Klimagipfel in Ostwestfalen-Lippe: Region beschließt Solaroffensive OWL

71 LandrätInnen und BürgermeisterInnen präsentieren das gemeinsamen Kommuniqué. Foto: Ortwin Eversmeyer, B L U E Werbeagentur GmbH

Die Kreise und Kommunen in Ostwestfalen-Lippe (OWL) haben heute auf einem Klimagipfel in Steinheim in einem gemeinsamen Kommuniqué ihre Absicht erklärt, Vorreiterregion für den Klimaschutz und für die Kreislaufwirtschaft zu werden. Besonderes Augenmerk soll auf den Ausbau der Photovoltaik gelegt werden. Dazu wurde eine „Solaroffensive OWL“ beschlossen. Zum Klimagipfel OWL eingeladen hatte die EnergieAgentur.NRW in Kooperation mit dem Landesverband Erneuerbare Energien, der Stadt Steinheim und dem Kreis Höxter.

„Warum sollte Ostwestfalen-Lippe nicht die erste Region in Deutschland sein, die klimaneutral wird?“ Diesen Appell hatte Prof. Klaus Töpfer, der in Höxter wohnt, bereits 2020 an Politik und Behörden in OWL gerichtet. Der ehemalige Bundesumweltminister und Exekutivdirektor der Vereinten Nationen forderte in seiner Keynote auf dem Klimagipfel OWL regionales und lokales Handeln im globalen Kontext.

„Es ist nun wirklich genug Wissen angehäuft. Die Solarenergie ist mittlerweile so günstig, dass wir sie überall nutzen können.“ Der Nutzen von Ressourcenschutz und Klimaschutz sei viel größer als die Kosten. Und der gerade veröffentlichte Bericht des Weltklimarats müsse nach dem kurzen Erschrecken auch lang anhaltende Änderungen zur Folge haben, so Töpfer.

„Bei der Photovoltaik gibt es in OWL noch jede Menge Potenzial“

„Die fossilen Energien ruinieren das Klima und kommen uns teuer zu stehen. Wir brauchen deutlich mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien. Vor allem bei der Photovoltaik gibt es in OWL noch jede Menge Potenzial“, so Jürgen Wrona vom Landesverband Erneuerbare Energien NRW.  

Der konkrete Schritt in eine regionale Solaroffensive sei das Beste, was OWL sich ausdenken konnte, ergänzte Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW: „Nie waren die Förderbedingungen für Kommunen lohnender, und speziell in OWL sind ganz konkrete Unterstützungsangebote entwickelt worden, die jede Kommune kostenlos abrufen kann.“

Auf Initiative und mit Unterstützung der EnergieAgentur.NRW haben sich die Kreise und Kommunen in OWL bereits 2019 zur Klimakampagne OWL zusammengeschlossen.

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