Kistler erwirbt chinesischen Sondermaschinenbauer LIK

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Prüfstände für Elektromotoren
Quelle: Kistler Gruppe

Die Kistler Gruppe, Winterthur, hat den chinesischen Sondermaschinenbauer LIK erworben, der automatisierte Fertigungslinien insbesondere für den Wachstumssektor Elektrofahrzeuge herstellt. Das auf Messtechnik spezialisierte Schweizer Unternehmen verspricht sich eigenen Angaben zufolge von der Übernahme einen besseren Zugang zum chinesischen Markt.

„Das junge Unternehmen LIK passt mit seiner Ausrichtung perfekt in unsere Strategie und erlaubt uns einen schnelleren und umfassenderen Zugang zum sehr dynamischen chinesischen Markt“, sagte Rolf Sonderegger, CEO der Kistler Gruppe. „Durch die zusätzliche Kompetenz können wir unsere chinesischen Kunden schneller beliefern sowie umfassendere Lösungen und noch besseren Service vor Ort bieten.“

Zugang zum chinesischen Markt und Synergieeffekte sind Gründe für Übernahme

Ein weiterer Grund für die Akquisition besteht in Synergieeffekten. Diese bestehen der Kistler Gruppe zufolge im Bereich Prüfstände für Elektromotoren, insbesondere bei der Softwareentwicklung. Zudem können die Produktionslinien für die Automobilindustrie mit Qualitätsüberwachungssystemen von Kistler ausgestattet werden. Denn LIK beliefere namhafte, vielfach internationale Kunden mit hochautomatisierten Montagelinien für Fahrzeugkomponenten wie Sitze, Brems- und Sicherheitssysteme sowie Prüfständen für Elektromotoren.

Fertigung der Kistler Gruppe zukünftig auch in China

Mit der Akquisition von LIK verstärkt Kistler folglich seine Präsenz auf dem größten Fahrzeugmarkt der Welt und wird seine Systeme für Qualitätsüberwachung und Prozessoptimierung für den chinesischen Markt künftig auch in China fertigen. Dazu gehören insbesondere die elektromechanischen Fügesysteme, die Prüfstände für Elektromotoren sowie Systeme für Prozess Monitoring und Prüfautomation.

Wachsender Bedarf nach schlüsselfertigen Lösungen

„Mit China Manufacturing 2025 hat China ein klares Bekenntnis zu einer ressourceneffizienten, hochautomatisierten und qualitätsorientierten Industrie vorgelegt. Wir als Kistler Gruppe verfügen über die richtigen Technologien für diese Vision – es ist daher nur konsequent, diesen Schritt zu gehen. Gemeinsam mit LIK können wir ein ganzheitliches Angebot an integrierten Produktionssystemen aufstellen und damit den wachsenden Bedarf an schlüsselfertigen Lösungen – gerade in Fernost – bedienen“, so Sonderegger.

Weiterer Produktionsstandort in China geplant

Die heutigen Standorte von LIK und Kistler China in Shanghai werden beibehalten. Da LIK mit seinen über 100 Mitarbeitenden schon sehr bald an Kapazitätsgrenzen stoßen wird, wurde die Planung eines weiteren Produktionsstandorts in China bereits aufgenommen. Eine Auslagerung von Arbeitsplätzen aus anderen Produktionsstandorten der Kistler Gruppe ist nach Angaben des Unternehmens nicht geplant.

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