Klimaschutz ohne den Ausbau erneuerbarer Energien? Dieses Unterfangen wäre zum Scheitern verurteilt. Insofern überraschen die aktuellen Entwicklungen rund um die Windenergie und die Photovoltaik. Hinter der Windenergie liegt das schwächste Ausbaujahr seit über 20 Jahren. Die Photovoltaik steht nach langer Durststrecke besser da und könnte dank massiv gesunkener Stromgestehungskosten mit Optimismus in das neue Jahr starten – wäre da nicht das Damoklesschwert des 52-GW-Deckels, der immer näher heranrückt. Und wie es scheint, nehmen Teile der Union die Photovoltaik in Geiselhaft.

Und die Bioenergie? Hier müht sich die Branche zumindest um eine optimistische Bewertung der aktuellen Gesamtsituation. Wie die Situation für Biogasanlagenbetreiber in Deutschland gerade aussieht und welche Chancen die Branche insbesondere im Verkehrsbereich sieht, das lesen Sie auf dem Titel der jetzt erschienenen Ausgabe 3.2020 von EUWID Neue Energie.

Zumindest bei der Photovoltaik und bei der Windenergie liegt eine berechtigte Hoffnung darin, dass man sich in den kommenden Jahren verstärkt von öffentlichen Förderinstrumenten unabhängig macht. Langfristige Stromabnahmeverträge (PPA) könnten sich schon bald neben fixer Förderung und Ausschreibungen als dritte Säule für den Ausbau der Erneuerbaren etablieren. Das macht Thomas Benz von der UmweltBank in einem Beitrag für EUWID Neue Energie deutlich. „Der Schnittpunkt von Wirtschaftlichkeit und freier Vermarktung ist gerade erst erreicht“, sagt Benz.

Hinsichtlich der Stromerzeugung liegt ein Rekordjahr hinter den Erneuerbaren. Die Ausgaben auf dem EEG-Konto spiegeln das wider, der Zuwachs bleibt mit drei Prozent aber überschaubar, obwohl die Erlöse am Strommarkt in der zweiten Jahreshälfte rückläufig waren. (Nachweis für Beitragsbild: TimSiegert-batcam – stock.adobe.com)

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