei mit dem CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen und dem NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet. Am 25. April wird es auf einem Sonderparteitag zu einer Kampfabstimmung über die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer kommen. (dpa)
  • (24. Februar 2020) Der Bundesverband Geothermie sieht Nachbesserungsbedarf bei der Förderung von hocheffizienten Wärmenetzen im Marktanreizprogramm (MAP) des Bundes. Gemeinsam mit anderen Verbänden aus Energiebranche und Kommunalbereich fordert der BVG, dass zukünftig auch der Anschluss an Netze, die überwiegend mit Erneuerbaren Energien wie Geothermie, Abwärme oder KWK bespeist werden, eine teilweise Erstattung der Investitionskosten erhalten können. Bislang wird ein direkter Zuschuss nur für gebäudenahe Heizsysteme gezahlt. Gerade in Städten sei der Anschluss an ein effizientes Wärmenetz bisweilen die einzige Möglichkeit, alte Ölheizungen in Gebäuden zu ersetzen und eine positive Klimaschutzwirkung zu erreichen. Förderfähig sollten die Anschlüsse sein, wenn das Wärmenetz die EU-Definition für effiziente Fernwärme- und Fernkälteversorgung erfüllt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Wärmenetz zu mindestens 50 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt wird. Eine Änderung der Förderrichtlinie sei im Rahmen einer Verordnung des Bundeswirtschaftsministeriums möglich. 
  • (18. Februar 2020) Die Plattform Erneuerbare Energien BW fordert eine pragmatische und schnelle Korrektur der Rahmenbedingungen für die Energiewende. „Durch die unklare Rechtslage zum 52-Gigawatt-Ausbaudeckel für Photovoltaik sind in den letzten Monaten schon zahlreiche Projekte zurückgestellt oder abgesagt worden“, sagt Franz Pöter, Geschäftsführer der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg. Es werde immer wieder über eine Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetztes (EEG) gesprochen, doch benötige diese zu viel Zeit. „Für einzelne Regelungen wie den 52-Gigawatt-Deckel, die Erhöhung des Zubaukorridors für Photovoltaik und die Vergabe von freien Kapazitäten für Offshore-Wind zur Abfederung der Ausbaulücke, muss man nicht auf die EEG-Novelle warten. Die Bundesregierung ist hier gefordert, dies in Abstimmung mit den Bundesländern in einem Artikelgesetz im Eilverfahren zu beschließen“, sagt Jörg Dürr-Pucher – Vorsitzender der Plattform EE BW. Er fordert dazu eine gemeinsame, partei- und länderübergreifende Koalition in der Sache.
  • (14. Februar 2020) Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) lobt die Übertragungsnetzbetreiber dafür, dass sie einen „soliden Szenariorahmen“ für den Stromnetzausbau bis in die Jahr 2035 und 2040 vorgelegt haben. Der Sektorkopplung werde mehr Bedeutung zugemessen und der damit einhergehende Anstieg des Stromverbrauchs realistisch prognostiziert. Im C2035-Szenario gehen die ÜNB von einem Stromverbrauch in Höhe von 729 TWh aus. Die Bundesregierung hat sich bei ihren Prognosen zur Strombedarfsentwicklung in der Vergangenheit an Szenarien der Netzbetreiber orientiert, die bislang aber eher konservativ aufgestellt waren. Viele Kritiker bemängeln, dass der Stromverbrauch als Bezugsgröße für einen Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien im Jahr 2030 bislang zu niedrig angesetzt war – mit entsprechenden Konsequenzen für das erforderliche Ausbautempo der erneuerbaren Energien.
    Die BEE-Stellungnahme zum Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Strom ist hier abrufbar (pdf).

  • (13. Februar 2020) Erneut mehr als 25.000 Besucher haben die Veranstalter der E-world energy & water vergangene Woche in Essen gezählt. Sie widmeten sich den Angeboten der 813 Aussteller aus 25 Ländern. Zu den Schwerpunkten zählten 2020 insbesondere digitale Lösungen und Perspektiven für die Branche mit Blick auf das Thema Smart City. 92 Prozent der Besucher und 96 Prozent der Aussteller wollen laut Messe Essen auch an der nächsten E-world energy & water teilnehmen. Die Branchenleitmesse findet im kommenden Jahr in der Zeit vom 9. bis 11. Februar 2021 in der Messe Essen statt.
    Mehr Infos zur E-World gibt es hier.

  • (13. Februar 2020) Die Clearingstelle EEG|KWKG hat am 6. Februar 2020 das vierte Empfehlungsverfahren (2020/7-IX) zu Anwendungsfragen des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) eingeleitet. In dem Verfahren soll unter anderem geklärt werden, welcher Anlagenbegriff im MsbG für Anlagen gilt, die in den Geltungsbereich des EEG oder des KWKG fallen. Zudem geht es darum, wie die im MsbG genannten Leistungsschwellen (100 kW, 7 kW) auszulegen sind, insbesondere hinsichtlich der installierten Leistung und einer ggf. anzuwendenden Anlagenzusammenfassungsregelung. Das Verfahren soll auch beleuchten, ob bei der Eigenversorgung bei einer PV-Installation mit einer installierten Leistung unter 7 kWp bzw. einer installierten Leistung ab 7 und bis zu 10 kWp gemäß MsbG stets ein Erzeugungszähler vorzuhalten ist. Die Frist zur Abgabe einer Stellungnahme durch die registrierten öffentlichen Stellen und akkreditierten Verbände endet am 15. April 2020.
    Der Einleitungsbeschluss steht hier zum Download bereit.

  • (3. Februar 2020) Die neue AEE-Publikation „Bundesländer mit neuer Energie“ widmet sich auf etwa 230 Seiten den neuesten Entwicklungen der Energiewende auf Länderebene. Eine breite Palette an Daten, Fakten und Infografiken sowie Interviews mit den zuständigen Landesministerinnen, energiepolitische Analysen und Best-Practice-Beispiele verdeutlichen die Schwerpunkte der jeweiligen Landesregierungen bei der Energiewende.
    Sie finden die Publikation online in der AEE-Mediathek.

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