Nachdem sich der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kürzlich detailliert mit der heutigen Bedeutung des 65-Prozent-Ausbauziels für die erneuerbaren Energien im Jahr 2030 befasst hat, liegen nun auch die Projektionen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf dem Tisch. Notwendig ist demnach eine installierte Leistung der Erneuerbaren in Höhe von 215 bis 237 GW im Jahr 2030. Aktuell sind es rund 120 GW.

Der Titel der jetzt erschienenen Ausgabe 26/2019 von EUWID Neue Energie widmet sich den Szenarienberechnungen des Energieverbands. Der BDEW fordert angesichts des anstehenden Ausbaubedarfs für die Erneuerbaren die Aufhebung hinderlicher Mengenbegrenzungen und Deckel, wie sie im Bereich der Offshore-Windkraft und der Photovoltaik existieren. Sie passen einfach nicht zu den Erfordernissen der Energiewende. Für den BEE geht der BDEW dabei sogar von einer zu konservativen Schätzung aus, was den Ausbaubedarf der Erneuerbaren angeht. Die Aufhebung der Deckel sieht man beim BEE ohnehin als Selbstverständlichkeit an.

Gerade im Bereich der Onshore-Windenergie haben die Akteure am Markt gegenwärtig mit vielen Hemmnissen zu tun, die auch einen Mangel an Akzeptanz umfassen. Umso wichtiger wird es mit Blick auf den erforderlichen Ausbau der Erneuerbaren sein, dass im Zuge der anbrechenden Post-EEG-Phase nicht auch noch bewährte Bestandsanlagen in großem Stil stillgelegt werden. Für WEA Altanlagenbetreiber haben wir zum Thema einen kompakten Überblick in Form von fünf Fragestellungen erstellt.

Mehr volatile Erneuerbare erfordern höheres Maß an Flexibilität

Die Energiewende beinhaltet neben dem Ausbau der volatilen Energieerzeugung in den Bereichen Wind und Solar notwendigerweise auch Lösungen, die das Gleichgewicht am Strommarkt zu jedem Zeitpunkt sicherstellen. Der Schlüsselbegriff lautet hier „Flexibilität“. Ein aktuelles Papier des Kopernikus-Projekts SynErgie zeigt, welche industriellen Stromnachfrageflexibilitäten bestehen und welche regulatorischen Änderungen notwendig sind.

Ein wichtiges Element zur Steigerung der Flexibilität sind Energiespeicher. Mit der chemischen Speicherung von Solar- und Windstrom und der Herstellung grüner Gase im Rahmen von Power-to-Gas befasst sich ein neues Report & Dossier-Angebot von EUWID Neue Energie, das in wenigen Tagen an den Start geht. Wer hier nichts verpassen will, kann sich in den kostenlosen Newsletter EUWID Neue Energie eintragen. Wir informieren Sie über diesen Kanal über alle neuen Entwicklungen rund um Power-to-Gas und das neue Angebot. (Beitragsbild: auremar – stock.adobe.com)

Was diese Woche besonders wichtig ist:

Mehr Tempo bitte, Nr. 1

BWE zu Söders Forderung nach schnellerem Kohleausstieg: Sofortiges Umsteuern nötig

Mehr Tempo bitte, Nr. 2

BDEW stellt Szenarien zur Erreichung des 65-Prozent-Ziels vor

Alles im Blick in Sachen Post-EEG?

Post-EEG-Phase: 5 Fragen, die sich Windenergie-Anlagenbetreiber stellen müssen

Der Blick über die Grenze, Nr. 1

Innovative Energietechnologien in Österreich erfahren wenig dynamische Marktentwicklung

Der Blick über die Grenze, Nr. 2

Österreich bietet gewaltige Potenziale zur Herstellung von Gas aus Biomasse

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