Die Kosten der Photovoltaik und der erneuerbaren Energien insgesamt sind im vergangenen Jahr weiter deutlich gesunken. Das zeigen die Analysen von BloombergNEF zu den Stromgestehungskosten. Besonders bemerkenswert: Die Kombination von neuen Wind- oder Solarkraftwerken mit Speichertechnologien ist inzwischen so günstig, dass steuerbare „grüne“ Technologien mit fossilen Alternativen in immer mehr Märkten konkurrenzfähig werden. Inmitten dieser Entwicklung sind die Zuschlagspreise für PV-Strom aus Freiflächenanlagen in Deutschland gestiegen.

Nachdem in der ersten regulären Ausschreibungsrunde im Februar noch ein durchschnittlicher mengengewichterer Zuschlagswert von 4,80 ct/kWh ermittelt wurde, wurde in der ersten Sonderausschreibungsrunde nach den Regelungen des Energiesammelgesetzes nunmehr ein Wert von 6,59 ct/kWh registriert.

Der Titel der neuen Ausgabe befasst sich mit der Ursachenforschung für das überraschende Phänomen. Eins erscheint klar: Mit einem Anstieg der realen Stromgestehungskosten hat der Anstieg der Zuschlagspreise wohl nichts zu tun. Viel mehr vermuten Solar- und Energiebranche, dass ein Mangel an Verlässlichkeit in den Rahmenbedingungen eine Rolle gespielt haben dürfte. Und: Manche Regelungen mit Blick auf die Flächenkulisse passen nicht wirklich gut zu den mittelfristigen Ausbauszenarien für Erneuerbare.

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Power Purchase Agreements – PPAs – sind derzeit in aller Munde.

Report & Dossier PPA
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Eine Studie des Verbands Bioenergy Europe setzt derweil Vorwürfe in Perspektive, die der Bioenergie aufgrund umfassender Transportketten die Nachhaltigkeit absprechen. Der Studie zufolge wird die Biomasse, die in der EU zur Erzeugung von Energie eingesetzt wird, nur zu vier Prozent importiert und stammt zum Großteil aus Reststoffen der Forstwirtschaft oder von industriellen Prozessen.

Auch im Verkehrsbereich könnte die Biomasse eine Rolle spielen, wie Biokraftstoffverbände und der BEE in Erinnerung bringen. Die Diskussion läuft hier aber in eine andere Richtung. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will eine Milliarde Euro zur Förderung der Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität mobilisieren. Der Bedarf für Erfolge in der Verkehrswende ist und bleibt jedenfalls riesig, wie aktuelle Zahlen des Umweltbundesamts dokumentieren. (Beitragsbild: protectnature – stock.adobe.com)

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