Die Bundesregierung hat nun Klimaschutzgesetz und Klimaschutzprogramm 2030 beschlossen. Damit ist nun erst einmal der Rahmen gesetzt, zeitnah sollen legislative Akte folgen, die der Umsetzung der Pläne dienen. Die Kritik an den Beschlüssen ist vielfältig und kommt mitnichten nur von der Fridays-for-Future-Bewegung. Auch die Industrie und die Energiewirtschaft zeigen sich unzufrieden.

Der Titelbereich der jetzt erschienenen Ausgabe 42.2019 von EUWID Neue Energie widmet sich der Frage, was die Pläne nun konkret für den Ausbau der erneuerbaren Energien bedeuten. Dazu hat die Redaktion eine Übersicht zu Schlüsselaspekten des Pakets erstellt. Dort findet sich auch die Bewertung durch einzelne Wirtschaftsverbände. Einen Leitartikel zum Thema lesen EUWID-Kunden hier.

Eine wichtige Frage, die das Klimaschutzprogramm indirekt aufwirft, aber nicht wirklich beantwortet, lautet: Wie wirkt sich eine forcierte Sektorkopplung auf die Stromnachfrage in Deutschland aus? Bei einem konstanten bis leicht sinkenden Stromverbrauch würden die jetzt angestrebten Ausbaupfade für die erneuerbaren Energien mit einer Zielgröße von 373 bis 383 TWh zumindest in die Nähe des 65-Prozent-Ziels im Jahr 2030 führen. Aber wie realistisch ist es, dass der Strombedarf stabil bleibt? Nicht nur der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) meldet hier erhebliche Zweifel an.

Gerade die angestrebte Erzeugung grüner Gase in Elektrolyseanlagen würde angesichts von begrenzten Wirkungsgraden der Technologie eine höhere (Öko)-Stromerzeugung bedingen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lässt jedenfalls keinen Zweifel daran, dass er Deutschland zum weltweit führenden Standort für Wasserstofftechnologien machen will. Was diesbezüglich der Dialogprozess „Gas 2030“ gebracht hat, lesen Sie hier.

Topthemen der Woche:

Wirtschaftlichkeit als Treiber der Energiewende

Erneuerbaren-Ausbau lohnt sich schon aus wirtschaftlichen Gründen

Corporate-Nachfrage nach Grünstrom als Treiber der Energiewende

Green PPAs: DB Energie startet europaweite Ausschreibung

Politik als Treiber der Energiewende…?

Was bedeutet das Klimaschutzprogramm 2030 für den Ausbau der erneuerbaren Energien?

Geschäftsmodelle für den Roll-out

In Erwartung des Smart Meter-Rollouts: Auf welche Geschäftsmodelle und Strategien setzen die Anbieter von Messdienstleistungen?

Altmaier und das grüne Gas

Altmaier: Deutschland soll bei Wasserstofftechnologien führend werden

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